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Erfahrungsbericht CASALS JS 104 K Flachdübelfräse

Die Flachdübelfräse Casals JS104K besitze ich nunmehr seit über 4 Jahren. In dieser Zeit habe ich in Summe ca. 600 Flachdübel der unterschiedlichsten Größen damit verarbeitet.

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Genug Zeit also, um einen Erfahrungsbericht über diese Maschine aus der Mittelklasse zu schreiben. 

Die Flachdübelfräse war das erste Elektrowerkzeug das ich mir im Jahren 2011 speziell für den Möbelbau gekauft habe. Damals stand ich vor der Wahl, eine einfache Einhell-Fräse, die Casals JS104K oder  eine Maschine von DeWalt zu kaufen.

Ich habe mich seinerzeit aus drei Gründen für die Casals JS104K entschieden:

  • Stabile Anschläge aus Aludruckguß
  • Einstellungsmöglichkeiten sind mit denen einer Lamello-Classic Maschine identisch
  • Preis in der mittleren Preisregion

Bestellt wurde die Maschine bei Sautershop.de und auch innerhalb 2 Tagen geliefert. Dazu habe ich gleich einen 1000er Karton 20er Flachdübel gekauft, denn im Lieferumfang der Fräse war nur ein Tütchen mit je 5 Flachdübeln der Größen 20, 10 und 0 enthalten.

Lieferumfang

Die Lieferung der Casals JS104K erfolgt in einem voluminösen, schwarzen Plastikkoffer. Darin findet sich die Maschine, ein Staubfangsäckchen, ein Fläschchen Öl und ein Spezialschlüssel um den Flachdübelfräser austauschen zu können.

Casals im Koffer

Der Koffer ist leider nicht sonderlich hochwertig und aus billigem Weichplastik mit sehr großen Toleranzen gefertigt. Aber es passt alles hinein und er lässt sich verschließen, kurzum er erfüllt seinen Zweck.

Die Maschine

Die Maschine dieser Flachdübelfräse hat einen 710 Watt Motor und lässt sich dank der Gummierung am Motorgehäuse gut greifen.

Casals MotorDie Casals JS104K hat einen stabilen Griff am Vorderteil was ich als sehr angenehm finde, wenn die Maschine z.B. beim Fräsen von Schlitzen an Gehrungen eingesetzt wird. An die seitliche Buchse für die Staubabsaugung kann entweder das mitgeliefert Spanfangsäckchen aufgesteckt werden (das übrigens erstaunlich gut funktioniert) oder aber der Schlauch eines Werkstattsaugers. Die Gummimuffe meines Festool Midi Saugers passt hier perfekt.

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Das Netzkabel ist ein hochwertiges, robustes Gummikabel und mit knapp 3,5m auch lang genug, um nicht ständig mit einem Verlängerungskabel hantieren zu müssen. Der EIN/AUS Schalter kann per Daumendruck arretiert und auch wieder gelöst werden. Das ist hilfreich wenn man mehrere Flachdübelschlitze am Stück fräst.

Der Anschlag

Der Herzstück jeder Flachdübelfräse ist der Anschlag. Taugt dieser nichts, kann der Rest der Maschine noch so toll sein, es wird dann keinen Spaß machen mit der Maschine zu arbeiten. Und hier kann die Casals JS104K überzeugen.

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Der für die Einstellung der Frästiefe zuständige Revolveranschlag bietet die fünf Einstellungen die auch eine original Lamello Classic Maschine hat: 00, 10, 20, A, B, MAX. Mittels einer Einstellschraube kann eine Feinjustage der Frästiefe erfolgen. Das ist immer dann hilfreich, wenn sich durch Nachschleifen des Fräsers dessen Durchmesser verändert hat und die Schlitze ansonsten nicht mehr tief genug sind.

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Die Auflagefläche des vorderen Anschlages ist genauso wie auch der Boden geriffelt und hat zusätzlich noch zwei Gummipuffer als Anti-Rutsch-Stop. Für die Höheneinstellung des vorderen Zusatzanschlages sind eine metrische und eine zöllige Skala aufgeklebt. Beide Skalen sitzen in einer Vertiefung und sind so vor Beschädigung geschützt.

