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Kleiner Beistelltisch mit Schublade – Teil 1

MIt dem kleinen Beistelltisch mit Schublade kann ich endlich wieder ein Möbelprojekt beginnen.

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Und los geht es mit der Planung und dem Zuschnitt der Holzteile für den Unterbau.

Nachdem ich mit dem Bau des kleinen Hockers erste praktische Erfahrungen mit der Festool-Dominofräse gemacht habe, wird auch dieser Beistelltisch wieder in dieser Bauweise entstehen.

Der Grund ist die rationelle Bauweise die mit Dominos möglich ist. Damit kann dieser kleine Tisch hoffentlich in wenigen Wochenenden fertiggestellt werden.

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Für die Planung habe ich einige Skizzen gemacht, mit denen die verschiedenen Konstruktionsoptionen durchdacht wurden. Die Maße der einzelnen Bauteile wurden alle von den Grundmaßen abgeleitet, die mit 70 x 40 cm und einer Höhe von 50cm festgelegt sind.

Als Material kommen einige 19mm Leimholzplatten keilgezinkter Buche und ein 40x40mm Buchenkantholz zur Verwendung.

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Um die sich verjüngenden Beine zuzusägen, habe ich eine kleine Vorrichtung gebaut, mit der die Beine schräg eingespannt an am Anschlag der Kreissäge entlangeführt werden können.

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Die fertigen Beine wurden dann mit dem ECE Primus Putzhobel bearbeitet. MIt einer Einstellung für hauchdünne Spanabnahme genügten einige wenige Hobelzüge und die Beine haben ein superglatte Oberfläche. Schleifen ist hier nicht mehr nötig.

BTisch - 4Anschließend wurden mit der Tischkreissäge die Teile für die Seitenwangen zugesägt. Hier kommen die 19mm Buchenleimholzplatten aus dem Baumarkt zum Einsatz.

Leider haben diese Platten sehr unterschiedliche Qualität – teilweise mit sehr gleichmäßiger Farbe, teilweise aber auch mit erheblichen Schwankungen. Ich habe dann die besten Stücke für die sichtbaren Teile herausgesucht, die weniger schönen Teile für die innenliegenden, weniger sichtbaren Bauteile.

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Etwas komplexer ist das Zusägen der Frontseite. Da hier die Schublade später bündig in der Front abschließen soll, muß beim Zusägen die Schnittbreite des Sägeblattes mit berücksichtigt werden.

Die Schublade wird eine Führung mit „Push-to-Open“ (kennt jemand da eine gute deutsche Übersetzung?) bekommen. Damit kann auf optisch störende Griffe verzichtet werden. Um die Schublade zu öffnen genügt ein Druck auf die Frontblende.

Damit diese Funktion genutzt werden kann, muß die Blende 5mm Weg nach hinten haben. Daher wird der Frontrahmen am oberen Rand um 5mm plus 19mm Materialstärke der Blende – insgesamt also 24mm nach hinten versetzt. Daher besteht die Frontseite insgesamt aus 6 Teilen.

6 Kommentare

  1. Hallo,
    „push to open“ ist leider die gängige Bezeichnung bei den meisten Zulieferern. Teilweise auch „grifflose Öffnung“
    Gruß Steffen

    Antworten
    • Ich habe jetzt noch den Begriff „Tippmatik“ gefunden – klingt aber alles irgendwie nicht rund. Da werde ich wohl auch erst mal bei Push-to-Open bleiben.

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  2. Pingback: Blogrundschau Holz Technik 25/2015 - Heimwerker-Blog

  3. Hallo Wolfram,

    um einen Griff zu vemeiden könntest Du auch die Zarge an der Stelle etwas zurück nehmen und dann eine durchgängige Blende nehmen. Schiebt man sich mit push to open nicht immer den Tisch durch die Gegend?

    Liebe Grüße
    Pedder

    Antworten
    • Hallo Pedder,
      die Idee mit der zurückspringenden Zarge hatte ich auch überlegt, aber bei den 40mm Beinen ist da zu wenig Platz wenn ich mit 19mm Leimholz arbeite. Die Zargen sollen ja aus optischen Gründen ein wenig zurückliegen. Ich habe das Holz für die Frontzarge aus einem Stück gesägt, d.h. die Maserung wird von der Zarge auf die Schubladenfront durchgehend sein.

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