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Die erste Säge für das Holzwerken kaufen

Sägen, Sägen und nochmal Sägen! Das Sägen ist ja ein fundamentaler Arbeitsschritt bei praktisch jedem Holzwerker-Projekt. Daher steht jeder der sich mit dem Thema beschäftigt, vor der Aufgabe, sich eine (oder mehrere Sägen) zu besorgen. Aber welche ist die Richtige?

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Weil mich viele Fragen zu diesem Thema erreicht haben, hier ein paar Empfehlungen wie ich meine Mittel in dieses Thema investiert habe.

Die vielfach gestellte Frage ist ganz einfach: „Welche Säge soll ich kaufen?“
Die Antwort lautet: „Nun das kommt auf den Einsatzweck an!“

Grundsätzlich kann man von Hand oder Elektrisch sägen. In diesem Artikel gehe ich auf das elektrische Sägen ein, weil die meisten Holzwerker nur ein begrenztes Zeitbudget haben. Das Verhältnis aus Lernaufwand und Arbeitszeit bezogen auf die erreichbare Genauigkeit ist für den Gelegenheitsholzwerker meiner Meinung nach mit elektrischem Werkzeug einfach besser als mit Handwerkzeug.

Doch nun geht es um die Einzelheiten: Welche Sägen gibt es und wozu sind diese geeignet?

Stichsägen

Viele die mit dem Holzwerken anfangen, kaufen sich als allererste Säge eine Stichsäge. Ja, auch ich habe mir vor vielen, vielen Jahren als erste elektrische Säge eine Stichsäge gekauft. Die Dinger sehen handlich aus, versprechen eine universelle Einsatzbarkeit und sind nicht sonderlich laut.

Die gebräuchlichen Modelle haben einen geschlossenen Handgriff. Und beim Kauf unbedingt darauf achten, dass es eine Anschlußmöglichkeit für eine Staubabsaugung gibt.

Stichsaege1Um möglichst saubere Schnittkanten zu bekommen, braucht man unbedingt die richtigen Stichsägeblätter. Das eine Sägeblatt welches der Säge ab Werk beiliegt, ist meistens ein sehr grobes, universal-Sägeblatt. Das reicht um sägerauhe Bohlen grob zuzusägen, aber glatte Schnittkanten darf man da nicht erwarten. Der Kauf eines zusätzlichen Satzes verschiedener Stichsägeblätter ist daher Pflicht.

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Wer auch Metall mit der Stichsäge bearbeiten möchte, der sollte zu einem Modell mit Knauf greifen. Da kann man genügend Druck ausüben und die Säge auch in schwierigen Schnitten gut führen.

Und solange man damit z.B. Aussparungen in eine Holzplatte sägen möchte oder Kurvenschnitte an einer runden Tischplatte macht ist die Stichsäge sicher das Mittel der Wahl.
Möchte man aber glatte und vor allem gerade Schnittkanten wie man diese z.B. im Möbelbau benötigt, ist die Stichsäge das falsche Werkzeug. Da sollte man besser zu einer Handkreissäge greifen.

Handkreissägen

Dieser Sägentyp ist das perfekte Mittel, um lange, saubere und vor allem auch gerade Schnitte zu bekommen. Für die meisten typischen Anwendungen beim Holzwerken ist daher die Handkreissäge das Mittel der Wahl.

Schrank_system32_01Ich empfehle unbedingt eine Handkreissäge zu kaufen, für die es auch eine Führungsschiene gibt. Diese sind zwar ein wenig teurer, aber diese Mehrausgabe hat sich spätestens beim ersten Projekt gelohnt, wenn man befriedigt feststellt, dass alles sauber passt.
Meine erste Handkreissäge war ein einfaches Modell mit einer Parallelführung. Das reichte, um ein paar Bohlen abzulängen und Terrassendielen zuzusägen, aber genaues Arbeiten ist anders.

Ich bin dann nach einigen Jahren auf eine FESTOOL TS-55 EBQ Handkreissäge mit Tauchfunktion und Führungsschiene umgestiegen. Dieser Wechsel war eine Offenbarung! Ein supergenaues Arbeiten und eine funktionierende Staubabsaugung. Endlich waren die Ergebnisse passgenau – egal ob Längs-, Quer- oder Gehrungsschnitt.

