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Ausgepackt: Scheppach OSM100 Spindelschleifer

Stationäre Spindelschleifer wie der Scheppach OSM 100 sind in vielen amerikanischen Holzwerker-Videos zu sehen. Aber sind die Dinger wirklich so nützlich? Ich hatte da immer meine Zweifel.

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Als mir nun vor kurzem die Firma Maschinenhandel Meyer ein solches Gerät zum Testen angeboten hat, war meine Neugier natürlich geweckt.

Als langjähriger Kunde der Firma Maschinenhandel Meyer war ich über dieses Angebot natürlich sehr erfreut. Daher hier noch ein paar Worte zu diesem Unternehmen: Die Firma Maschinenhandel Meyer bietet in Ihrem Online-Shop ein breites Sortiment von Holzbearbeitungsmaschinen und Zubehör an. Von der Tischfräse bis zum Bandsägeblatt findet der Holzwerker hier Produkte von solider Qualität zu attraktiven Preisen.

Und da die OSM 100 meine erste Maschine von Scheppach ist, war ich besonders gespannt welches Qualitätsniveau mich hier erwartet.

Die Spindelschleifmaschine

Die Scheppach OSM 100 ist eine oszillierende Spindelschleifmaschine. Da bedeutet dass die Spindel sich nicht nur dreht sondern gleichzeitig auch auf und ab bewegt wird. Eine Motorleistung von 450 Watt nebst einer elektronischen Regelung soll auch unter Last für konstante Drehzahlen sorgen.

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Nach dem Öffnen des Kartons zeigte sich, dass Maschine und Zubehör vorbildlich verpackt waren und den Transport wohlbehalten überstanden haben.

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Im Lieferumfang dieser Maschine sind die fünf verschiedenen Walzen nebst den dazugehörigen Schleifzylindern. Dazu passend die entsprechenden EInlegeplatten und ein kleiner Schraubenschlüssel aus Blech, um die  Walzen festzuschrauben.

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Wo die Scheppach OSM 100 hergestellt wird bleibt leider im Dunkeln. Weder Verpackung noch Typenschild geben hier eine Hinweis. Lediglich der leichte “China”-Geruch beim Auspacken der Maschine lässt mich vermuten, dass diese aus Fernost stammt.

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An der Rückseite der OSM 100 befindet sich ein Stutzen zum Anschluß eines Staubsaugers. Hier passen die Aufnahmen der gängigen Werkstattsauger ohne Probleme.
Beim Netzkabel wurde hier leider gespart. Es ist zum einen nicht sonderlich flexibel, zum anderen auch nur 1,2m lang. Das ist ein wenig knapp bemessen.

Der Ein/Aus-Schalter ist gut zu erreichen und lässt sich leicht betätigen. Das Laufgeräusch ist erträglich, allerdings neigt das Kunststoffgehäuse unter Belastung zu Resonanzen. Wohl deshalb empfiehlt Scheppach, die OSM 100 auf einer Werkbank festzuschrauben. Ich werde darauf aber vorläufig verzichten, da ich noch keinen festen Platz für dieses Gerät habe.

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Ein erster kurzer Test zeigt dass die OSM 100 einen überaus kraftvollen Motor hat. Auch bei hartem Holz mit großen Andruckkräften dreht die Spindel unbeirrt weiter. Die Staubabsaugung funktioniert dabei überraschend gut, was bei Maschinen dieser Preisklasse nicht unbedingt üblich ist.

Wegen des Kälteinbruchs am Wochenende ist mir derzeit nicht zum werken in meiner kalten Garage zu mute. Ein ausführlicher Einsatzbereicht von der Scheppach OSM 100 wird daher zum späteren Zeitpunkt nachgeliefert.

Mein erstes Fazit

Die Scheppacj OSM 100 ist eine durchdachte Maschine die mit ihrer Verarbeitungsqualität qualitativ wohl in der Mittelklasse angesiedelt ist. Gute Details wie das einfache Aufbewahren alle Zubehörteile im Ständer der Maschine und die wirksame Motorelektronik machen einen guten Eindruck. Einziger Kritikpunkt ist das verbaute billige Netzkabel, aber das ist wohl ein Tribut an den günstigen Preis.

Das Video

Für alle Leser die noch ein wenig mehr über diesen Spindelschleifer erfahren möchten, habe ich hier ein Video von Cosmas B eingefügt, in dem er seine OSM 100 vorstellt und auch einmal auseinander nimmt, um den Oszillationsmechanismus zu zeigen.

Das Video ist so wie alles von Cosmas B auf YouTube zwar in englisch, aber auch ohne Sprachkenntnisse kann ich das Video und seinen Kanal nur empfehlen.

Die von Ihm beschriebene Problematik mit den zu tief liegenden Einlageringen hat meine Maschine nicht. Ich habe maximal 2/10 mm Versatz und für meine Zwecke ist das wohl ausreichend.