Casals16Die Unterseite der Auflagefläche hat zwei Bohrungen mit M6-Gewinde, um ggf. zusätzliche Anschlagplatten anbringen zu können. Drei Markierungsrillen zeigen die Mitte sowie die beiden seitlichen Maximalgrenzen des gefrästen Schlitzes.

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Der vordere Anschlag kann um 90 Grad gekippt werden, wobei dieser in 15-Grad-Schritten spürbar einrastet. Damit sind die gebräuchlichen Winkel von 30, 45, 60 Grad ohne langwieriges Messen einstellbar.

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Der Zusatzanschlag ist aus Aluminum gefertigt. Er hat zwei verbundene Zahnräder die über einen seitlichen Einstellknopf verstellt werden können. Damit ist sichergestellt dass sich der Zusatzanschlag beim verstellen immer gleichmäßig bewegt und nicht verkantet.

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Da der Zusatzanschlag eine V-Kerbe hat, dann man auch in Gehrungen problemlos einen Flächdübelschlitz fräsen. Die Casals lässt sich hier auch in der 45Grad Position sauber positionieren, kein Wackeln, kein Verrutschen.

Einsatzerfahrungen

Die Casals JS104K ist eine robuste Maschine. Sie verkraftet auch mal einen Sturz auf den Boden ohne dass der Anschlag oder andere Teile verbogen sind oder gar abbrechen.

Der Schiebemechnismus für die Fräse ist leichtgängig, wackelt nicht und verkantet nicht.

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Der Fräser liegt exakt parallel zur Unterseite des Anschlages. Die resultierenden Schlitze sind in den Werkstücken stets waagerecht. Voraussetzung ist natürlich dass die Maschine sauber und ohne zu wackeln an das Werkstück angesetzt wird.

Anfänglich lief die Maschine ein wenig rauh, aber nach ca. 1-2 Betriebsstunden gibt sich das. Hier musste wohl das Winkelgetriebe ein wenig einlaufen. Bis jetzt wackelt nichts, ich habe keinerlei Verschleißerscheinungen, der Fräser ist nach wie vor scharf.

Fazit

Die in Spanien gefertigte Casals JS104K ist eine präzise und robuste Flachdübelfräse, die ordentlich verarbeitet ist. Der sehr präzise gefertigte Anschlag macht das Benutzen der Maschine überaus angenehm. Der Antriebsmotor mit 710Watt Leistung hat auch in Hartholz oder Buchen-Multiplexplatte kein Problem einen präzisen, immer gleichförmigen Schlitz zu fräsen.
Wer eine Flachdübelfräse im mittleren Preissegment sucht, sollte sich diese Maschine von Casals näher ansehen. Sie bietet eine sehr gute Qualität und vollständige Ausstattung zu einem fairen Preis.

Die Maschine ist in baugleicher Ausführung auch als Trend T20K erhältlich, dann jedoch mit schwarzem Gehäuse und im Preis jedoch deutlich teurer.

35 Kommentare

  1. Hallo,

    vielen Dank für den Bericht. Gut geschrieben und deckt alles ab, was man wissen muss. Die beste Vorstellung der Maschine, die es im Netz im Moment gibt.
    War sehr hilfreich und meine Kaufentscheidung ist endlich fest.

    Danke und Grüße,
    Fabian

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    • Hallo Fabian, dan berichte doch bitte mal ob die Casals immer noch in dem hässlichen Plastikkoffer kommt oder ein anderer, schicker Koffer. Zumindest auf den Bildern bei sautershop.de ist seit einiger Zeit ein anderer Koffer abgebildet

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      • Hallo Wolfram,

        nein, der Koffer ist immer noch der gleiche. Habe meine Maschine im August 2015 endlich bestellt. Der Koffer sieht aus wie auf deinen Fotos.
        Meine ersten Eindrücke: tut solide, was sie soll. War zu dem Preis aber ein kleines Bisschen negativ von der Verarbeitungsqualität überrascht. Bin mal gespannt, wie lange die Mechanik des Anschlags hält.
        Aber bisher gibt es absolut keine Probleme und die Ergebnisse sind auch 1A. Also insofern gibt es an der Maschine bisher nichts zu meckern.