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Zusammen mit dem richtigen Zubehör zur Führungsschiene kann man hier fast schon so rationell wie mit einer halbstationären Tischkreissäge arbeiten. Ich empfehle als Grundausstattung zur Führungsschiene zwei Zwingen um diese fixieren zu können, die Verlängerungen wenn man zwei Führungsschienen zusammensetzen möchte und den Winkelanschlag. Damit können Schnitte in beliebigen Winkeln schnell und genau angeschlagen werden.

Zwischenzeitlich habe ich einem Bekannten auch mit einer Bosch aus der blauen Profi-Serie gearbeitet – vom Sägeergebnis her mit meiner FESTOOL praktisch identisch. Lediglich die Staubabsaugung ist nicht ganz so gut (meine persönliche Meinung) aber immer noch sehr wirkungsvoll.

Tischkreissäge

Eine Tischkreissäge ist für viele Tischlerarbeiten ein optimale Lösung, vor allem wenn man z.B. im Möbelbau sehr viele maßgleiche Teile zusägen muss. Einmal eingestellt muß man nur noch das Material durchschieben und schon sind z.B. alle Regalböden exakt gleich lang. Daher ist der Kauf einer solchen Säge immer dann sinnvoll, wenn man mehrere große Möbelbauprojekte plant.

Der Kauf einer Tischkreissäge will aber gut überlegt sein, denn es es gibt eine riesen Auswahl. Vor allem ist zwischen stationären und halbstationären Sägen zu unterscheiden. Richtig stationäre Maschinen sind sehr stabil und sägen auch in hoher Präzision, sind aber nur für Holzwerker mit viel Platz in der Werkstatt geeignet. Ich selbst habe mich für eine halbstationäre, d.h. kompakt zusammen klappbare FESTOOL CS70 entschieden, da ich diese in meiner Garagenwerkstatt auch mal wegräumen kann.

Worauf sollte man beim Kauf achten? Zuerst die maximale Schnitt-Tiefe. Typischerweise haben kleinere Maschinen Schnitttiefen von ca. 50-55mm, größere haben 70-75mm. Wenn man überwiegend Plattenmaterial (Sperrholz, OSF, Leimholz etc,) verarbeitet, reicht eine Schnitttiefe von 50mm in der Regel aus, sobald man aber mit Massivholz arbeitet kommt man mit so einer kleinen Säge schnell an die Grenzen.

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Das zweite wichtige Kritierium die Stabilität und Präzision der Anschläge. Wenn der Führungsanschlag zu weich ist oder gar wackelt kommen keine reproduzierbaren Schnitte heraus und der Einsatz einer Tischkreissäge wird sinnlos.

Das dritte Kriterium ist die Verfügbarkeit von Anbauteilen wie Tischverbreiterungen, Tischverlängerungen und Schiebeschlitten. Gerade wenn man große Teile zusagen möchte, sind solche Anbauten praktisch unverzichtbar.

Billige Tischkreissägen aus dem Baumarkt für 200 EUR kann man getrost ignorieren, das sind meistens nur wackelige Blechkonstruktionen mit Plastikanschlägen. Damit kann man vielleicht Brennholz oder Schalungsbretter für Bauarbeiten zusägen, aber für den Möbelbau taugen diese nicht.

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Wenn möglich dann empfehle ich beim Kauf einer Tischkreissäge ein Modell mit Zugfunktion zu kaufen. Die Zugfunktion erlaubt es, auch große, unhandliche Teile zu sägen, weil hier das Sägeblatt bewegt wird und nicht das zu sägende Teil.
Gerade zum Ablängen langer Kanthölzer, Laminatbrettern usw. eine sehr komfortable Sache. In vielen Fällen kann man sich so den Kauf einer Kappsäge sparen.

Kappsägen

Die Kappsäge ist ein Werkzeug zum präzisen Ablängen von Hölzern. Wer z.B. einen Holzfußboden im eigenen Haus verlegen möchte und daher viele Laminatleisten exakt ablängen muß, der kann sich den Kauf einer solchen Säge durchaus überlegen. Auch als Ergänzung einer kleineren Tischkreissäge ohne Zugfunktion kann eine Kappsäge sinnvoll sein. Ansonsten stehe ich dem Thema Kappsäge relativ skeptisch gegenüber, denn permanent aufgebaut und einsatzbereit braucht so eine Säge viel Platz.

