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Holzverbindungen mit Beitel, Säge & Co – ein Werkstattkurs auf DVD

Für die Freunde des Selbststudiums der Arbeitsmethoden beim Holzwerken stelle ich hier den neuen Video-Werkstattkurs von Holzwerken vor. Es handelt sich dabei um das mittlerweile fünfte Heft dieser Serie.

Und natürlich kläre ich die Frage für wen dieser Video-Kurs empfehlenswert ist.

Über den Autor

Manne Krause ist traditioneller Tischlermeister mit eigener Werkstatt aus Berne in er Nähe von Bremen. Dort gibt er sein Wissen in Kursen weiter, die er allerdings nicht nach einem festen Plan veranstaltet sondern entsprechend der Nachfrage. Entsprechende Hinweise findet man auf seiner Webseite https://www.mannestischlerei.de/.

Das Heft

Wie bei den Werkstattkursen von Holzwerken üblich besteht das Werk aus einem hochwertig gedruckten Heft und einer DVD-Beilage, auf der die Videos zu finden sind.

Der Einsatz von DVD als Medium für ein Video mag dem einen oder anderen ein wenig altmodisch vorkommen, aber eine DVD auch durchaus Ihre Vorteile. Denn auch wenn man keine oder nur eine schlechte Internetverbindung wird so eine einwandfreie Bildqualität geboten.

Der Nachteil von DVDs ist natürlich der Umstand dass hier ein physisches Medium versendet werden muss und man das passende Abspielgerät benötigt. In Zeiten von Tablet und Smartphone sollte man sich dessen bewusst sein.

Im Heft selbst werden in drei Kapiteln zum einen die verschiedenen Holzverbindungen kurz vorgestellt, die im Werkstattkurs benutzten Werkzeuge erläutert und speziell zum Thema „Zinken“ nochmals viele hilfreiche Tipps gegeben, die es wohl aus Kostengründen nicht mehr auf eine vierte DVD geschafft haben.

Den Schluß bildet ein kleiner Blick hinter die Kulissen wie das Video zu diesem Werkstattkurs produziert wurde.

Der Video Inhalt

Manne Krause zeigt alle Arbeiten in diesem Video-Kurs ausschließlich mit Handwerkzeugen. Und was mir dabei besonders gefällt, er benutzt hier überwiegend klassisches Handwerkzeug. Dabei kommen auch Werkzeuge in einer Form zum Einsatz wie diese im deutschsprachigen Raum gebräuchlich sind. Also zum Beispiel Holzhobel und Gestellsäge.

Leider hat Holzwerken keinen Trailer zu diesem Werkstattkurs auf YouTube veröffentlicht, daher muss dieser Screenshot genügen.

Thematisch werden auf den 3 DVDs mit einer Gesamtwiedergabedauer von nahezu vier Stunden die wichtigsten traditionellen Holzverbindungen behandelt:

  • Ecküberblattung
  • Kreuzüberblattung
  • Schlitz und und Zapfen:
  • Bügelzapfen,
  • durchgestemmter Zapfen,
  • Zapfen mit Falz und Nut
  • Zinken als Schwalbenschwänze
  • Zinken als halbverdeckte Schwalbenschwänze
  • Gratnut

Dabei sind die Videos schön gegliedert – nicht zu kleinteilig und immer so, dass ein Thema umfassend behandelt ist.

Alle Arbeitsschritte mit den Handwerkzeugen werden umfassend erklärt – warum und weshalb es sinnvoll ist, so wie gezeigt zu arbeiten. Dabei wird ohne Video-Blenden, Zeitraffer und ähnliche Spielereien gearbeitet.

Was mir besonders gefallen hat

Die Entscheidung von Holzwerken bei der Produktion der Videos auf einen Film-Profi zurückzugreifen ist sehr zu begrüßen, den in allen Aspekten von Darstellung und Ton ist dies in meinen Augen der bisher technisch beste Werkstattkurs von Holzwerken!

Mein Fazit

Wer die teilweise doch sehr oberflächlichen Holzwerker-Videos aus dem Internet satt hat der darf  bei „Holzverbindungen mit Beitel Säge & Co“  bedenkenlos zugreifen. Die für diesen Werkstattkurs auf Video geforderten 29,90 EUR sind in Anbetracht des hier gebotenen Inhalts als „Spotpreis“ zu bezeichnen.

Für jeden Holzwerker der sich ein Gefühl im Umgang mit Handwerkzeugen aneignen will, der findet hier einen schönen Einstieg der im Selbststudium begangen werden kann.

An alle Holzwerker ohne Englischkenntnisse:
Hier findet Ihr ein deutschsprachiges Gegenstück zu Paul Sellers und Co.

Es bleibt jetzt nur noch zu hoffen, dass schon bald weitere Werkstattkurse von Manne Krause folgen werden.

Manne Krause
46 Seiten inkl DVD mit ca. 240 Minuten Laufzeit
Format: 29.7cm * 21cm
ISBN: 9783748602439
29,90 EUR

1 Kommentar

  1. Ja die guten alten Holzverbindungen, entstanden durch „probieren geht über studieren“, und den Überlieferungen. So wirklich hat es die Holzbau Universitäten zu besagter Zeit noch nicht gegeben. Und trotzdem haben die Überplattungen, Zapfen, Zinken und Polygonzüge ( Schwalbenschwanz) Jahrhunderte lang überlebt und werde auch noch weitere Jahre für Tragfähigkeit und Robustheit im Holzbau sorgen.

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