        LG Fabian

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  2. Werner Büchel

    25/04/2015 @ 09:03

    Hallo Wolfram ! Kann mich nur deinem Bericht anschließen , arbeite seit etwa 12 Jahren
    mit einem in etwa Baugleichen Modell von Freud ohne Probleme !

    Gruß Werner !

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  3. Wenn Ihr schon viele Jahre mit dieser/ähnlicher Maschine arbeitet, welche Erfahrung habt Ihr mit Fräsern ? Welche passen, welche nehmt Ihr ?

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  4. Danke für die schnelle Antwort, ich war/bin etwas verunsichert, weil Guido Henn in seinem Elektrowerkzeuge Buch zwischen „richtigen“ Fräsern und Fräser genannten Sägeblättern unterscheidet und bei einem Bild einer Fräse, ich glaube es ist eine DeWalt schreibt, da passe kein richtiger Fräser rein.

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    • Ich denke da versucht Guido Henn den Unterschied zwischen Schaftfräsern und Scheibenfräsern zu erklären. In der Flachdübelfräse ist standardmäßig ein Scheibenfräser für 4mm Schlitzbreite eingebaut. Das passt dann für alle üblichen Flachdübelgrößen.

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      • Hallo Ludwig und Wolfram,

        bin durch Zufall hier gelandet und muss Wolfram erst mal ein Kompliment für seine schöne Website machen!

        Nun kurz was zu den Fräsern von Flachdübelmaschinen: Als StandardFräser befindet sich in den Flachdübelmaschinen fast immer ein Flachzahnsägeblatt mit 4 mm Schnittbreite. Das ist nicht das gleiche wie ein echter Fräser mit Hauptschneiden und Vorschneider. Die sind deutlich teurer, robuster und hinterlassen extrem saubere Schnittkanten und solche Fräser passen ohne Modifikationen nicht auf die DeWalt drauf. Auch nicht die Flachdübelfräser mit Wendeschneiden, die sich bei entsprechendem häufigem Gebrauch der Maschine durchaus auf Dauer lohnen können.

        Schöne Grüße

        Guido (Henn)

        Antworten
        • Hallo Guido,
          Ich freue mich den Meister der Oberfräsen auf meinem Blog begrüßen zu dürfen.
          Freut mich dass Dir meine Seiten gefallen.
          Danke für die Erklärung zu den Fräsern ei der Flachdübelfräse.

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  5. Wolfgang Gerner

    21/01/2016 @ 16:14

    Grüß Dich, Wolfram,

    erst mal vielen Dank für die guten Artikel in Deinem Blog. Es ist eine Freude, Deine Berichte und Tipps zu lesen.

    Gestatte mir eine Frage zum Zusatzanschlag JS104K. Gibt es einen Trick, diesen Anschlag besser zu fixieren. Bei mir ist dieser leider schon öfter beim Werkstückwechsel verrutscht, das Ergebnis der Fräsungen war dann entsprechend …

    Besten Dank

    Wolfgang

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    • Hallo Wolfgang, prüfe mal ob der kleine Aluklotz der Klemmung an der Schräge verschmutzt oder ölig ist. Dann hält die Klemmung nicht mehr richtig. Hilft das nicht, dann lässt sich das Problem wie folgt beheben. Man muß einfach die Mutter des Hebels an der Zusatzklemmung abdrehen, dann eine Unterlegscheibe zwischen Hebel und Körper der Klemmung dazwischen legen und alles wieder verschrauben. Evtl. muß man eine etwas dünnere Unterlegscheibe aus Dosenblech selber machen, wenn das Gewinde der Schraube im Aluklotz zu kurz sein sollte.
      Zusatzklemmung - 1
      Hier ein Blick auf die Mutter, die sich mit einem Steckschlüssel vorsichtig abschrauben lässt.

