Allgemein CNC ShaperOrigin

FUSION360 für Holzwerker

In der letzten Zeit erreichen mich viele Fragen zum Einsatz von FUSION360 in der Holzwerkstatt. Ursache ist wohl mein Artikel „Warum ich Sketchup gelöscht habe“ vom Juni 2020.

Deshalb hier ein paar ergänzende Informationen zum Thema.

Zuerst aber die wichtigste Frage vorab:

Wann macht der Einsatz von FUSION360 überhaupt Sinn?

Der Einsatz einer solchen 3D-CAD Software wie FUSION360 ist in meinen Augen nur dann sinnvoll, wenn man die damit erzeugten Konstruktionen auch tatsächlich als digitale  Daten braucht. Das ist immer dann der Fall, wenn man mit einer CNC Fräse arbeitet. Dabei ist es egal ob man eine 3-Achs-CNC oder zum Beispiel die Shaper Origin einsetzt.

Für andere Holzwerker-Projekte verzichte ich in aller Regel auf den Einsatz von CAD, weil es da eine bemaßte Handskizze oder eine simple Maßrechnung mit der Tabellenkalkulation auch tut.

FUSION360 ist nicht mehr kostenlos?

Ja, es gab im Herbst 2020 eine Änderung der Lizenzbedingungen. Die PrivatLizenz wurde funktional etwas eingeschränkt. Allerdings in Bereichen, die für meine Zwecke (Holzwerken, 3D-Druck) nicht wirklich relevant sind. Und die Privatlizenz ist weiterhin kostenlos zu bekommen, solange man die entsprechenden Kritieren erfüllt (keine Kommerzielle Nutzung).

Die Laufzeit einer Privatlizenz ist dabei immer auf 12 Monate begrenzt. Danach muss diese erneut beantragt werden.

Ich benutze FUSION360 schon seit einigen Jahren – immer als kostenlose Privatlizenz – und ich konnte diese immer wieder problemlos verlängern. Wichtig dabei ist nur, dass man die Verlängerung immer mit dem gleichen Autodesk-Konto durchführt. So behält man nicht nur alle seine Daten und Einstellungen in der Autodesk-Cloud, sondern es ist auch kein erneutes Installieren der Software notwendig.

Woher habe ich mein Wissen zu FUSION360?

Das meiste Wissen zu FUSION360 habe ich aus verschiedenen YouTube Videos erhalten. Die Anzahl der Autoren ist riesengroß geworden, es kommen quasi jede Woche neue Kanäle dazu. Es ist also recht unübersichtlich geworden. Daher möchte ich die folgenden Kanäle besonders erwähnen:

Lars Christensen – der private Kanal eines Mitarbeiters von AutoDesk. Lange Zeit der „informativste“ Kanal für mich. Vor allem seine Grundlagenvideos sind für Einsteiger sehr zu empfehlen.

Kevin Kennedy – der Kanal eines Product-Designers der professionell mit FUSION360 arbeitet und auch entsprechende Kurse gegen Bezahlung anbietet. Sehr gute logische Erklärungen, breites Themenspektrum, auch Holzwerker-soezifische Inhalte.

Justin Geis – ein Kanal mit einem gewissen Focus auf FUSION360 für Woodworking. Die Videos sind schön kurz und erläutern die jeweilige Aufgabenstellung recht anschaulich, auch wenn in meinen Augen manchmal ein etwas komplizierter Lösungsweg gewählt wird.

Und ja, alle die oben genannten Kanäle sind englischsprachig.

Deutschsprachige FUSION360 Erklärvideos

Jetzt ist die englische Sprache ja nicht jedermans Sache. Daher werde ich immer wieder nach guten, deutschsprachigen Videotutorials zu FUSION360 gefragt. Deshalb hier auch noch zwei deutschsprachige Empfehlungen.

Fusion für Holzbastler – Der Holzbastler hat zusätzich zu seinem normalen YouTube Auftritt einen weiteren deutschsprachigen Kanal mit dem Titel „Fusion für Holzbastler“ eröffnet in welchem er sehr änfängerfreundlich die Grundlagen von FUSION360 unter dem Aspekt von Holzwerker-Projekten vorstellt.

MisterMestro – Ein noch nicht sehr bekannter Kanal den ich aber sehr empfehlen kann. Und dies nicht nur, weil der Kanal deutschsprachig ist, sondern auch weil die Videos sehr effektive und teilweise innovative Arbeitsweisen im Umgang mit FUSION360 zeigen.

