Wir wissen dass etliche Leser dieses Blogs sich auch für Lederarbeiten interessieren. Daher habe ich hier einen Artikel verfasst, in dem ich die Herstellung einer nicht ganz alltäglichen Ledertasche mit Drachenmotiv beschreibe. Das Projekt wurde über mehrere Wochenenden hinweg umgesetzt.
Warum mache ich diese Ledertasche?
Im Sommer diesen Jahres bin ich auf eine mittelalterliche beziehungsweise Fantasy inspirierte Hochzeit eingeladen. Da ich handwerklich sehr gern arbeite und bereits einige Taschen für Mittelaltermarktbesuche angefertigt habe, stand für mich relativ schnell fest, auch für diesen Anlass wieder selbst etwas anzufertigen.
Passend zum Thema der Hochzeit sollte es diesmal jedoch etwas aufwendiger werden. Da das Brautpaar große Dungeons-& Dragons-Fans ist, fiel die Wahl am Ende auf eine Drachentasche. Für das Motiv und den grundsätzlichen Aufbau der Tasche habe ich ein Schnittmuster von CreativAwl auf Etsy verwendet.
Ziel des Projekts war es, eine handgemachte und hochwertige Ledertasche mit Fantasy-Design anzufertigen. Zugleich ließ ich dabei meine eigene gestalterische Inspiration eines nächtlichen Sternenhimmels mit einfließen.
Doch wo beginnt man eigentlich bei so einem Projekt? Nun mit einer guten Planung und dem passenden Material.
Material und Vorbereitung
Den Ausgangspunkt bildete in diesem Fall das besagte Schnittmuster, das ich vorab auf Etsy gekauft hatte. Neben den eigentlichen Vorlagen enthielt dieses auch eine Übersicht über die empfohlene Lederstärke, sowie die Größe des Lochstanzers und den ungefähren Materialbedarf. Dadurch ließ sich bereits vorab gut abschätzen, wie viel Leder ich sowohl für die Tasche selbst als auch für den Drachen benötigen würde.
Zusätzlich markierte ich mir die möglichen Größen der angebotenen Lederstücke und platzierte einmal im Voraus grob alle benötigten Teile.
Farblich hatte ich mich zu diesem Zeitpunkt bereits festgelegt: Die Tasche sollte später in Royal Blue (einer Farbe von Fiebing Pro Dye) eingefärbt werden, während der Drache selbst bewusst in Weiß gehalten werden sollte, um einen stärkeren Kontrast zu erzeugen.
Anschließend begann die Suche nach den passenden Materialien und Werkzeugen. Neben dem benötigten Leder gehörten dazu unter anderem verschiedene Werkzeuge zur Lederbearbeitung, die ich später im Verlauf des Projekts intensiv genutzt habe. Besonders praktisch war dabei, dass ich sowohl das Leder als auch viele der benötigten Werkzeuge direkt über den Ledershop Klever-Leder beziehen konnte.
Für das Projekt kamen schließlich die folgenden Materialen und Werkzeuge zum Einsatz. Diese waren entweder schon in meinem Werkzeugfunds vorhanden oder aber wurden von mir für dieses Projekt einer Ledertasche bei Klever-Leder bestellt.
- La Bretagna, Pecos Raw Panel in der Stärke 2,0-2,2mm in den Farben Weiß und Natur
- Abgewinkeltes Utility Messer – Ivan Leathercraft
- Metall-Lineal 30 cm von Ivan Leathercraft
- Ivan Leathercraft 8- teiliges Lochpfeifen-Set
- Reihenlocheisen 1 mm Ivan Leathercraft (4mm Gap 2 Fach)
- Schonhammer
- Holz-Kantenpolierer 15 cm
- Kantenhobel Größe 2
- Tokonole 120g Neutral
- Fiebing’s Deglazer
- Fiebing’s Resolene – Leder Finish mit Glanzeffekt
- Fiebing’s Pro Dye Royal Blue
- Wollpinsel
- Auftragsschwamm
- Gewachstes Nähgarn 0,45mm für Leder in den Farben Weiß und Blau
- Ledernadeln
- Bienenwachs
- Swirvel Knife
- Punziereisen
- Punzierhammer
- Sprühflasche mit Wasser
- Selbstheilende Schneidematte
- PoscaMarker
Die Lieferung erfolgte schon wenige Tage nach meiner Bestellung.