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      • Wolfgang Gerner

        22/01/2016 @ 16:33

        Grüß Dich, Wolfram, vielen,vielen Dank für den Tipp. Ich hab eine dünne Teflonscheibe eingelegt, und nun hält der Anschlag mit der angezogenen Fixierung.

        Besten Gruß

        Wolfgang

        Antworten
  6. Hallo Wolfram,

    Ich bin angehender Hobbyhandwerker und gerade mit dem Aufbau meiner kleinen Werkstatt beschäftigt. Ein paar Elektrowerkzeuge habe ich schon aber es fehlt halt doch noch das ein oder andere wie z.B. eine Flachdübelfräse.

    Eigentlich dachte ich, dass es eine „Billigfräse“ für den Anfang tut, aber irgendwie kann ich mich nicht so recht dafür begeistern…“wer billig kauft, kauft zweimal!?“ Das möchte ich eigentlich nicht.

    Also suche ich eine alternative im mittleren Preissegment.
    Durch Zufall bin ich auf Deinen Bericht der CASALS JS 104 K Flachdübelfräse gestoßen. Ich kannte die Fräse bislang nicht aber Du scheinst damit sehr zufrieden zu sein!?

    Hast Du ggfs. auch Erfahrung mit der Makita PJ7000J? Preislich liegen die Maschinen dicht beieinander.

    Vielen Dank und viele Grüße
    Achim

    Antworten
    • Hallo Achim,
      die Makita Flachdübelfräse habe ich nur mal an zwei Tagen im Kurs „Möbelbau mit Massivholzplatten“ bei Heiko Rech benutzt. Funktioniert ohne Mangel. Ich komme mit beiden Maschinen gut zurecht, signifikante Unterschiede sind meiner Ansicht nach nicht vorhanden. Wie Du schon erkannt hast ist die Hauptsache dass man keine „Billigmaschine“ kauft – die Anschläge sind labberig, lassen sich nicht immer sauber ausrichten und verschieben sich leicht. Also keine von Einhell, Ferm, Workzone und wie die Billigheimer alle heißen.
      Ich habe mich damals für die Casals entschieden weil diese bei Sautershop zusammen mit 1000 Flachdübeln in einer Aktion waren und die Bewertungen der Maschine in US-Foren gut war. Meiner Ansicht nach kann man mit beiden nicht viel falsch machen. Kauf Dir auf jeden Fall gleich einen 1000er Karton gute Flachdübel dazu – das Zeug aus dem Baumarkt ist sauteuer und hat eine miserable Maßhaltigkeit. Die zu verarbeiten macht keinen Spaß.

      Antworten
      • Vielen Dank für die Info! Ich werde die Preise noch weiter beobachten und wie Du bei einem guten Angebot eine der beiden Fräsen in meinen Maschinenpark aufnehmen.

        Antworten
  7. Matthias Müller

    06/02/2016 @ 07:59

    Hallo Wolfram,

    vielen Dank für diesen interessanten Beitrag. Habe mir jetzt auch diese Flachdübelfräse bestellt. Interessant finde ich ebenfalls die vorbereiteten Bohrungen an der Unterseite zur Aufnahme eines weiteren Anschlags. Habe mir vorhin das Video von Guido Henn über Flachdübel angeschaut und bin froh, dass sich bei dieser Maschine ein solcher Anschlag befestigen lässt.
    Mach‘ weiter so!

    Antworten
  8. Oliver Klein

    22/03/2016 @ 14:24

    Hallo Wolfram,

    erst einmal mein Kompliment zu dem tollen Bolg, ich schaue regelmäßig mit großer Freude vorbei, wenn auch bisher nur als stiller Leser.
    Ich bin gerade auf der Holzhandwerk unterwegs gewesen, unter anderem auf der Suche nach der für mich richtigen Flachdübelfräse, DeWalt, Makita, Casals… Gerne würde ich auch die Clamex Verbinder von Lamello verarbeiten, für die ein 8mm Fräser erfordelich ist.
    Hast Du schon einmal probiert einen solchen 8mm Fräser (teilw. als Harzgallenfräser bezeichnet) in die Casals einzubauen oder weißt Du von jemandem, ob das geht? Die Öffnung des Fräskorbes ist 8,8mm (nachgemessen auf der Messe) aber, ob so ein 8mm Fräser dann wirkich passt…

