Viele Holzwerker haben die nahezu unverwüstliche DeWalt DW50 Hobelmaschine immer noch im Einsatz. Auch als Gebrauchtmaschine ist diese kleine Hobelkombi sehr begehrt. Eines der meistgesuchten Zubehörteile ist die Absaughaube, die aber leider nur schwer zu finden ist. Daher hat jetzt Dimitri Derksen Abhilfe geschaffen: Er hat eine Absaughaube konstruiert, die man mit einem 3D-Drucker ganz einfach selber drucken kann.
Die Absaughaube
Nachfolgende Bilder zeigen die Absaughaube, welche sowohl beim Betrieb der DW50 als Abrichte als auch beim Betrieb als Dickenhobel eingesetzt werden kann.
Die Konstruktion
Die Absaughaube besteht aus drei Teilen. Der Haube, dem Seitenteil und dem Anschluß für die Absaugung.
Der seitliche Deckel muss verklebt werden, wozu idealerweise ein für 3D-Druckteile geeigneter Sekundenkleber verwendet wird.
Der hintere Schlauchanschluss wird reihum mit insgesamt sechs Stück Einschmelzmutter M5 verschraubt, die zuvor in die Haube mittels eines entsprechenden Lötkolbens mit Einschmelzadapter eingesetzt werden. Die Verschraubung erfolgt mit sechs Stück Zylinderkopfschrauben M5x20 und entsprechenden Unterlegscheiben.
Optional ist auch ein Schlauchadapterstück von Ø100mm auf Ø80mm von Dimitri erhältlich.
Der Druck
Die Absaughaube ist so konstruiert, dass diese mit den meisten gebräuchlichen 3D-Druckern gedruckt werden kann. Es wird ein 3D-Drucker mit einem Bauraumvolumen von ca. 225x225x240mm benötigt.
Also z.B. ein BambuLab A1, ein Creality K2 oder auch ein PRUSA MK4s wären da geeignet. (Wer sich hier als absoluter Anfänger einen 3D-Drucker kaufen möchte, dem empfehle ich den BambuLab A1 weil sehr einfach zu bedienen – das ist aber nur meine Meinung)
Die Teile müssen ggf. ein wenig diagonal gedreht auf dem Druckbett platziert werden.
ALs Druckmaterial kann PLA oder PETG zum Einsatz kommen, wer es noch robuster haben will, kann die Absaughaube auch in ASA oder ABS drucken. Letztere Materialien setzen aber einen 3D-Drucker mit geschlossenem Bauraum voraus, da sich ansonsten die Teile beim Druck verziehen können.
Dimitri hat seine Haube in schwarzem PLA auf einem ELEGOO-Drucker gedruckt und auch ich drucke mir gerade diese Absaughaube ebenfalls in PLA – allerdings in der Farbe Orange.
Meine Druckeinstellungen: Schichthöhe 0,2mm, dabei 4 Boden- & 5 Deckschichten, 4 Seitenschichten und 20% Infill.
Ich denke das PLA von der Festigkeit ist vollkommen ausreichend, solange man die DW50 und die Haube nicht im Freien dem direkten Sonnenlicht aussetzt. Gerade schwarzes PLA neigt da gerne zum Verzug, wenn es längere Zeit intensiver Sommersonne ausgesetzt ist und sich aufheizt. Wer es hier robuster haben will, der sollte daher eine helle Farbe oder noch besser gleich PETG verwenden.
Der Materialbedarf beträgt ca. 850-900 Gramm – damit sollte eine 1kg-Rolle Filament für eine Haube ausreichen. Die Druckzeit für alle drei Teile beträgt je nach Druckeinstellungen in Summe etwa 18h bis 24h.
HINWEIS: Theoretisch passt diese Haube auch auf eine DW1150, weil das Grundgestell eigentlich gleich ist. Sicher ist es aber nicht. Daher bitte berichten, wenn es jemand testen kann.
Die STL-Druckdaten kaufen
In die Konstruktion dieser Absaughaube ist von Dimitri Derksen eine Menge Zeit und Mühe investiert worden, weshalb ich es auch voll und ganz verstehen kann, dass er diese STL-Daten nicht kostenlos verteilt.
Wer also sich auch so eine Absaughaube für seine DW50 oder auch DW1150 drucken möchte, der kann die entsprechenden Druckdaten im STEP-Format von Dimitri Derksen über die Plattform cults3d.com käuflich erwerben.
Wer jetzt noch Fragen zu dieser Absaughaube für die DeWalt DW50 Hobelmaschine hat, der möge diese bitte in die Kommentare schreiben. Dimitri wird diese dort sicherlich beantworten.









Hallo Leute, ich biete eine andere Variante schon seit geraumer Zeit bei Kleinanzeigen zum Kauf an. Könnt ja mal dort nachschauen.