Da nun das gesamte Material bereit lag und die planerischen Vorbereitungen abgeschlossen war, ging endlich an die Umsetzung.
Schritt für Schritt Erklärung – Ablauf
Schritt 1: Das Schnittmuster vorbereiten und auf dem Leder fixieren.
Ich habe das Schnittmuster ausgedruckt und gemäß der Anleitung das lange Seitenstück zusammengeklebt. Anschließend habe ich alle Teile grob ausgeschnitten, sodass immer noch ein Rand geblieben ist. Dieser überstehende Rand erfüllt den Zweck, die „richtigen Linien“ noch zu sehen, wenn das Papierschnittmuster mit Kreppband auf das Leder geklebt wird. Dann platzierte ich alle Teile für den Drachen auf dem weißen Lederstück (Größe XL 25x60cm) und alle Teile für die blaue Tasche auf dem braunen Lederstück (Größe XL 25x60cm) testweise.
Nachdem alles zu meiner Zufriedenheit passte und so wenig Lederverschnitt wie möglich entstehen würde, fixierte ich die Papiervorlage mit Kreppband.
Eine kleine Anpassung am Schnittmuster nahm ich allerdings vor. So wurden die Löcher für die Gürtelschlaufen nicht auf die Rückseite der Tasche gesetzt, sondern in das Seitenstück, da ich plante aus der Gürteltasche eine Umhängetasche zu machen.
Schritt 2: Das Vorstanzen aller Löcher in allen Lederstücken
Auf dem Schnittmuster sind alle benötigten Löcher bereits eingezeichnet, die nun mit dem Reihenlocheisen und einem Schonhammer nach und nach ins Leder gehämmert werden mussten.
Dazu legte ich ein altes Schneidbrett unter das Leder und begann die Löcher einzuarbeiten. Angemerkt sei hier, dass es die Reihenlocheisen mit 2-fach, 4-fach oder 6-fachen Eisen gibt. Ich nutzte bewusst nur ein 2-faches Locheisen da die Löcher permanent einen leichten Bogen aufwiesen. Mit einem Locheisen mit vier oder mehr Zähnen wären unerwünschte Geraden entstanden. So dauerte das Löcherschlagen zwar seine Zeit, jedoch konnte mich das Ergebnis überzeugen.
Für so ein Locheisen muss man mit etwas Kraft zuschlagen. Meist benötigte ich zwei Schläge, um durch das 2 mm dicke Leder zu kommen. Ich vergewisserte mich immer, dass die Löcher auch tatsächlich komplett durch das Leder gingen. Bei Lochreihen mit ungerader Anzahl platzierte ich das Locheisen einfach mit einem Zahn in einem bereits entstandenen Loch und fokussierte die Kraft auf die Seite, in der das Loch noch entstehen sollte.
Tipp: Es ist immer ratsam zuerst alle Löcher ins Leder zu schlagen, solange das Schnittmuster noch fest auf dem Leder sitzt. Sobald nämlich die ersten Schnitte gesetzt werden, kann das Schnittmuster sich verschieben, sodaß die Teile später möglicherweise nicht mehr exakt aufeinander passen.
Schritt 3: Das Ausschneiden der Lederstücke
Nachdem nun also alle Löcher eingearbeitet waren, begann ich mit dem abgewinkelten Utility Messer auf einer selbstheilenden Schneidematte das Leder auszuschneiden.
Ich ließ mir beim Schneiden Zeit und achtete darauf den Linien möglichst genau zu folgen. Oftmals übte ich dabei nicht genug Druck aus, um das Leder im ersten Durchgang komplett durchzuschneiden. Das stellte aber kein Problem dar, da ich einfach ein weiteres Mal in der bereits entstandenen Schnittlinie nacharbeiten konnte. Das Messer stellte sich mit seinem abgewinkelten Griff als sehr angenehm in seiner Handhabung heraus und auch die Klinge konnte mich mit ihrer Schärfe überzeugen.
