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Shaper Origin Unboxing – erste Eindrücke

Nachdem die Shaper Origin nun auch in Deutschland erhältlich ist, habe ich mich entschlossen, in diese Maschine zu investieren.

Hier beschreibe ich meine ersten Eindrücke beim Arbeiten mit der Shaper Origin – einer handgeführten CNC-Oberfräse.

Den ersten realen Kontakt mit der Shaper Origin hatte ich auf der Holzwerken Live im vergangenen Herbst in Fellbach. Dort konnte ich mich auch mit den Entwicklern unterhalten und die Maschine auch einmal ausprobieren.

Nach reiflicher Überlegung habe ich mich dann entschlossen, mein mehr oder weniger gesamtes Hobbybudget in die Shaper Origin zu investieren. Die zunächst geplante Anschaffung einer Bandsäge und einiger anderer Werkzeuge ist damit bis auf weiteres gestrichen.

Diese Maschine habe ich von meinem eigenen Geld selbst gekauft!

Der Shaper Online Shop

Die Shaper Origin ist nur direkt Online über den Webshop von Shaper Tools zu bekommen. Im Fachhandel sucht man diese Maschine vergeblich. Dies ist auch einer der Gründe weshalb ich hier von meinen Eindrücken und Erfahrungen berichten werde.

Von der Aufgabe der Bestellung bis zur Lieferung vergingen knapp 8 Werktage. Die Wartezeit kann man sich mit dem Download der Anleitung versüßen. zur Anschauen einer Vielzahl von Erklärvideos überbrücken, in denen alles Wissenswerte rund um die Shaper Origin erklärt wird.

Der Lieferumfang

Die Shaper Origin wird in einem Systainer geliefert, der einfach in einem stabilen Umkarton steckt.

Assembled in Singapore – also das Zusammenschrauben findet in Asien statt. Woher dann die einzelnen Teile stammen ist leider nicht ersichtlich.

In Systainer befindet sich neben der Maschine auch ein Schlauch für den Anschluß an einen Staubsauger, die Anleitung und ein Beutel mit verschiedenem Zubehör – Schraubenschlüssel, Inbusschlüssel, ein USB-Stick mit Testdaten und zwei Rollen Shaper-Tape sowie drei Fräswerkzeuge.

Die mitgelieferten Fräser sind je ein zweischneidiger Spiralfräser mit 3 und 6mm Durchmesser sowie ein 60 Grad Gravierstichel. Beide Sprialfräser haben einen 8mm Schaft der allerdings recht kurz ausfällt.

Die maximale Frästiefe des 6mm Fräser liegt bei 21mm, die des 3mm Fräsers bei 10mm. Und da kommen wir auch schon an die erste Grenze der Shaper Origin: Dickeres Material als 21mm sind mit der Standardausrüstung nicht zu bearbeiten!.

Die Inbetriebnahme

Der erste Schritt ist das Entfernen der Transportsicherungen. Die roten Plastikteile sollte man aber aufheben, denn wenn die Shaper Origin transportiert wird, soll man diese wieder einsetzen, um die CNC Mechanik zu schützen.

Die Schutzfolie auf dem Display erklärt wie es geht – gut gemacht!

Für den Einsatz der Shaper Origin ist ein Internet-Zungang unerlässlich. Da meine Garagenwerkstatt nur eine schwache WLAN Abdeckung hat, ist es mir nicht gelungen, die Shaper dort erstmalig in Betrieb zu nehmen. Hier ist die WLAN-Leistung der Shaper im Vergleich zu einem Smartphone unerwartet schwächlich.
Ich bin daher mit der Maschine in mein Arbeitszimmer gewechselt weil ich da die bestmögliche WLAN Abdeckung habe.

Dort hat sich die Shaper dann auch auf Anhieb mit dem Internet verbunden und ich konnte mein Shaper Benutzerkonto anlegen. Die Funktionen der Shaper sind per Software gesteuert und wie heutzutage üblich, ist die erste Amtshandlung nach dem Registrieren der Maschine ein Software-Update.

Das dauerte rund 5 Minuten gefolgt von einem automatischen Neustart der Maschine.

Erstes Vertrautmachen

Um die ersten Schritte möglicht gefahrlos machen zu können bietet die Shaper das sogenannte „Luftfräsen“ an – „Airmode“ genannt. Dabei kann man alle wesentlichen Funktionen des verfolgenden Fräsvorganges ohne laufende Spindel austesten.

Natürlich braucht es dazu eine Fläche die mit Shaper Tape beklebt ist, um so das Werkstück zu simulieren. Ich habe dazu einfach eine in etwa DIN A4 große Sperrholzplatte mit dem Band beklebt und dann vor die Shaper Origin gelegt.

Alles weitere erklären dann die wirklich gut gemachten Tutorial-Videos von Shaper auf YouTube.

Wie geht es weiter?

Sobald ich das erste Projekt umgesetzt habe, werde ich weiter berichten.

Und jetzt bin ich gespannt, ob ich auch in ein paar Monaten noch der Meinung bin, dass die Shaper Origin eine gute Investition war.

 

3 Kommentare

  1. Thomas Klein

    09/05/2020 @ 22:25

    Hallo,

    ich nutze gerade meine Shaper Origin, um Ihren Kammwebstuhl nachzubauen. Meine Frau wollte ihn aber in 60 cm Breite, daher habe ich die Daten etwas angepasst. Die meisten Teile sind fertig, aber den Kamm habe ich mir bis zuletzt aufgespart. Mal sehen, wie es mit dem 2 mm Fräser funktioniert.

    Viele Grüße
    Thomas

    Antworten
    • Hallo Thomas, ich empfehle einen 2mm Fräser mit spiralverzahnung und 1/8 Zoll Schaft – das liefert in dünnem Sperrholz die besten Ergebnisse. Passende Spannzange für die Shaper vorausgesetzt.

      Antworten
      • Thomas Klein

        20/05/2020 @ 11:29

        Ich will hier noch auf einen Fehler hinweisen, den ich gemacht habe:
        für von 400 mm Breite auf 600 mm Breite zu kommen, habe ich einfach auf die quergehenden Bauteile 200 mm auf die Maße von Dir drauf addiert. Jetzt habe ich für meine Frau auf die Schnelle einen Ashford Webkamm bestellt. Der ist aber jetzt 632 mm in den Kammhaltern breit. Deshalb sollten auf die Maße von Dir so ungefähr 235 mm drauf addiert werden. Die eigentliche Kammbreite ist übrigens 595 mm.
        Der Querschnitt der Kammhalter ist bei dem Ashford Kamm übrigens 15 mm breit x 23 mm hoch.
        Ich werde wohl ein oder zwei Kammstege aussen abtrenne und alles auf meine benötigten Maße kürzen. Aber wenn andere auf die gleiche Idee kommen, sind sie wenigstens gewarnt.

        Viele Grüße
        Thomas

        Antworten

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