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REOLINK Argus 2 – eine Webcam nicht nur für die Werkstatt

Der technische Fortschritt hat in den letzten Jahren die Preise für Web-Kameras drastisch sinken lassen. Hier stelle ich die WLAN-Kamera ARGUS 2 von REOLINK vor, die ich mittlerweile seit 10 Wochen im Einsatz habe.

Hier berichte ich über meine Erfahrungen mit dieser Kamera.

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Diese Kamera wurde mir zu Testzwecken von der Firma REOLINK zur Verfügung gestellt.

Funktionsbeschreibung

Die ARGUS 2 von REOLINK ist eine Web-Kamera mit Akku und WLAN-Verbindung. Sie besitzt zudem einen PIR-Sensor als Bewegungsmelder und Infrarot-Licht für den Nachteinsatz. Die Kamera kann so konfiguriert werden, dass diese über Email eine Alarmnachricht versendet wenn eine Bewegung erkannt wurde.

Der Zugriff auf die Kamera kann über eine Smartphone-App von überall her über das Internet erfolgen. Die erforderliche Stromversorgung um den Akku zu laden kann wahlweise über ein Netzteil oder aber ein Solarpanel erfolgen.

Lieferumfang

Im Karton befindet sich neben der eigentlichen Kamera auch einiges an Zubehör wie Montagematerial, eine Gummischutzhülle, Wandhalterung und Ladekabel.

Wer die ARGUS 2 von REOLINK unabhägig von einer Stromquelle betreiben möchte, der sollte gleich das passende Solarpanel mitbestellen. Damit wird der Akku der Kamera schnell und unkompliziert geladen, einfach nur das Kabel an die Kamera anstecken und fertig! Auch hier ist eine entsprechende Wandhalterung mit Befestigungsmaterial im Lieferumfang enthalten.

Es geht natürlich auch ohne Solarzelle. Der Akku muss dann aber über ein (vielfach vom Smartphone vorhandenes) Netzteil mittels des begelegten Micro-USB-Kabel geladen werden.

Inbetriebnahme

Der Knackpunkt vieler solcher Kameras ist die teilweise sehr komplizierte Bedienung. Die Inbetriebnahme der ARGUS 2 von REOLINK gestaltet sich jedoch sehr einfach, wenn man ein Smartphone besitzt. Als ersten Schritt muss man die passende REOLINK-App auf dem Smartphone installieren. Dann wird die App gestartet und dort die Seriennummer der Kamera eingegeben. Daraufhin zeigt die App einen QR-Code auf dem Smartphone an.

Nun einfach die REOLINK ARGUS 2 mit eingelegtem Akku vor das Smartphone halten und die Kamera liest alle Einstellungen aus dem QR-Code aus. Damit ist die Einrichtung im wesentlichen auch schon abgeschlossen.

Wer will, kann jetzt in der App noch diverse Einstellungen vornehmen wie z.B. der Kamera einen Namen geben, die Auflösung der Fotos einstellen (Full HD oder weniger), die Dauer der einzelnen Videoaufzeichungen beim Auslösen des Bewegungsmelders und vieles mehr.

Es liegt sowohl der Kamera als auch der Solarzelle ein Handbuch bei, in dem alle Schritte zur Inbetriebnahme und zum Anschluß ausführlich in deutscher Sprache beschrieben werden.

Die ReoLink-App kann übrigens auch auf mehreren Smrtphones installiert werden, sodass alle Familienmitglieder im Bedarfsfall auf die Kamera zugreifen können.

Einsatzerfahrungen

Ich habe die ARGUS 2 zunächst im Haus in verschiedenen Anwendungen erprobt. Ein häufiger Anwendungsfall war das Überwachen meines 3D-Druckers beim Drucken von großen, kritischen Projekten. So kann man jederzeit nachschauen ob alles klappt, ohne immer wieder in den Keller laufen zu müssen. Es können dabei wahlweise Videosequenzen aufgenommen werden oder auch nur Bilder geknipst werden.

Ein anderer Indoor-Anwendungsfall war die Frage, was unser Hund so treibt, wenn wir gerade nicht zuhause sind.

Die Feuerprobe war dann aber der Einsatz der Kamera während unseres Sommerurlaubs. Dazu wurde die Kamera unter dem Dachbalken auf der Vorderseite des Hauses montiert.

Zur Stromversorgung wurde auf dem Balkon das Solarpanel montiert und nach Süden ausgerichtet.

Danach wurde die Kamera so ausgerichtet, dass unser Hof im Sichtbereich liegt.

Die Reolink Argus2 liefert dabei Bilder in Full-HD-Auflösung. Der Videostream kann wahlweise auf HD-Auflösung oder Full-HD eingestellt werden. Allerdings braucht man bei Full-HD schon eine gute Internetverbindung damit ein flüssiges Video übrtragen wird.

Während unserer Abwesenheit wurde das kommen und gehen von Postboten, Paketdiensten und streunenden Katzen recht sicher erkannt und auch per Email-Alarm gemeldet.