Kappsaege1 Wenn man eine Kappsäge kauft, sollte man vor allem auf eine gute und exakt einstellbare Winkellehre achten. Und wenn nicht unbedingt nötig, empfehle ich eine zu kaufen, bei der das Sägeblatt selbst NICHT geneigt werden kann. Bei den preiswerten Modellen (d.h. Preisbereich ca. 200 bis 300 EUR) haben Modelle mit neigbarem Sägeblatt nach kurzer Zeit immer Probleme mit der exakten Justierung des Sägeblattes.

Profimodelle haben diese Probleme nicht, kosten aber auch Summen von 800 EUR und mehr – und das lohnt nur für professionellen Einsatz. Von Kappsägen unter 200 EUR empfehle ich die Finger zu lassen.
Ich selbst habe keine Kappsäge weil auch diese wieder eine sehr spezialisierte Säge ist. Das was die Kappsäge leistet, kann ich auch mit meiner CS70 im Zugbetrieb erledigen.

Welche Säge soll ich als erstes kaufen?

Jeder der mit dem Holzwerken beschäftigt, kommt schnell an den Punkt dass er selbst seine Bauteile zusägen möchte. Ich empfehle als erste Säge den Kauf einer Handkreissäge mit Tauchfunktion und Führungsschiene. Es sollte wenn möglich ein höherwertiges Modell mit passender Führungsschiene sein. (Festool, Bosch Blau, Makita, DeWalt, Mafell) Nur damit macht der Bau größerer Projekte wirklich Spaß weil das sehr präzise Zusägen von Plattenmaterial und Leimholz möglich wird.

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NACHTRAG 2019: Es gibt mittlerweile auch ganz brauchbare Tauchsägen im Einsteigersegment. Beispiele hierfür sind die Tauchsägen wie die Holzmann TAS165PRO oder Scheppach PL55.

Die zweite Säge kann dann eine Stichsäge sein, wenn man kurvige Schnitte oder kleine Aussparungen machen möchte. Auch hier sollte man sich für ein hochwertiges Modell mit einer elektronischen Regelung und Anschluß für eine Staubabsaugung entscheiden. Und den Kauf eines Satzes verschiedener grob- und feingezahnter Sägeblätter nicht vergessen.

Als drittes Gerät empfehle ich dann den Kauf eines guten Werkstattsaugers. Das macht das Sägen wesentlich staubfreier und spart eine Menge Putzerei in der Werkstatt. Alle anderen Sägentypen empfehle ich erst dann zu kaufen, wenn man diese tatsächlich braucht.

30 Kommentare

  1. Pingback: Blogrundschau 26/2014 – Holz und Technik | Heimwerker-Blog

  2. Aus kostengründen würde ich als erstes eher zur Stichsäge greifen, denn wenn man sich seine (wirklich) erste Säge kauft, denke ich weiß man noch nicht so genau ob man in einigen Jahren noch immer Heimwerker sein will. Wie ich meine Stichsäge kaufte, wusste ich zB. noch nicht, dass ich mal so viel Zeit in meiner Werkstatt verbringe 🙂 .
    Gerade Schnitte bekommt man damit auch halbwegs hin, zumindest mit Anschlag.

    Schöne Grüße
    Stefan

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    • Aus Kostengründen kann man da als erstes sicher zur Stichsäge greifen, habe ich damals auch getan. Wenn man aber etwas anspruchsvollere Sachen machen möchte (und da gehört schon ein stabiles Regal aus Leimholz dazu) dann hat man einfach keine sauberen Kanten, die Schnitte sind evtl. nicht wirklich rechtwinklig etc. etc. und dann verliert man die Lust am Holzwerken weil das Ergebnis nicht befriedigt. Da ich das jetzt schon mehrfach erlebt habe, empfehle ich die Handkreissäge. Es gibt da übrigens auch ein ganz passables Einsteiger-Modell von Scheppach – ca. 200 EUR inkl. Schiene – siehe http://holzwerkerblog.de/2013/10/04/tauchsage-scheppach-cs55/

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      • Hallo Wolfram,
        Ich überlege mir schon seit längerem die Scheppach zu kaufen. Bin allerdings noch unentschlossen ob ich die 160,- investieren soll, oder gleich zur Makita SP6000 (400,-) greifen soll. Ich denke es wird eher zweitere Variante.
        Zu den grünen Bosch: Ich habe gesehen dass die Führungsschienen hiezu aus Kunststoff sind. Ich habe (allerdings eine Einhell) Kreissäge mit Kunststoff Führungsschiene und rate dringenst davon ab. Am Ende vom Holz kippt die Maschine aufgrund der biegsamen Schiene zur Seite und schneidet eine Kerbe ins Holz. Unbrauchbar.
        Aufgrund der unübersehbaren Ähnlichkeiten von Bosch und Einhell Führungsschiene, denke ich dass das Problem beide betrifft.

