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Epoxy River 2 – ein erster Zwischenbericht

Nach dem erfolgreichen Umsetzen des ersten kleinen Expoxy-River-Table wurde nun ein „großer“ Epoxy-River-Table in Angriff genommen. Mit den zuvor gesammelten Erfahrungen wurde voller Elan das neue Projekt gestartet. Hier folgt nun ein Kurzbericht um die wichtigsten Kenntnisse zu dokumentieren.

Größe und Holzauswahl

Das Ziel ist der Bau eines großen Esstischs für 4 Personen. Daher war die Auswahl des passenden Holzes ein etwas längerer Prozess. Wir haben uns dann beim Holzhändler unseres Vertrauens für zwei Bohlen Kirschholz entschieden. Länge 2,6m – Breite an den Enden um die 60cm.

Diese waren natürlich sägerauh und mussten daher erst abgerichtet werden. Das haben wir diesmal nicht mit der Oberfräse sondern bei einer Schreinerei am Ort gemacht. Dort stand eine entsprechende Abrichthobelmaschine zur Verfügung.

Hier ein Blick auf das Ergebnis:

Da der Tisch an den Seiten Naturkanten bekommen soll, wurde danach zunächst die verbliebene Rinde entfernt. Die Bretter wurden anschließend rechtwinklig gekürzt.

Hier kann man an den Reststücken sehr schön die resultierende unterschiedliche Dicke der Bohlen erkennen.

Vergießen des Epoxy

Wir haben uns daher entschieden, die Tischplatte „auf dem Kopf liegend“ zu vergiesen. Dazu wurden die Bohlen mit der gehobelten Seite nach unten auf einer mit Silikonklebeband beklebten Pressspanplatte ausgerichtet. Um zu verhindern dass das Epoxy unter die Bohlen fließt, haben wir entlang der Kanten mit Silikon eine Abdichtung gelegt.

Die Enden wurde mit Querhölzern verschlossen. Der gesamte Aufbau wurde mit Zwingen fixiert, damit nichts verrutscht.

Als Harz kam wieder das bewährte EPODEX PRO+ System zum Einsatz. Der Grund für das PRO+ System ist die damit in einem Guss erreichbare maximale Schichtdicke von bis zu 5cm.

Das Ausgießen mit Epoxy erfolgte dann in zwei Schritten. Zunächst eine dünne transparente Schicht ohne Pigmente. Dann zwei Tage später wurde eine weitere Schicht Expoxy mit blau eingefärbtem Glitzerpigment eingegossen.

Anschließend musste 2 Wochen gewartet werden, bis die doch bis zu 35mm dicke Epoxyschicht vollständig ausgehärtet war.

Das Entformen

Das Entformen der gegossenen Tischplatte gelang ohne größere Probleme. Die Silikonfugen haben dicht gehalten.

Lediglich an einer Stelle war die Silikonabdichtung nicht ausreichend und es war etwas Harz dazwischen gelaufen. Mit einem Stechbeitel konnte das verklebte Holz aber relativ gut entfernt werden.

Hier ein Blick auf das Profil der Tischplatte.

Unser Denkfehler

Ein Denkfehler wurde allerdings jetzt sichtbar: Das Glitzerpigment hatte sich während des Aushärtens „am Boden“ abgesetzt. Und aufgrund des Umstandes dass wir die Tischplatte auf dem Kopf liegend vergossen haben, ist jetzt der schöne Wolkeneffekt des Glitzerpigments auf der Unterseite. Eigentlich sollte dieser ja oben sein.

So haben wir nun eine recht gleichförmig metallic blaue Einlage. Nun ja, damit werden wir wohl leben müssen.

Das Schleifen

Es folgte wieder ein umfangreicheres Schleifen der Oberfläche der Tischplatte. Auch hier bewährte sich der Einsatz des BOSCH GBS 75 Bandschleifers für den Grobschliff wieder auf beste. Es wurde mit den Körnungen 60 / 80 / 120 geschliffen.

Der Feinschliff in den Körungen 160 / 240 erfolgte mit dem Exzenterschleifer.

Natürlich wurden beide Maschinen permanent mit den beiden Starmix iPulse Saugern abgesaugt. Dennoch entstand eine Menge Feinstaub, was das Tragen einer hochwertigen Atemschutzmaske mit Filtern zur Pflicht macht. Und ja, auch die Werkstatt ist hierher stark eingestaubt. Auch hier musste dann erst mal wieder gründlich gesaugt werden.

Wir werden über den Fortgang des Projektes weiter berichten.

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