Für den Einsatz im Kindergarten wurden mehrere Sägeladen benötigt. Da die billigen Teile aus dem Baumarkt recht unpräzise gearbeitet sind, kam nur Selbermachen in Frage. Und da hier wieder eine „Kleinserie“ gefragt war, habe ich aus Gründen der schnellen Produktion zum 3D-Drucker gegriffen.
Der erste Gedanke war ja, so eine Sägelade in FUSION360 für den 3D-Druck selbst zu konstruieren. Eine Recherche auf Makerworld.com förderte jedoch eine sehr schön konstruierte, druckfertige Sägelade zu tage, bei der eigentlich keine Wünsche offen bleiben.
Die Sägelade bietet den Schnitt im Winkel von 22,5Grad, 45 Grad und natürlich 90Grad – wobei die schrägen Schnitte in beiden Orientierungen möglich sind. Zudem besitzt diese Sägelade Löcher zum Verschrauben mit einer Grundplatte.
Schnell war das Modell heruntergeladen und wurde in PLA mit 4 Außenschichten und 20% Füllung gedruckt.
Ein erster praktischer Test zeigte schnell, dass die Sägelade ganz hervorragend gestaltet ist. Allerdings sind in der originalen Größe die Führungsschlitzen mit einer Breite von 2mm recht groß.
Zusammen mit einer „normalen“ Säge – hier eine Rückensäge von Veritas -funktioniert dieses Sägelade wunderbar. Die Säge wird sehr gut geführt – ist leichtgängig und klemmt nicht. Dementsprechend gut gelingen die Sägeschnitte.
Nun werden im Kindergarten aber die kleinen Japansägen von ZSAW verwendet. Und deren Sägeblatt ist zum einen nur rund 1,2 mm breit, zum anderen ist das Sägeblatt auch nur 175mm lang. Will man diese kleinen Säge mit der Original großen Sägelade verwenden, schlackert das Sägeblatt in der Führung. Weiterhin hat man nur noch eine Spielraum von wenigen Zentimetern um die Säge zu bewegen.
Es wird also eine Sägelade mit angepaßten Maßen gebraucht. Hier konnte nun die 3D-Drucktechnologie eine ihrer Stärken ausspielen. Das Modell der originalen Sägelade von in allen Dimensionen (X,Y,Z) auf 60% der Originalgröße reduziert und erneut gedruckt.
Das Ergebnis ist eine deutlich kleinere Sägelade deren Führungsschlitze nun auch nur noch 1,3mm breit sind.
Ein erster Test zeigte das jetzt alles perfekt passt. Die erzielbaren Sägeschnitte waren sehr genau.
Bevor wir aber für den Kindergarten eine größere Anzahl der Sägeladen drucken, wurde noch ein kleiner Praxistest mit Kindern aus der Nachbarschaft gemacht. Dabei zeigte sich, dass es doch recht anspruchsvoll war, wenn das Kind mit einer Hand Sägelade und Werkstück halten und mit der anderen Hand sägen soll.
Daher wurde die Sägelade auf eine Holzplatte geschraubt und mittels Zwingen an der Werkbank fixiert.
Mit diesem Aufbau kamen die Kinder sehr gut zurecht. Es wurden auf Anhieb erstaunlich gute Sägeschnitte erreicht, selbst bei den Gehrungsschnitten.
Damit war das Ziel erreicht – eine einfache und praxistaugliche Sägelade für den Einsatz im Kindergarten. Hier ein Blick auf die beiden im Kindergarten vorhandenen Japansägen.
Auch mit der einfachen Parkside-Japansäge funktioniert die verkleinerte Sägelade ganz ausgezeichnet. Allerdings ist hier das Blatt weniger steif als bei der ZSAW und ist daher für die jüngeren Kinder nicht so geeignet. Um damit zu sägen, braucht es schon ein wenig Erfahrung und Geschicklichkeit.
Es werden jetzt also mehrere dieser Sägeladen in der auf 60% reduzierten Größe auf dem 3D-Drucker gedruckt und dann in Kürze an den Kindergarten übergeben.









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