    Vielen Dank und viele Grüße

    Oliver

    Antworten
    • Hallo Oliver,
      auf der Holzhandwerk in Nürnberg habe ich mir gerade ein paar Muster der Lamello-Clamex mitgenommen. Entsprechende Tests plane in in Kürze durchzuführen. Bis dato habe ich allerdings geplant mit dem 4mmFräser und doppelten Schnitten zu arbeiten.
      Harzgallenfräser sind ungeeignet weil diese einen ovalen Schlitz fräsen – zumindest die, welche ich kenne.
      Das muß dann schon ein 8mm Fräser mit geraden Schneiden sein.

      Antworten
  9. Peter Halboth

    20/07/2016 @ 07:46

    Hallo hat die calsas fräse irgendwie ein spiel in den führungen wie es bei der dewalt der fall sein soll?

    Antworten
  10. Peter Halboth

    20/07/2016 @ 10:58

    Ich mein allgemein eben…bei der dewalt sollen ja die führungen und der schuh ca 1mm spiel haben dass man beim vertikalen eintauchen versatz zb hat

    Antworten
  11. Habe die fräse nun da…aber bei den winkel stimmt was nicht…wenn ich 0 oder 90 grad einstelle dann passt die grad zahl zu der markierung … das erste raster was bei 15 grad einrasten sollte rastet sie bei 17.5 grad ein bei 60grad zeigt es bei mir 67.5… ist das bei ihnen auch so?

    Antworten
    • Hallo Peter, andere Winkel als 45Grad habe ich mit meiner Flachdübelfräse noch nicht benutzt. Meine Maschine liegt gerade bei einem Bekannten – sobald die wieder da ist werde ich mal schauen wie das bei mir ist

      Antworten
  12. Hallo,
    war bisher noch unentschlossen, welche Flachdübelfräse die richtige für mich ist. Bin von der Casals JS104K nun überzeugt. Danke für diese vielen detaillierten Informationen.
    Lg Simon

    Antworten
  13. Hallo,

    schöner Bericht zu der Maschine.
    Ich überlege momentan auch mir eine Flachdübelfräse zu zulegen. Bisher zog ich die DeWalt und die Makita in betracht. Die Casals scheint aber nachdem was ich hier so gelesen habe eine echte Alternative zu sein.
    Was mich noch interessieren würde, hat die Casals auch einen aufsteckbaren Plastikzusatz für dünne Werkstücke wie die Makita oder kommt sie ohne aus wie die DeWalt? Was ist denn die Mindestmaterialstärke die mit der Casals bearbeitet werden kann?
    Das steht glaube ich oben nicht dabei und eine Betriebanleitung hab ich für das Gerät im Netz auch nicht gefunden.

    Danke für die Auskunft und schöne Grüße

    Antworten
    • Hallo Florian, die Casals hat einen Frontanschlag der sich bis auf das Fräsblatt absenken lässt. Damit kann man auch recht dünnes Material bearbeiten. Allerdings machen in meinen Augen Flachdübel beim Materialstärken unter 12mm keinen Sinn.

      Antworten
  14. Hallo,
    super, dass es Leute gibt, die sich so viel Arbeit machen und derartige Homepages auf die Beine stellen! Danke Dafür!
    Ich wollte fragen, ob sich die durchaus raue Oberfläche der Auflagen negativ auswirkt? Besteht hier die Gefahr, dass man sein Werkstück allenfalls zerkratzt?

    Antworten
    • Hallo Martin, die Oberfläche ist zwar rauh, aber nicht scharfkantig. Daher besteht keine Gefahr dass man da etwas zerkratzt. Die rauhe Oberfläche finde ich gut, weil die Fräse dann nicht so leicht rutscht.