Als ein Beispiel nenne ich das nachfolgende Video in dem die Konstruktion eines Vogelhäuschens mit Fingerzinken erklärt wird.

Damit habe ich meine wichtigsten Informationsquellen zum Thema FUSIOM360 genannt.

Sicherlich gibt es noch weitere gute YouTube Kanäle. Wenn hier einer meiner Leser noch einen Tipp hat, dann bitte einen Kommentar schreiben. Vielen Dank.

 

5 Kommentare zu “FUSION360 für Holzwerker

  1. Hi Wolfgang,
    Vielen Dank für Deinen Artikel zu Fusion360.
    Ich möchte auch gerne meine positive Erfahrung teilen als Hobbyhandwerker mit 1-2 kleineren Projekten (Schränke etc) pro Jahr:
    Anfangs habe ich auch mit Excel gearbeitet, aber ich finde das Risiko von Fehlern eigentlich zu groß, speziell wenn man nachträglich etwas ändern möchte, dann wird es schnell kompliziert. Insbesondere motiviert durch einen Einbauschrank unter der Dachschräge, wo es dann auch auf exakte Winkel etc. ankam, wollte ich dann doch mal ein 3D Programm probieren. Zur Auswahl standen dann Sketchup und Fusion360. Ich habe mich zum Glück für Fusion360 entschieden und bin seitdem damit sehr zufrieden. Ich hatte keinerlei CAD Kenntnisse, bin aber über das von Dir o.g. Tutorial „Fusion für Holzbastler“ mit etwas Übung doch überraschend schnell an mein Ziel gekommen.
    Eigentlich mache ich jetzt alle Projekte in Fusion 360 da auch hier der Weg das Ziel ist und es auch Spaß macht das Projekt vorher im CAD zu konstruieren! Daher absolute Emofehlung!

  2. Die Kiste finde ich toll, wenn sie jemals kaputt geht, hat sie auch noch einen Thermischen Nutzen. Bis dahin kann sie sehr viel Kunststoff bzw. Plastik vermeiden.

  3. Moin Wolfram!
    Danke für den schönen Beitrag. Wir haben einige erste Erfahrungen mit Sketch Up gesammelt, allerdings waren die Speicher-Formate nichts für uns. Dann sind wir auf Fusion360 gestoßen, mit dem wir gut zurecht kommen und das für unsere Zwecke auch besser geeignet ist.
    Die Frage ist, was würden wir ohne Youtube-Tutorials nur anstellen. Wer sich kostenfrei „bilden“ möchte findet dort auf jeden Fall viele nützliche Infos und Anleitungen. Hat uns schon mehrmals den Hintern gerettet.
    Nun wollen wir die weiterhin „ruhige Zeit“ nutzen um uns noch mehr beizubringen und zu experimentieren. Nebenbei bleibt zum Glück genug Zeit für ein Spiel mit schwarzem Humor (https://simonjan.de/collections/harter-tobak-roast) mit dem Namen Harter Tobak.
    Weiterhin frohes schaffen und alles Gute!

    • Hallo, mir scheint das hier leider primitive Werbung zu sein. Irgendwie fehlt mir hier der Holzwerker-Bezug. Und dann schreibt es ein mysteriöser Mathias Osterhagen aus einem WEB-Account. Wenn es Mitarbeiter von Euch wäre, dann würde der doch eine Email Adresse von Euch haben? Schade, aber irgendwie traurig dass Ihr so ein komisches Marketing macht. Cleverer wäre es, nach Absprache Spiele zu versenden. Dann gäb es auch einen tollen Artikel – wenn mir das Spiel gefällt. So aber ist das nur dümmliches SEO Seeding.
      (Ich veröffentliche das hier nur weil ich eigentlich junge Firmen unterstütze, aber das was hier versucht wird ist ja sooo k****e)
      BTW: Solche SEO Seed Spam Kommentare bekomme ich jeden Tag mehrfach und lösche diese in 99,9% der Fälle nur einfach weg.

      • Hey Wolfram, dann entferne aber am besten auch den Link bzw. mache ihn unklickbar? Ansonsten hat der SEO-Spammer ja doch gewonnen 🙁 Ich verstehe es auch nicht, warum „Mathias“ in dem Fall nicht einfach als Simon oder Jan kommentiert. Ich finde es gut, dass du darauf reagiert hast, denn dann bleibt etwas negatives haften 😉

        LG reen

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