Da das Messer nur eine Hälfte der Klinge nutzt, kann es bei Bedarf umgedreht werden und so noch weiter benutzt werden, bevor neue Klingen gekauft werden müssen. Für mich, die es nicht so mit dem Schärfen von Messern hat, ist dieses Messer eine sehr praktische und kostengünstige Lösung, um mein Leder zu schneiden.
Übrigens gelangen dank der scharfen Klinge und der sicheren Handhabung auch die schwierigeren Schnitte, welche ich Freihand entlang der Linien des Schnittmusters ausführte.
Doch gerade für die langen geraden Strecken, nahm ich ein Lineal als Führungshilfe für das Messer hinzu. Die Korkseite schützte das Leder vor Abdrücken und die Metallkante sorgte für eine gute Führung anhand derer ich das Messer einfach nur noch entlangziehen musste.
Beim Drachenkopf kam ich mit dem Messer allein jedoch an die Grenzen des Möglichen. Die kleinen Rundungen mit dem Messer herauszuschneiden, stellte sich als nahezu unmöglich heraus.
Zum Glück hatte ich mir das Lochpfeifenset mit seinen wechselbaren Köpfen zur Hand. So konnte ich mir einen passenden Kopf für die jeweilige Rundung heraussuchen und die Rundungen einfach mit dem Schonhammer und der Lochpfeife herausstanzen.
Ein Teil zugeschnitten für den Drachenkopf:
Schritt 4: Die erste Kantenbearbeitung
Alle Lederteile liegen nun bereit, doch noch sind die Kanten sehr scharfkantig.
Um dem Abhilfe zu schaffen, nutzte ich einen Kantenhobel mit der Stärke 2. Mit diesem fuhr ich in einem 45 Grad Winkel an allen Kanten entlang.
So schnitt ich bereits etwas Material von der Kante ab. Im nachfolgenden Bild sieht man den Vergleich zwischen einer unbearbeiteten Schuppe und einer bereits bearbeiteten Schuppe.
Als ich anschließend die Kanten mit Wasser befeuchtete und mit dem Kantenpolierer abrieb, ergaben sich bereits recht gut abgerundete Kanten.
In Schritt 7, wenn es an die Oberflächen Versiegelung geht, zeige ich dann, wie ich die Kanten ein weiteres Mal bearbeitete um ein noch ansehnlicheres Ergebnis zu erlangen.
Schritt 5: Das Muster ins Leder einarbeiten
Wie bereits zu Beginn angemerkt wollte ich meine eigene gestalterische Inspiration in die Tasche einarbeiten. Das erfolgte nun in diesem Schritt. Durch das spätere dunkle blau der Tasche und dem Mondschein weißen Drachen, kam mir der Gedanke das weitere Monde und Sterne in Silber hinzuzufügen, was der Tasche zusätzliche einzigartige Details verleihen würde. Ich zeichnete mir also eigene Schnittmuster mit den Mustern für die Vorderseite, den Taschendeckel sowie das lange Seitenstück und die Schlaufen für den Trageriemen auf und übertrug diese auf die Teile der Tasche.
Um die Oberfläche von Leder zu bearbeiten, wird sie im ersten Schritt am besten befeuchtet. Dadurch wird sie sehr weich und es reicht schon mit einem feinen Modellierwerkzeug die Linien auf dem Muster nachzuzeichnen, um sie auf das Leder zu übertragen.
Anschließend wurden mit dem Swivel Knife die Linien der größeren Sterne und Monde sauber nach geschnitten.
Danach kam ein schmales, glattes Punziereisen und ein Punzierhammer zum Einsatz.
Mit diesen „drückte“ ich das Leder rund um die Sterne und die Monde hinab, sodass die Motive später stärker hervortreten würden.
Schritt 6: Das Leder färben
Jetzt ist der Zeitpunkt gekommen dem braunen Leder einen neuen Look zu verpassen und es in blaues Leder zu verwandeln. Dafür holte ich mir zunächst eine Unterlage, Einmalhandschuhe, sowie die Lederfarbe Fiebing’s Pro Dye Royal Blue und einen Wollpinsel, auch Dauber genannt.
Das Färben von Leder gestaltet sich relativ einfach. Der Dauber wird in die Lederfarbe eingetaucht und anschließend sehr feucht in kleinen kreisenden Bewegungen über die zu färbende Oberfläche bewegt. Dabei wird recht zügig und gleichmäßig gearbeitet, um hellere oder dunklere Stellen möglichst zu vermeiden. Man kann aber auch gezielt in Linien arbeiten, um einen Streifeneffekt zu erzielen.