Mein Erfahrungsbericht folgt, sobald die Maschine ein längere Zeit im Einsatz war.

 

10 Kommentare

  1. Werbung schön und gut. Ich verstehe nur nicht, warum irgendwelche Firmen Hinz und Kunz nur aufgrund des Führens eines blogs Maschinen in den Allerwertesten blasen, für die die jeweiligen Nutzer bisher noch keinen Bedarf hatten!? Warum fragt der besagte Maschinenhändler nicht mal in Bogenbauerkreisen, die nutzen die Teile schon länger und intensiver. Hier wird nicht Kompetenz gesucht, sondern Verbreitung.

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  2. Ich rede von Bogenbauern und nicht von Leuten, die mal n Kurs gemacht haben! Man will ja auch nicht von einem Hobbygärtner seine “Erfahrung” mit Kettensägen!

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  3. Hallo

    Ich kann die Kritik von Sebastian nicht nachvollziehen.

    Es mag ja sein, dass ein Profi-Bogenbauer derartige Werkzeuge öfter im Einsatz hat und ggf. auch mehr Erfahrung damit sammelt.

    Aber:
    Was nutzt mir als Hobby-Holzwerker denn der Erfahrungsbericht eines Bogenbauers?
    Ich baue keine Bögen.
    Vermutlich hat ein Bogenbauer auch andere Anforderungen an einen Spindelschleifer als ein “normaler” Holzwerker. Kriterien, die bei einem Bogenbauer dazu führen, dass das Gerät “durchfällt”, fallen beim Holzwerker ggf nicht ins Gewicht?
    Und – mal ehrlich: Ob man jetzt für sein *Hobby* einen Spindelschleifer “braucht” oder nicht, muss jeder für sich selbst entscheiden. Es ist ein Hobby und soll Spass machen… da kommt es doch gar nicht selten vor, dass Werkzeuge “zum Spass” angeschafft werden, obwohl sie sich “nicht rechnen” (wie auch? ist ein Hobby!) Und wenn ich z.B. eine Säge nur einmal pro Jahr verwende, dieses eine Mal aber Freude bei der Verwendung habe, kann das bereits genug “Grund” für die Anschaffung sein.

    Und das mit der “Werbung” finde ich auch nicht schlimm, solange es erwähnt wird (wird es! gleich am Anfang!) und der Testbericht (das hier war ja erst ein erster “Auspackbericht”) dennoch objektiv ist (davon gehe ich mal aus).

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  4. Ein Bogenbauer hat bestimmt auch die Zeit so ein Blog zu machen, und über jede Maschine ein Erfahrungsbericht anzufertigen. Er muss Geld verdienen , hier wird ein Hobby ausgeübt. Also die Kritik ist da an falscher Stelle. Toller erster Bericht, ich hoffe auf weitere!

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  5. Hallo Sebastian,

    Du beantwortest deine Frage selbst. Wenn ich Hersteller wäre würde jemanden der solche Posts verfasst auch nicht “Maschinen in den Arsch blasen”.

    Sorry aber dein Verhalten geht mal garnicht!

    MfG
    Philipp

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  6. Natürlich wird Verbreitung gesucht. Jemand, der ernsthaft etwas testen will, muss den Gegenstand zwingend selbst gekauft und bezahlt haben. Und zwar ohne Ankündigung des Vorstellens. Alles andere verwäscht das Ergebnis.

    Aber das wird ja offen kommuniziert. Von daher muss man den Beitrag hier als das nehmen, was es ist. Entgeltliche Werbung.

    Sebastian, Du willst das auch? Bau doch einen Blog, schreib ein paar nette Beiträge und wenn die Sponsoren dann noch nicht von allein kommen, schreib sie halt an. Du wirst sehen, dass es sich nicht lohnt, wenn Du für Deine Stunde den gesetzlichen Mindestlohn ansetzt.

    Liebe Grüße
    Pedder

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    • Ja, wenn ich vom bloggen leben müßte, dann wär ich schon lang verhungert. Und “Geld verdienen” ist auch nicht – wie Pedder schon anmerkt käme man auf einen absolut lächerlichen Stundenlohn. Das Bloggen geht hier nur weil es Hobby ist, Spaß macht und man viele nette Kontakte knüpfen kann.

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  7. Nun ja, solche “Kollegen” wie Sebastian verderben einen manchmal den Tag und die Arbeit. Schade dabei ist nur, daß diese Kollegen meist wenig fähig sind selbst etwas auf die Beine zu stellen.
    Der Maschinenhandel Meyer hat mir auch Produkte zum Testen gegeben und natürlich habe ich das gemacht. Gut, es waren sicher nicht die Produkte die ich mir normalerweise kaufe, doch auch diese Produkte waren nicht schlecht. Aber auch nur wenige führen das Hobby so extensiv aus.

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