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        • Wenn Du es Dir leisten kannst, hole die Makita. Das ist eine ganz andere Liga als die Scheppach. Eine Festool TS55EBQ ist online schon um die 450 EUR zu haben – wenn Du also noch einen Fünfziger drauflegst, dann hast Du ein Top-Gerät.

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          • Ja, da hast du recht. Die Festool ist da sicher die bessere Wahl (Spaltkeil)…obwohl ich Makita-Fan bin 🙂
            Nur muss ich halt noch ein bisschen spaaaaaaaaaaren 🙁

  3. Ich gehe da halb mit Stefan mit. Die erste Säge sollte eine sein, die man gerade benötigt. Wenn ich in absehbarer Zeit keine Möbel, sondern etwas anderes machen will, bringt mir eine HKS wenig 🙂

    Und mir den richtigen Sägeblättern und Sorgfalt bekommt man auch mit der Stichsäge akzeptable Kanten hin (Habe ich in den letzten Tagen erfahren). Der Vorteil einer HKS ist hier allerdings die Geschwindigkeit.

    Allerdings bin ich der Meinung, dass für den normalen Heimwerker auch Geräte unterhalb der 200 Euro-Grenze ok sind. Es ist natürlich immer eine Frage des Anspruchs, aber die grünen Bosch-Geräte taugen in der Regel auch und sind perisgünstiger als die von Dir erwähnten „Premium“-Marken.

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    • Ja, die grünen Bosch Geräte habe ich auch im Einsatz und das Preis-Leistungsverhältnis ist top! Eine gute Handkreissäge mit Führungsschiene gibt es aber leider nicht von Bosch grün. Das Teil von Scheppach soll laut Heiko Rech aber ganz brauchbar sein.
      Mein derzeitiger Fokus ist der Möbelbau – und da kommt man um eine HKS nicht herum.

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  4. Was mir noch gerade eingefallen ist: Wenn man keine Werkstatt zur Verfügung hat, macht sich eine HKS sehr ungünstig, da man dafür doch etwas mehr Platz benötigt, um vernünftig arbeiten zu können.

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    • Wenn man keine Werkstatt zur Verfügung hat, dann hat man doch Platz, denn dann sägt man mit der Kreissäge draußen im Freien! Du willst ja nicht ernsthaft in der Küche oder im Wohnzimmer die Handkreissäge benutzen, oder? 🙂
      Was Du machen kannst, sind Handwerkzeuge, aber Achtung, auch Handsägen erzeugen Sägemehl. Das Sägemehl fliegt nur nicht ganz so weit durch die Gegend im ersten Moment. Also auch das nur was für eine Art Nebenraum, in dem Du leicht in jede Ecke und Ritze kommst, um Staubzusaugen. Und das besser immer sofort. Am besten gleich auch einen Reinluftfilter aufhängen oder aufstellen, kann man auch selber basteln. Die Lunge wird es Dir danken. Aber vermutlich bleibt man am besten beim Schnitzen und überlegt sich fürs Sägen eine Alternative.

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  5. Klar, die genannten Sägen sind super. Aber wenn man wirklich gerade erst anfängt, und noch gar nicht weiß, ob man auch dabei bleiben wird sind sie doch schon ziemlich teuer.
    Deshalb war meine erste Stichsäge die 800 Watt Pendelhub Stichsäge mit Laser aus der XSerie POWX036 von PowerPlus.
    Ich bin mit der Maschine wirklich zufrieden. Durch den Laser und den Anschlag hatte ich auch keine Probleme gerade Schnitte hinzubekommen und einen Anschluss für den Staubsauger hat sie auch. Für einen Anfänger oder jemanden, der sie wie ich nur hin und wieder mal einsetzt ist die Maschine wirklich gut geeignet.