Bei neuem Leder, das man noch nicht kennt, ist es gut, wenn man zuerst ein Reststück färbt, um zu sehen, wie Leder und Färbemittel miteinander reagieren und abzusehen, wie hell oder dunkel das Leder am Ende herauskommt.
Daher testete ich auch zuerst das Färben, bevor ich schließlich meine Taschenstücke färbte. Dabei färbte ich sowohl die glatte Außenseite als auch die raue Innenseite meines Leders, um dort ebenfalls die blaue Farbe zu erhalten.
Tipp: Manchmal können unschöne Flecken beim Färben entstehen, wenn das Leder dort beispielsweise Fettflecken hat. Um diese Flecken zu verhindern, bietet es sich an, das Leder mit etwas Fiebing’s Deglazer auf einem sauberen Tuch vor dem Färben abzureiben. Dieses Mittel reinigt zuverlässig die Oberfläche des Leders und bereitet sie optimal für das Färben vor.
Nachdem das Färbemittel komplett eingezogen und getrocknet war, nutzte ich nun Posca Marker in Silber, Metallic-Blau und Gold, um die Musterelemente einzufärben.
Grundsätzlich kann man hier jede gute Acrylfarbe hernehmen, um damit auf das Leder zu malen. Jedoch muss man beachten, dass diese Farbe im Gegensatz zum Lederfärbemittel wieder abgehen kann. Um das möglichst zu verhindern ist der nächste Schritt das Versiegeln unumgänglich.
Schritt 7: Die Oberfläche versiegeln und die Kanten ein weiteres Mal glätten
Es gilt die Oberfläche zu versiegeln. Dafür können verschiedene Produkte herangezogen werden. In meinem Fall entschied ich mich für Fiebing’s Resolene – Leder Finish mit Glanzeffekt. Bei diesem Mittel handelt es sich um ein Acryl-Finish, welches transparent trocknet und das Leder vor Wasser, Schmutz und Abrieb schützt. Ich trug das Mittel dünn mit einem Dauber in zwei Durchgängen auf.
Für die Kanten nutzte ich Tokonole 120g Neutral und den Kantenpolierer. Bei Tokonole handelt es sich um ein spezielles Kanten Finish Mittel, welches hilft die Lederfasern der Kanten zu glätten und zu versiegeln. In einem Vorher und Nachher Bild lässt sich der Effekt sehr gut sehen.
Das Produkt wird nur in kleinsten Mengen auf die Kanten gegeben und anschließend mit dem Kantenpolierer durch schnelle hin und her reibende Bewegungen verteilt und eingearbeitet.
Vorher:
Nachher:
Nachdem nun alle Teile zu meiner Zufriedenheit fertiggestellt waren, ging es an das Zusammensetzen oder besser gesagt an das Zusammennähen der Tasche.
Schritt 8: Die Ledertasche zusammennähen.
Zusammennähen der Ledertasche – das klingt im ersten Moment etwas trivial. Doch auch hier galt es das ein oder andere zu beachten. Ich nähte die Tasche nach der Videoanleitung, die dem Schnittmuster beigefügt war, zusammen. Die Tasche wird komplett von Hand genäht und ich entschied mich dafür die Sattlernaht zu nutzen. Bei dieser Naht wird mit zwei Nadeln gearbeitet, die jeweils von vorn und von hinten durch das Loch geführt werden und durch eine Verschränkung in der Mitte eine sehr sichere Naht bilden, die auch dann nicht aufgeht, wenn der Faden an einer Stelle aus welchen Gründen auch immer einmal reißen sollte.
Die erste Nadel kommt von links und wird nach rechts geführt.
Die zweite Nadel kommt von rechts wird von vorn an die erste angelegt und dann nach durch das Loch auf die linke Seite geführt, wobei der vorherige Faden nicht durchstochen werden darf. Eine genaue Erklärung mit Video kann auf YouTube im Kanal von Dictum gefunden werden.
