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Schraubzwingen – ein Überblick der Typen

Die Schraubzwinge ist ein unverzichtbares Hilfsmittel zum fixieren verschiedener Werkstücke aus den unterschiedlichsten Materialien.

Vor allem beim Holzwerken darf sie nicht fehlen. Mehr über die verschiedenen Modelle von Schraubzwingen erfahren Sie in diesem Artikel.

Eine Schraubzwinge hält Holz beim Leimen und Schrauben in Position und stellt dabei sicher, dass die Maße auch im Anschluss noch stimmen. Eine Schraubzwinge kommt also immer dann zum Einsatz, wenn zwei Gegenstände miteinander fixiert werden sollen. Sie kann mit dem Gegenstand am Werktisch befestigt werden, so dass bei einer anschließenden Bearbeitung beide Hände zur Verfügung stehen. Die Schraubzwinge kann durch Schieben und Schrauben angebracht werden, egal ob Holz, Kunststoff oder anderes Material. Kleine Schraubzwingen eigenen sich beispielsweise für den Modellbau. Es gibt jedoch auch Ausführungen von bis zu 3.000 mm gibt, wobei diese auch häufig ein sehr hohes Eigengewicht haben.
Das Werkzeug kann sowohl im Innen- als auch im Außenbereich schnell eingesetzt werden, von der Verleimung eines Türrahmens bis hin zu Arbeiten am Auto.

Arten der Schraubzwingen

Man unterscheidet bei Schraubzwingen die Varianten Temperguss-, Ganzstahl-, Korpus-, Einhand- und Schraubzwingen für Führungsschienen, die je nach Anwendungsbereich ausgewählt werden.

Bei einer sogenannten Temperguss-Schraubzwinge ist der Spannarm aus Guss hergestellt und dabei fest an einer stählernen Gleitschiene arretiert. Sie ist bei der Arbeit mit Holz Werkstücken das klassisch gebräuchlichste Modell.

Bei einer Ganzstahlzwinge sind beide Elemente aus Stahl gefertigt, wodurch eine leicht federnde, elastische Konstruktion geschaffen wird, die ideal zur Bearbeitung von Metallwerkstücken geeignet ist.

Eine Korpus-Schraubzwinge ist im Gegensatz zu den oben angeführten herkömmlichen Zwingen mit zwei zueinander parallel verlaufenden großen Spannflächen ausgestattet. Dies ist insbesondere beim Verleimen von Werkstücken nützlich.

Schraubzwingen für Führungsschienen sind so gearbeitet, dass der obere Spannarm in die Nute der Schienen eingeschoben werden kann.

Eine Einhand-Schraubzwinge ist bei allen Spannarbeiten von Vorteil, die mit besonderer Sorgfalt ausgeführt werden müssen, da nur eine Hand für die Bedienung erforderlich ist.

Bei der Kaufentscheidung spielen also verschiedene Faktoren eine Rolle. Welche Materialien haben meine Werkstücke, welche Größe soll meine Schraubzwinge haben. Es gibt sie wie gesagt in der Mini-Variante aber auch Größen von 60 mm, 300×120 mm oder auch 800 x 120 mm sind durchaus gängig.
Hier sind insbesondere die Größen der Spannweiten interessant. Diese geben an, wie weit sich die  Zwingenteile öffnen lassen, auch maximale Ausladung genannt. Man sollte eventuell darauf achten, ob die Schraubzwinge auch als Spreizer genutzt werden kann. In diesem Fall können Werkstücke nicht nur aufeinander gedrückt und fixiert werden, sondern auch gespreizt und voneinander getrennt werden.

Einsatz

Der Einsatz einer Schraubzwinge ist für manchen Anfänger nicht zu unterschätzen. Bei der klassischen Schraubzwinge mit Gewinde benötigt man beide Hände, um sie zu befestigen. Das Justieren der Werkstücke kann immer erst stückweise, nach Anbringung, geschehen.

Bei der Einhandzwinge können die Werkstücke immer mit einer Hand festgehalten und auch nochmals vor der Fixierung in die richtige Position verschoben werden. Dies ist insbesondere hilfreich wenn alleine gearbeitet wird und somit keine weitere Person helfen kann.

Fazit

Es gibt die verschiedensten Modelle von Schraubzwingen und dabei auch unterschiedlichste Hersteller, die qualitativ hochwertige Produkte anbieten. Vor der Kaufentscheidung muss man möglichst die zu bearbeitenden Werkstoffe kennen und sich dann für das richtige Modell mit der entsprechenden Spannweite entscheiden.

Wie heißt noch bekannte Spruch der Holzwerker? “Zwingen kann man nie genug haben”

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