Ein Terrassendach am Haus Schritt für Schritt aufbauen
Für ein Terrassendach sind sichere Befestigungen an der Hauswand und im Boden erforderlich. Anschlusshöhe, die Fundamente und der Regenwasserablauf müssen auch dann zum Standort passen, wenn ein Bausatz den Aufbau vereinfacht. Dieser Artikel zeigt, was vor der Bestellung und beim Aufbau berücksichtigt werden muss.
Schritt 1: Maße und Bauvorgaben klären
Zuerst werden Breite, Tiefe und mögliche Anschlusshöhe an der Hauswand aufgenommen. Bei einer Terrassenüberdachung aus Aluminium gibt die Konstruktion vor, welche Dachneigung und Pfostenabstände möglich sind.
Die Pfostenpositionen können mit Klebeband markiert werden, so dass geprüft werden kann, ob die Laufwege frei bleiben und Platz zum Zurückziehen der Stühle vorhanden ist. Auch Rollladenkästen, Außenleuchten und Türflügel dürfen dem Dach nicht im Weg sein.
Im Vorfeld muss geklärt werden, ob eine Baugenehmigung erforderlich ist. Auch wenn dies nicht der Fall sein sollte, müssen die geltenden Bauvorschriften eingehalten werden.
Schritt 2: Bausatz und Befestigung vorbereiten
Dacheindeckung und Tragwerk müssen zusammenpassen. Ein Bausatz von ForaVida ist praktisch und beliebt. Auch er sollte aber erst bestellt werden, wenn die Maße, der Wandaufbau und die Befestigungsmöglichkeiten geklärt sind. Soll später eine schwerere Verglasung erfolgen, setzt das eine ausreichende Tragfähigkeit voraus. Das Terrassendach muss außerdem für die Standorttypischen Schnee- und Windlasten ausgelegt sein. Die Kosten benötigen geeignete Fundamente. Die Abmessungen richten sich dabei nach der Statik, dem Boden und den Frostverhältnissen. Erfolgt die Befestigung an einer gedämmten Fassade, muss sie bis in den tragfähigen Untergrund reichen und die Dämmung fachgerecht überbrücken.
Schritt 3: Tragwerk ausrichten und Dach eindecken
Die Anleitung des gewählten Systems bestimmt die konkrete Montagereihenfolge. Fundamente dürfen erst nach ausreichender Aushärtung belastet werden. Für das Aufrichten sind Helfer und standsichere Arbeitsplattformen einzuplanen. Beim Aufbau gehören diese Kontrollen zusammen:
- Wandprofil in der vorgesehenen Höhe befestigen und den Anschluss abdichten.
- Pfosten lotrecht ausrichten, gegen Umkippen sichern und den vorderen Träger montieren.
- Dachträger einsetzen, Abstände und Diagonalen prüfen, anschließend die Verbindungen nach Vorgabe festziehen.
Erst am ausgerichteten Tragwerk werden die Dachplatten eingesetzt. Dichtungen müssen sauber in ihren Aufnahmen liegen. Bei Kunststoffplatten sind die vorgeschriebene Einbaurichtung und das Spiel für die Wärmeausdehnung einzuhalten. Dachplatten dürfen nicht als Arbeitsfläche betreten werden.
Schritt 4: Wasserablauf und Anschlüsse prüfen
Nach dem Einbau von Rinne und Fallrohr folgt eine Ablaufprobe mit Wasser. Dabei zeigt sich, ob Verbindungsstellen dicht sind und das Wasser den vorgesehenen Ablauf erreicht. Es darf sich nicht am Hausanschluss oder an den Pfostenfundamenten sammeln. Der Auslauf braucht deshalb bereits in der Planung einen geeigneten Entwässerungsweg. Nach dem ersten kräftigen Regen lohnt eine erneute Sichtkontrolle am Wandanschluss. Später werden Rinne und Laubfang regelmäßig gereinigt sowie Dichtungen und Befestigungen nach Wartungsanleitung kontrolliert. Reiniger und Dichtstoffe müssen mit den verwendeten Profilen und Dachplatten verträglich sein.
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