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    • Das Problem ist meiner Meinung nach nicht der Umstand ob eine Säge teuer oder billig ist sondern dass viele Leute sich das falsche Werkzeug kaufen und damit keine befriedigenden Ergebnisse haben. In der Folge verlieren sie dann die Lust und hören wieder auf. Leider hat dieser arturus24.de Shop keine einzige Kreissäge mit Führungsschiene im Angebot, statt dessen jedem Menge kleine Sägen mit großem Frustpotential wenn man exakt sägen will.

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  6. Der Artikel ist zwar schon etwas her, aber ich habe derweil ja auch weitere Dinge ausprobiert und wollte nur noch hinzufügen, dass bessere Stichsägeblätter nicht nur eine bessere Schnittqualität haben.

    Außerdem füllen sie auch nur, sofern sie auch breit genug sind (z. B. Clean Wood bon Bosch) die Sägeblatt-Führung (Die kleine Rolle, durch die das Sägeblatt läuft aus.

    Dadurch wird dann das weit verbreitete Problem des „Verlaufens“ extrem reduziert.

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    • Das ist ein guter Hinweis. Die Qualität von Stichsägeblättern ist gerade bei Baumarkt-Ware sehr schwankend. Gute Erfahrungen habe ich mit den Blättern der Hersteller gemacht und auch die von Wolfcraft sind IMHO gut.

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      • Verlaufen?
        Ich habe die Erfahrung gemacht, dass das Blatt der Stichsäge je nach Material und Stärke nicht gerade bleibt. Ich kann mir kaum vorstellen, dass dies an der Säge liegt, denn das Blatt selber hat ja quasi keine Führung, zumindest dort wo es im Werkstoff ist.

        Nach meinem Verständnis sollte die Säge das Blatt durch das Material ziehen und das Blatt dabei bestrebt sein gerade zu bleiben (gilt natürlich so nur bei Blättern mit Schnittkante zur Säge hin).
        Andererseits kann Holz durch Maserung und Äste das Blatt in andere Richtungen drücken.

        Meine Frage: Kann ich dieses Verhalten vor allem mit guten Sägeblättern vermeiden?

        Ganz am Rande: Ich ersetze gerade meine uralte billigst-Kreissäge durch eine HKS mit Schiene, ….
        Vielen Dank für die Tipps hier im Forum.
        Irgendwann wird sicher auch die 20 Jahre alte recht einfache grüne Bosch Stichsäge ersetzt.
        Vermutlich werde ich vorher noch einen Sauger für meine heiss erwartete Festool HKS fällig.

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        • Moderne Stichsägen wie z.B. Festool Carvex oder Bosch blau haben eine Rollenführungen für das Sägeblatt und die sägen dramatisch besser als die alten Gurken. Die Steifigkeit des Blattes hat bei der Stichsäge grossen Einfluss, aber systembedingt hat das alles seine Grenzen.

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  7. Säge? Ob Hand, Tisch- oder Kappsäge: da gibt es kaum etwas besseres als Festool.
    Meine erste Handkreissäge habe ich bei LIDL gekauft. 29,90 oder so… Beim ersten Schnitt damit habe ich gleich die Säge quer durch den Garten geworfen. Dann Stichsäge von Makita. Ideal für den Kurvenschnitt. Stimmt, die schneidet immer Kurven. Kappsäge von Metabo gekauft. Wisst ihr wofür das kleine schwarze Säckchen an der Säge ist? Für das unnötige Geld! Keine Absaugung!
    Ich habe schon viel Lehrgeld für Werkzeuge ausgegeben…jetzt bin ich zufrieden.