Ich begann mit dem weißen Garn, da zuerst der weiße Drache genäht werden sollte. Bei dem Garn handelte es sich um gewachstes Nähgarn aus Polyester in der Stärke 0,45mm. Persönlich bevorzuge ich etwas dickeres Garn aus Baumwolle aber diese Garne gibt es oft nur in sehr eingeschränkter Farbauswahl. Die Polyestergarne hingegen gibt es in einer großen Farbauswahl und mit ihrer Flammbarkeit können zudem die abgeschnittenen Enden einfach verschmolzen werden. Obwohl das Garn schon gewachst war, kam es mir dennoch etwas rutschig vor, weshalb ich es zusätzlich nochmal durch Bienenwachs zog. Zufrieden damit fädelte ich ein passendes Garn Stück an beiden Enden auf die Ledernadeln.
Dann begann ich damit die Rückenschuppen des Drachen an den Deckel anzunähen. Nach den Schuppen wurden die drei Teile des Kopfes zusammengenäht und anschließend der Kopf ebenfalls an den Taschendeckel genäht.
Als nächstes wurden die Flügel genäht und dann der Körper sowie die Flügel auf der Rückwand der Tasche angebracht.
Eine kleine Bemerkung am Rande, falls jemand genau diese Tasche nach der Videoanleitung näht. Beim Körper müssen die ersten ZWEI Löcher frei bleiben. Erst ab dem dritten Loch sollte er an die Taschenrückwand genäht werden, sonst bekommt man Probleme den Deckel im Anschluss richtig zu platzieren und muss die Naht wieder auftrennen. Leider wurde das im Video des Schnittmusters falsch gezeigt und auch nirgends angemerkt das dort ein Fehler vorliegt.
Beim Nähen von flachen Stücken, die also keine Biegung beinhalten, bietet es sich an ein Nähpony zu nutzen. Dort kann das Leder eingespannt werden, sodass man beide Hände für das Nähen frei hat. Ich hatte kein Nähpony und hab das Leder zum Teil einfach zwischen meine Knie geklemmt.
Nachdem der Drache so weit fertig war, konnten die Vorderseite der Tasche an das umlaufende Seitenteil genäht werden. Dafür nutzte ich das blaue Garn, sodass sich die Naht farblich besser an das blau der Tasche anpasste. Dieser Schritt gestaltete sich bereits etwas anspruchsvoller als das einfache Zusammennähen flacher Flächen.
Anschließend entschloss ich mich den Trageriemen anzunähen. Denn, sobald die Rückseite an das Seitenteil genäht ist, wird der Platz innerhalb der Tasche immer enger und die Schlaufen hätten sich deutlich schwieriger anbringen lassen. Also wurden die Schlaufen angenäht und dann die Rückseite.
Wie bereits geahnt wurde hier das Nähen immer schwieriger. Doch nach einigem Hin und Her gelang auch das. Im letzten Schritt wurde noch der Taschendeckel angenäht.
Und damit war die Ledertasche komplettiert.
Das Ergebnis
Hier noch ein paar stimmungsvolle Bilder von der fertigen Ledertasche.
Zum Schließen der Ledertasche wird der Deckel zwischen die Drachenflügel gesteckt.
Fazit
Insgesamt dauerte das Projekt Ledertasche vom Beginn, also vom Ausdrucken der Schnittmuster bis zur letzten gesetzten Naht, rund 30 Stunden. Ich ging dabei weder sehr zügig noch sehr langsam vor, sondern achtete vor allem darauf, möglichst präzise zu arbeiten. Insgesamt gesehen würde ich sagen, war das Nähen am Ende der zeitaufwendigste Teil und auch der anstrengendste für die Hände. Zumal ich alle Nähte, welche in Zukunft sehr beansprucht werden, doppelt nähte.
Ich hoffe damit einige Leser motiviert zu haben, sich so eine Tasche mit allen genannten Schritten selbst anzufertigen.
Autor dieses Artikels: Julia Herzog


















































Moin, bin beeindruckt von der Idee, dem Ergebnis,
und auch von Deiner Geschicktheit mit dem Leder Material.
Hut ab, tolle und einzigartige Tasche geworden.
Schöne Grüße von der Nordseeküste