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Building a Workbench – Erfahrungen mit der Hobelbank Teil 1

Hier nun der erste Bericht von meinen die Erfahrungen vom Arbeiten mit der Hobelbank.

Nach einer längeren Pause hatte ich nun endlich wieder einmal Zeit, mit der Hobelbank ein wenig intensiver zu arbeiten. Beim Versuch, die Veritas Bankhaken mußte ich aber feststellen, dass sich diese nicht mehr in die Bohrungen stecken lassen.

Was ist passiert? Durch das heiße Sommerwetter (?) hat sich die Bankplatte verzogen und damit wurden auch die Bohrungen für die Bankhaken krumm. Die Ursache liegt wohl darin, dass die vordern Löcher für die Bankhaken quer durch die ganzen Jahresringe einer Bohle laufen.

Die Bohrungen waren teilweise so heftig verzogen, dass ich noch nicht einmal die Veritas Flackbankhaken aus Kunststoff einstecken konnte, obwohl deren Schaft nur knapp 30mm lang ist.

Daher habe ich erst mal alle Löcher mit dem 19mm Schlangenbohrer Bohrer von Hand nachgebohrt. Damit war dann das Problem einigermaße behoben, aber so richtig leichtgängig war der Veritas Niederhalter immer noch nicht.
Ich habe daher die Löcher mit dem Niederhalter von Hand so weit glattgeraspelt, bis der Niederhalter leichtgängig eingesteckt werden kann.

Das funktioniert sehr gut, weil der Stab des Veriats Niederhalters mit einem Sägezahnmuster profiliert ist. Damit wirkt das beim Hin-und Herbewegen wie eine grobe Raspel.

Ich habe mir dann noch einen zweiten Veritas Niederhalter gegönnt, denn ich hatte bei großen Brettern doch festgestellt, dass diese mit einem einzelnen Niederhalter teilweise noch wegdrehen, wenn ich diagonal hoble.

Die Entscheidung bei dieser Hobelbank auf das gesamte Spannzubehör von Veritas zu setzen, habe ich bis jetzt nicht bereut. Die Teile sind allesamt sehr hochwertig und passgenau. Ich habe also die Messing-Bankhaken, die Niederhalter mit Schraube und die Kunststoffbankhaken im Einsatz. Alles passt in eine 19mm Bohrung (entsprechend 3/4 Zoll).

Auch die Oberfläche der Bank ist ein wenig wellig geworden. An einer Stelle war eine Kante von fast 2mm enstanden. Die habe ich dann kurzerhand abgehobelt. Allerdings ist mir dabei ein wenig Holz abgesplittert.


Dieses habe ich dann mit einem Hammer und dem Niederhalter fixiert. bis der Leim getrocknet war. Dann nochmal vorsichtig mit dem Schlichthobel drüber – fertig!

Eventuell werde ich auch die ganze Bank noch einmal abhobeln, um wieder eine perfekt gerade Bankoberfläche zu haben. Ich werde aber erst mal noch abwarten wie das Holz weiter arbeitet.

Und weil ich schon mehrfach gefragt wurde, ob man mit dieser Hobelbank auch “große Bretter” bearbeiten kann, hier das passende Bild.

Das ist eine 120cm lange, 60cm breite Ahorn Bohle mit einer Dicke von rund 7cm die für mein nächstes Projekt vorbereitet wird. Mehr dazu demnächst auf diesen Seiten.

3 Kommentare

  1. I haven’t noticed this problem with my bench, yet. Of course, it sat a lot longer than yours did before I drilled dog holes, and my dogs are wooden. Perhaps that makes a difference.

    I did notice that my planing stop is really tight now. I thought it was because the beech stop probably expanded a bit, but perhaps it is the same problem as yours.

    We’ll find out by Springtime!

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  2. Hallo Wolfram,

    Du bist zu beneiden. Dieses Jahr findet nämlich kein Kurs statt. Auch nicht nächstes Jahr. Mir geistert auch der Gedanke im Kopf herum so eine French Workbench zu bauen.

    Kann es sein, das es nachteilig ist bei Deiner Bank, das man 4 Balken mit Herz im Innern genommen hat für die Wekbankplatte ? Klar geht natürlich viel schneller um so auf Breite zu kommen.

    Womöglich wären 15 Einzelbretter etwas verzugsärmer. So schreibt Chris Schwarz das in seiner blauen Bibel.

    Bin mal gespannt, was Deine Bank so in den nächsten Jahren machen wird.

    Halt uns bitte auf dem laufenden.

    Klasse Bank,

    Gruß Andi

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    • Hallo Andi,

      ich nehme Deinen Kommentar zum Anlass, mal einen kurzen Zwischenbericht über den aktuellen Zustand der Werkbank zu erstellen.

      Zu Chris Schwarz: Soweit ich weiß nimmt der gerade eine Auszeit, um einige seiner Bücher fertig zu stellen. Daher in 2014 wohl kein Schwarz-Kurs bei Dictum. Man kann so eine Bank aber auch recht einfach selber bauen. Ein Bekannter von mir plant das für das kommende Jahr. Als Material ist hier Eichenholz oder Ahorn geplant.

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