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  8. Ich würde auch dem anderen Stefan (30.06.2014) beipflichten.
    Die großen, langen Schnitte kann man meist auch beim Holzhändler oder im Baumarkt machen lassen (bis zu einem gewissen Grad machen sogar Baumärkte das auch für Ware aus dem Regal). Aber was eine Stichsäge kann, ist selbst mit der Laubsäge oft nicht machbar (z.B. Ausschnitt mitten in der Platte).
    Als nächstes, höherwertiges Gerät kann man sich dann eine Oberfräse anschaffen, mir der sich auch grob mit der Stichsäge vorgeschnittene Kanten perfekt versäubern lassen, so dass kaum noch geschliffen werden muss. Ist zwar ein Arbeitsgang mehr als mit der HKS, aber das Ergebnis ist eben noch besser.
    Meine „Low-Budget“-Methode für kleine bis mittlere Möbelteile:
    – Eine verzugsfreie „Führungsplatte“, die mindestens die Größe (oder auch nur Länge) der Werkstücke, wenigstens eine perfekt rechtwinklige Ecke und wenigstens eine glatte Kante (an o.g. Ecke) hat -das kann ein Spanplatten-Schrankteil vom Sperrmüll sein.
    – 3 bis 4 Zwingen
    – und ein langer Bündigfräser.
    Das grob vorgeschnittene Werkstück spanne ich auf die Führungsplatte -die erste (oder schon vorhandene) saubere Kante bündig mit einer Kante an der winkligen Ecke der Führungsplatte. Dann ziehe ich mit dem Bündigfräser die Schnittkante ab (das Anschlag-Lager läuft dabei gegen die Führungsplatte). Wenn das Werkstück zunächst gar keine saubere Kante hat, kann man über die erste Ecke sogar zwei Kanten in einem Arbeitsgang fräsen.
    Wenn man genau misst und aufpasst, dass der Fräser nicht heißläuft, hat man danach ein perfekt winkliges und maßhaltiges Möbelteil mit Kanten, die keine Säge so sauber hinbekommt.
    Ein zweites, identisches Teil spanne ich logischerweise einfach auf das erste und ziehe einmal mit dem Bündigfräser herum -dabei muss man natürlich zwischendurch die Zwingen versetzen, deshalb „3 bis 4“.

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    • P.S.: Das ist nicht nur „Low Budget“, sondern auch eine gute Methode für Leute ohne Platz für Werkbank & große Maschinen. Die Führungsplatte, zwei Klappböcke und zwei Handwerkzeuge genügen damit für ein Top-Ergebnis.

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    • Hallo Stefan,
      das Nachfräsen von Kanten mit der Oberfräse ist natürlich eine gangbare Lösung – vorausgesetzt die Bezugskante ist wirklich gerade und vor allem glatt. Die Ergebnisse sind bei richtiger Drehzahl und scharfem Bündigfräser sicher der Handkreissäge ebenbürtig. Der Prozess kann allerdings bei größeren Projekten mit vielen Zuschnitten recht zeitraubend werden.
      Zum Thema Zuschnitt im Baumarkt: Das kann man machen, aber meine Erfahrungen sind sehr ernüchternd. Maße einzuhalten und rechtwinklig zu sägen kann man leider nicht immer erwarten. Daher säge ich jetzt lieber selber.

      Antworten
  9. Gregor Stremler

    15/12/2016 @ 16:24

    Hallo, ich will mich jetzt mal im Möbelbau versuchen, deswegen bin ich auf der suche nach einer Säge. Deswegen meine Frage Makita Tauchsäge SP6000J1 oder Bosch GKS 65 GCE.
    Hat jemand Erfahrungen ???
    Was hat einen sauberen Schnitt, Tauchsäge oder Handkreissäge?

    Antworten
    • Hallo Gregor,
      ich persönlich würde eine Tauchsäge einer Kreissäge vorziehen, weil man beim Möbelbau doch das eine oder andere Mal mit einem Tauchschnitt schneller ans Ziel kommt. Aber der wirklich wichtige Punkt sind die verwendeten Sägeblätter. Ich empfehle beim Kauf der Säge unbedingt auch ein passendes Feinschnittblatt mit 60 Zähnen zu kaufen, da die Sägen selber ab Werk in der Regel mit relativ groben „Universalblättern“ mit 36 Zähnen bestückt sind.

      Antworten
      • Hallo Wolfram,
        Danke für den Tipp, ich werde mir dann die Makita Tauchsäge SP6000 holen,
        kannst du mir sagen wo ich ein gutes Sägeblatt mit 60 Zähnen bekomme???
        Habe heute etwas im Internet gesucht und nur 48 Zahn gefunden.
        Und auf was muss ich da noch achten??

        Danke schon mal im Voraus.

        Gruß Gregor

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  10. Ich nutze auch die Festool TS 55 REBQ in meiner kleiner Werkstatt, aber das Geld ist die Tauchsäge allemal wert. Es gibt auch Tests, bei denen die TS 55 mit „sehr gut“ abschneidet, wer also was wirklich vernünftiges möchte und das nötige „Kleingeld“ hat, sollte hier investieren

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