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Schaumeinlagen für Werkzeugboxen selbstgemacht

Von Wolfram 27. September 2026 3 Min. Lesezeit 0 Kommentare
Schaumeinlagen für Werkzeugboxen selbstgemacht

Hier eine kurze Inspiration für das Selbermachen von Schaumeinlagen für Werkzeugboxen. Ich habe mir vor kurzem einige leere Werkzeugboxen besorgt um dort diverse Elektrowerkzeuge unterzubringen. Natürlich kann man die verschiedenen Sachen da auch einfach nur hineinlegen, aber sobald man die Werkzeuge in den Boxen transportiert, führt das in aller Regel zum Chaos. Also müssen entsprechende Einlagen her.

Schaumplatten für die Einlage

Um solche Einlagen anzufertigen gibt es zahlreiche Wege. Eine der bekanntesten Lösungen dürfte der sogenannte „Kaizen-Schaum“ sein – zweifarbige Schaumplatten aus robustem PE-Schaum die man dann entsprechend bearbeiten kann. Allerdings sind diese Schaumplatten recht teuer.

Aber es gibt eine Alternative – und dies sogar zum Nulltarif.

Die in vielen Verpackungen hochwertiger Elektronik verwendeten PE-Schaumfolienplatten. Die hier gezeigten Platten stammen beispielsweise aus der Verpackung eines Flachbildschirm-TV-Gerätes. Aber auch Mobiliar oder „weiße Ware“ wie z.B. Kühlschränke und dergleichen mehr haben solche Platten in der Verpackung.

So wird es gemacht

An Werkzeug für den Zuschnitt dieser Platten werden eigentlich nur zwei Dinge benötigt: Ein ausreichend langes Lineal und ein scharfes Universalmesser. Und wenn ich scharf sage, dann sollte es auch wirklich scharf sein, damit der Schaum sauber geschnitten wird und nicht ausreißt.

Ich verwende hier das bewährte und bei Holzwerkern beliebte Stanley Universalmesser in das ich zuvor eine neue Klinge eingesetzt habe.

Zuerst werden die Platten zugeschnitten die den Innenmaßen der jeweils verwendeten Werkzeugbox entsprechen. Hier nutze ich eine Werkzeugkiste aus der METABOX Serie die ich vor kurzem bekommen habe.

In aller Regel haben diese Systemboxen – egal von welchem Hersteller und System – im Inneren keine exakt rechteckige Form, sonder kleine Ecken und Kanten.

Ich habe dazu einfach die zugeschnittenen Platten in den Kasten gehalten und die Stellen markiert, die weggeschnitten werden müssen.

Dann einfach die erste Platte als Vorlage nehmen, auf die anderen Platten legen und dort ebenfalls die nötigen Aussparungen herausschneiden.

Die Konturen festlegen

Jetzt werden die Platten in die Werkzeugbox gestapelt und der geplante Inhalt entsprechend positioniert. In meinem Falle war das die BOSCH GLF18-8 Einhandfräse und deren Zubehör. Dabei war es mir wichtig. dass der Fräskorb mit montierter vergrößerter Grundplatte in die Werkzeugbox passt.

Wenn alles wie gewünscht positioniert ist, werden mit einem Filzstift die Konturen der einzelnen Teile umfahren. Dabei empfiehlt es sich, im Zweifelsfalle lieber etwas engere Konturen zu zeichnen als zu weite, da der PC-Schaum relativ nachgiebig ist und man ja normalerweise eher einen festen Sitz der Teile im Koffer haben möchte.

Jetzt wird wieder zum Messer gegriffen und die angezeichneten Konturen werden entlang der Innenkante der Markierungen ausgeschnitten.

Ist die erste Platte ausgeschnitten wird die Platte umgedreht auf eine zweite Platte gelegt und auch dort die Konturen ausgeschnitten.

Mit dieser Vorgehensweise werden die angezeichneten Linien auf eine der unteren Platten verlagert und die später sichtbare obere Platte ist weiß und ohne Filzstiftmarkierungen.

Damit die Teile später auch beim senkrechten tragen der Werkzeugbox an Ort und Stelle bleiben, empfehle ich auch in den Deckel so eine Schaumstoffplatte einzusetzen. Ein Streifen doppelseitiges Klebebank sorgt dabei für den nötigen Halt.

Und damit sind wir fertig. Der Werkzeugkasten hat seine passende Schaumeinlage und das Werkzeug ist sicher und geschützt untergebracht.

Wer will kann auch die Einlagen unten im Koffer mit doppelseitigem Klebeband fixieren, aber nach meiner Erfahrung ist das nicht nötig.

 

Wolfram

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