      Antworten
  15. Hallo Wolfram,
    ich hab mich auf Grund deines ausführlichen Berichts auch für diese Maschine entschieden. Nachdem ich ein kleines Projekt und ein paar Tests damit gemacht habe habe ich mal eine Frage zu den Gummis vorne. Diese sollen ja vermutlich dem Verrutschen vorbeugen, da der Anschlag aber schon recht rauh ist sehe ich diese Gefahr eigentlich nicht. Was mir aber dafür als negativ aufgefallen ist, ist das die Gummis wenn man nicht richtig andrückt bis zu 1mm Abstand erzeugen. Ich hab z.B. ein sehr kleines Projekt mit 12mm Multiplex gemacht, wo ich Flachdübel Gr. 0. 5mm vom seitlichen Rand in eine Gehrung eingesetzt habe, da ist mir das negativ aufgefallen weil es nicht nur für Abweichung in der Tiefe sondern durch den Gehrungsanschlag auch zu einer Verschiebung der Position in der Höhe führen kann.
    Ich habe überlegt die Gummis etwas abzuschneiden. Welche Erfahrung hast du diesbezüglich? Was denkst du darüber?

    Zusatzfrage: An meiner Maschine stimmte die Frästiefe ab Werk nicht. Beim Versuch die Kontermutter des Tiefenanschlags zu lösen bin ich echt ins Grübeln gekommen. Es liegt sogar ein passender Schlüssel bei, nur ist rings um die Mutter durch diverse Gehäuseteile überhaupt kein Platz für einen Schlüssel. Es ging nur mit einer spitzen Zange. Bin ich zu blöd, oder der Konstrukteur? Gibt’s da einen Trick?
    Danke. Grüße,
    Peter

    P.S.:
    Falls es jemanden interessiert, hier meine bisherige Einschätzung:
    Wie Wolfram geschrieben hat, sind die Anschläge robust ausgeführt und relativ spielfrei. Die Fräsungen sind sauber. Bei meiner Maschine ist auch das Laufgeräusch normal.
    Verglichen mit der original Lamello bekommt man für günstiges Geld eine gute Maschine mit der man vernünftig arbeiten kann, allerdings nur weil die Lamello im Vergleich so teuer ist.
    Wenn man den Preis der Lamello mal als Vergleich mal außer Acht lässt finde ich die Verarbeitungsqualität und Konstruktion für eine 250€ Maschine nicht sehr überzeugend.
    Man vergleiche mal z.B. wieviel Maschine fürs Geld die RT0700 einem bietet.
    Letztendlich handelt es sich bei den ganzen Flachdübelfräsen um Winkelschleifer mit Aufsatz. Die Entwicklungskosten des Winkelschleifers sollten sowieso schon drin sein. Was ist dann daran so schwer vernünftigen spielfrei arbeitenden Anschlag zu konstruieren? Das ist mir bei der Recherche nach einer vernünftigen Maschine immer wieder als Frage durch den Kopf gegangen.
    Konkret finde ich z.B. an dieser Maschine die folgenden 3 Dinge nicht 250€ wert.
    1.) Die Position der o.g. Kontermutter ist echt ein Witz (aber das braucht man nicht oft)
    2.) Die Zahnräder aus Plaste verhakeln bei mir sehr stark und ich glaube nicht das die eine lange Lebenszeit haben werden.
    3.) Der Absaugstutzen ist an der Seite nur durch einen schmalen Plastesteg mit einer einzigen Schraube angeflanscht. Dem gebe ich auch nicht lange. Einmal doof am Schlauch hängen geblieben wird der ab sein.

    Die Löcher in der Bodenplatte haben übrigens bei meiner Version auch keine Gewinde mehr. Das ist vermutlich eingespart worden.

    Antworten
    • Hallo Peter, die Gummis an meiner Casals sind sehr weich und lassen sich problemlos zusammendrücken. Ein Bekannter von mir hat diese aber auch ein wenig gekürzt, weil seine sehr hart waren.
      Danke auch für Dein ausführliches Feedback. Meine Maschine habe ich ja schon vor einigen Jahren gekauft. Ich hoffe dass man da nicht inzwischen zu viele Optimierungsmaßnahmen in der Fertigung eingeführt hat

      Antworten

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