Meine aktuelle Bewertung

Positiv:

  • Auch bei schwachem WLAN-Signal funktioniert die Kamera zuverlässig.
  • Der Betrieb mit der Solarzelle funktioniert hervorragend. Auch bei bedecktem Himmel ist der Akku immer ausreichend geladen.
  • Die Kamera speichert Ihre Daten auf einer Speicherkarte unmittelbar im Gerät. Das ist zum einen sehr positiv, weil keine Video-Daten auf einem externen Server irgendwo in der Welt herumliegen. Der Nachteil ist natürlich, dass wenn der Einbrecher die Kamera einfach mitnimmt, auch die aufgezeichneten Video-Daten verschwunden sind. Man sollte also die Kamera entsprechend schwer erreichbar platzieren.
  • Der Zugriff auf die Kamera von Unterwegs aus – auch aus dem Ausland über Mobilfunk – funktioniert schnell und zuverlässig.
  • Die Nachtsicht ist erstaulich gut – die Reichweite der IR-Diodenbeleuchtung geht über ca. 5-6m.

Negativ:

  • Der Zugriff auf die Kamera erfordert eine spezielle App. Diese gibt es für Apple iOS Geräte, Android und Windows PCs. Ohne ein halbwegs aktuelles Smartphone (nicht älter als 3 Jahre) ist mit der Kamera nicht viel anzufangen. (Aber wer hat schon heutzutage kein Smartphone?). Aber das ist eben der Preis für die einfache Inbetriebnahme.

Fazit

Wer eine WLAN-Kamera sucht, die unabhängig von einer Stromversorgung betrieben werden kann und die auch ein Laie unkompliziert in Betrieb nehmen kann, der wird mit dieser Kamera sicherlich glücklich werden.

Der Zugriff auf die Kamera sowie Ihre aufgezeichneten Daten und die Einstellungen funktioniert problemlos von überall her – auch aus dem Ausland.

Dank Akkubetrieb und einem Magnet-Tischfuß kann die ARGUS 2 von REOLINK auch im Haus jederzeit kurzfristig platziert werden, wenn z.B. ein 3D-Drucker im Betrieb überwacht werden soll oder aber die Handwerker im Garten zugange sind, man selbst aber außer Haus ist.

Wer sich für diese Kamera interessiert und meinen Blog unterstützen möchte, kann dies über den nachfolgenden Amazon-Link tun. Du bezahlst nicht mehr, aber ich erhalte eine kleine Provision für den Betrieb dieses Blogs.

Hinweis: Diese Kamera wurde mir von der Fa. REOLINK für Testzwecke zur Verfügung gestellt.

2 Kommentare

  1. Hallo Wolfram,

    Danke für den Bericht über die WebCam, finde ich sehr interessant!

    Nachdem Du die Kamera schon einige Wochen in Betrieb hast, kannst Du sicherlich auch zu den folgenden Punkten Stellung nehmen, die oftmals in den Rezensionen (meist negativ) auftauchen:
    – Schlechte WLAN Verbindung? …kannst Du das bestätigen und wie weit ist bspw. dein Router von der Cam entfernt, denn wie Du beschrieben hast, nutzt Du die Webcam wohl auch immer wieder an verschiedenen Orten.
    – Verzögerung bei der Aufnahme (hier wird oft erzhählt, dass die Kamera erst dann aufzeichnet, wenn im überwachten Bereich bspw. die Person (Postbote etc.) schon wieder weg ist
    – Weißt Du, ob diese Kamera (https://www.amazon.de/dp/B07QQNRWK2/?coliid=I2NZJE5YX8MVHZ&colid=1FPMT5WKUNTCI&psc=1&ref_=lv_ov_lig_dp_it) identisch ist mit Deiner oder nur die neuere Version ist?

    Vielen Dank und viele Grüße
    Achim

    Antworten
    • Hallo Achim, die von Dir verlinkte Kamera ist die ReoLink Argus ECO – das ist definitiv eine andere Kamera als das von mir eingesetzte Modell. Ich denke aber nicht, dass die ECO der Nachfolger der ARGUS 2 ist. Soweit ich das verstehe, ist die ECO die „Billigversion“. Folge einfach dem von mir gesetzten Amazon-Link, dann kommst Du dazur richtigen Version.
      Die Kamera ist bei mir beim Außeneinsatz ca. 12m und 4 Wände vom NETGEAR WLAN-Router weg. Das WLAN-Signal ist da recht schwach, aber die Kamera verbindet sich ohne Probleme. Es empfiehlt sich jedoch die automatische Kanalwahl an der Kamera und am Router zu aktivieren, damit da nicht ein Frequenzbereich benutzt wird, auf dem schon zig andere WLAN Netze arbeiten. Probleme bei der Auslösung der Aufzeichnung habe ich nicht, das was ich sehen will ist aufgezeichnet. Allerdings darf nicht gerade die untergehende Sonne frontal auf den PIR-Sensor / Linse scheinen, dann löst es tatsächlich manchmal nicht aus.

      Antworten

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