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Exaktes Sägen ohne Messen!

Bei der Verwertung von Holzresten steht man immer wieder vor der Herausforderung, einen Zuschnitt passgenau zu einen bestehenden Werkstück zu machen.

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Wer hier versucht, mit dem Maßband zu arbeiten hat meist verloren – das Ergebnis ist nicht so genau wie gewünscht. Es geht aber auch anders.

Hier zeige ich in drei einfachen Schritten das Zusägen von Seitenteilen auf meiner Festool CS70 Tischkreissäge. Die Aufgabe besteht darin, aus einigen vorhandenen Multiplexresten eine kleine Kiste zu bauen.
Das verwendete Ausgangsmaterial sind ein paar Reststücke aus 15mm starken Multiplex – eine kleine rechteckige Platte als Bodenteil und einige schmale Streifen für die Seiten.

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 1. Schritt

Es wird die Multiplexplatte bündig an das Sägeblatt angelegt. Anschließend wird auf dem Queranschlag der Stopblock so positioniert, dass dieser ebenfalls bündig an der Platte anliegt.

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2. Schritt

Nun die Leiste am Queranschlag anlegen und mit der Zugfunktion der Säge kürzen.

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Dieser Vorgang wird dann nochmal wiederholt. Das Ergebnis sind zwei Leisten, welche in Ihrer Länge genau die Breite des Multiplexbrettchens haben.

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Nun muss nur noch das fehlende Seitenteil so zugesägt werden, dass es dazwischen passt.

3. Schritt

Nun wird die Multiplexplatte um 90Grad gedreht und wieder an das Sägeblatt angelegt und der Stopblock entsprechend ausgerichtet.

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Die Platte wird entfernt und nun werden die beiden zuvor zugesägten Seitenteile hochkant an den Stopblock gelegt. So berücksichtigt man die Materialstärke der Seitenteile.

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Jetzt wird wieder mit der Zugfunktion die verbleibende Leiste auf Länge gesägt.

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Fertig!

Und damit sind die Seitenteile ringsherum passgenau abgelängt. Sie können nun mit der Multiplexplatte zu einem Kasten verklebt werden.

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Und schon haben wir unsere Holzreste in eine nützliche kleine Box verwandelt.

 

6 Kommentare

  1. Hallo Wolfram,

    ansich ist das ein netter Tipp. Ich bin auch der Meinung, dass das Messen überbewertet wird. Allerdings finde ich zwei Dinge bei deiner Vorgehensweise sehr bedenklich:

    1. Die Schutzhaube fehlt bei allen Schnitten.

    2. Beim dritten Schritt stehen die zwei schmalen Streifen Hockant auf der Säge. Eine Hand muss das Werkstück halten, die andere Hand bewegt die Säge. Die Gefahr, dass die Streifen dabei umfallen ist sehr groß. Wenn sie dann noch in das laufende Sägeblatt ohne Schutzhaube fallen wird es richtig gefährlich.

    Besser wäre meiner Meinung anch folgende Vorgehensweise:

    – Schutzhaube montieren.

    – Streifen hochkant hinstellen Wie auf dem Bild zu sehen, WErkstück, das geschnitten werden soll wie zu sehen hinlegen.

    – Werkstück das geschnitten werden soll kurz mit einer Federklemme oder Einhandziwnge am Anschlag fixieren.

    – Hochkant stehende Streifen wegnehmen.

    – Anschlagreiter ans zu schneidende Werkstück schieben.

    -Sägen – Fertig

    Gruß

    Heiko

    Antworten
    • Hallo Heiko,
      mit der Schutzhaube hast Du natürlich was die Sicherheit betrifft völlig recht. Das ist sinnvoll und bringt ein deutliches Plus an Sicherheit.
      Bei dem Zusägen der Streifen in Schritt 3 würde ich auch Deine Methode mit der Klammer anwenden, wenn ich mit einem Schiebeschlitten arbeite. Da ich hier aber die Werkstücke fest am Anschlag positioniere und sich diese nicht bewegen sondern das Sägeblatt, empfinde ich dieses Vorgehen als sehr sicher. Die streifen sind gut zu und sicher zu halten. Mag sein dass das von einem „Meisterschreiner“ anderes gesehen wird.
      Ich begrüße Deinen Kommentar in jedem Fall, denn er zeigt Alternativen, wenn man sich mit meiner Methode nicht anfreunden kann.

      Antworten
  2. Hallo Wolfram!

    Du hättest noch schreiben sollen,daß Du all diese kleinen Helferlein,die Heiko aufzählte,nur wegen des besseren Fotos wieder entfernt hast.( so schnell, sind wir hier im Ländle ).

    Gruß Manfred.

    Antworten
    • Hallo Manfred, den Satz hatte ich schon im Kopf, aber dann doch nicht hingeschrieben. Ich denke immer noch, dass hier klar denkende Menschen zu Gange sind, denen die Gefahren von elektrischen Werkzeugen klar sind. (Aber vielleicht ist das nur eine Hoffnung von mir?)

      Antworten

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