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Starmix Anwendertag 2019 – ein Bericht

Am 18. Oktober 2019 fand der Starmix-Anwendertag 2019 in  am Sitz der Firma in Ebersbach an der Fils statt. Auch ich hatte die Gelegenheit an diesem Event teilzunehmen.

Für alle Interessierten Holzwerker folgt hier mein Bericht was es dort so alles zu erfahren gab.

Los ging es mit der Begrüßung aller Teilnehmer durch den Firmenchef, Herrn Roman Gorovoy. Er gab eine kurze Einführung in die Historie der Firma Starmix und welche Produkte die Firma bekannt gemacht haben. Das Unternehmen wurde in den 20er Jahren des vergangenen Jahrhunderts unter dem Namen “Elektrostar” gegründet und war Erfinder des elektrischen Heißlufthandtrockners. Ein entsprechendes Gerät aus den 1930er Jahren war im Demoraum noch vorführbereit und konnte ausprobiert werden.

Der Verkaufsschlager in den 1950er und 60er Jahren war ein Mixer mit Hochgeschwindigkeitsmotor, der unter dem Namen “Starmix” verkauft wurde. Nach verschiedenen Auf- und Abwärtsphasen wurde das Unternehmen ab 2008 konsequent neu ausgerichtet.
Heute produziert Starmix unter anderem ein breites Sortiment professioneller Staubsauger, Warmlufttrockner für den Einsatz im Sanitärbreich und unter dem Namen “Haaga” auch Kehrmaschinen.

Seit März diesen Jahres hat Starmix ein neues Firmengebäude bezogen, durch welches wir anschließend geführt wurden. Hier konnten wir die neuen Büroräume besichtigen.

Es folgte eine Führung durch die einzelnen Abteilungen des Unternehmens wie Teilefertigung, Labor, Qualitätssicherung, Montage, Verpackung, Lager usw.

Leider war es Freitagnachmittag und wegen Überstundenabbau war die Fertig nicht am laufen.

Aber es gab dennoch einen guten Eindruck wie die Herstellung der Starmix-Sauger abläuft. Es ist definitiv “Made in Germany”.

Diskussion mit den Anwendern

Nach einer Kaffeepause folgte dann der eigentlich spannende Teil des Anwendertages. Es begann mit einer Diskussion mit der nahezu vollständig angetretenen Entwicklermannschaft für die Staubsauger. Da hier Anwender aus den verschiedensten Gewerken vertreten waren, wurde natürlich auch ein breites Spektrum an Wünschen geäußert. Und das Ziel von Starmix war es, hier möglichst viel zu erfahren, was die Anwender gerne in der nächsten Generation professioneller, netzgebundener Werkstattsauger von Starmix umgesetzt sehen möchten.

Der praktische Vergleich

Das Highlight des Anwendertages war ein praktischer Vergleich der aktuellen Starmix, Festool, Kärcher und Nilfisk.

Dabei wurde die Handhabung der verschiedenen Saugermodelle und das dazu gelieferte Zubehör praktisch erprobt. Das war sehr interessant zu sehen, denn im Handel kann man in den seltensten Fällen alle diese Werkstattsauger so direkt miteinander vergleichen.

Und immer war das Entwicklerteam von Starmix aufmerksam am Zuhören, Rückfragen stellen und mitschreiben.

Wir dürfen also gespannt sein, welchen Innovationen das Starmix-Team seine neue, netzgebundene Profi-Saugergeneration ausstatten wird. Die Markteinführung ist wohl im Jahr 2021/22 zu erwarten.

Es folgte dann auch eine praktische Erprobung der verschiendenen Saugermodelle. Zuerst mit “Normschmutz” die entsprechend aufgesaugt wurde. Danach wurde mit der Kreissäge und dem Exzenterschleifer gearbeitet und abgesaugt.

Hier zeigte sich, dass grundsätzlich alle Profi-Sauger auf einem recht hohen technischen Niveau liegen. Der Unterschied liegt aber in den kleinen, anwendungsspezifischen Details wie z.B. einfacher Filterwechsel, Wirksamkeit der Filterreinigung bei den verschiedenen Staubarten, Schlauchmontge etc. Das ist es dann auch, was viel für die Zufriedenheit der Benutzer bei den verschiedenen Anwendungsfällen ausmacht.

Mein persönliches Fazit

Natürlich fragen sich jetzt viele meiner Leser welche Eindrücke ich aus dem Vergleich der verschiedenen Sauger mitgenommen habe. Dazu kann ich sagen dass das Sauger-Zubehör des Kärchers und auch des Nilfisk einen guten Eindruck machen. Dies setzen hier die Maßsstäbe. Allerdings ist auch die Starmix-Serie seit letzten Herbst mit einer verbesserten Saugmuffe ausgestattet, die das Verbinden mit Elektrowerkzeugen erleichtert. Der Festool Sauger überzeugt durch seine gute Unterbringung von Saugschlauch und Kabel, ist aber insgesamt ein sehr großer und unhandlicher Sauger. Der Starmix bringt mit seiner doppelten Filterkassette und der elektromechanischen Abrüttelung definitiv die beste kontinuierliche Saugleistung – auch bei kritischen Stäuben wie Gips oder Steinstaub.
Für trockenes Material wie es beim Holzwerken zum Einsatz kommt kann man die Sauger allesamt auch ohne Beutel einsetzen, wobei das Entleeren der Staubbehälter nur bei Starmix und Kärcher gut und ohne übermäßige Sauerei gelingt.

Wissenswerte Neuigkeiten von Starmix

Als kleines Highlight des Anwendertages wurde beim Kaffeetrinken noch die neue Adapterplatte Unifix für die Starmix iPulse, ISP und ISC Sauger gezeigt, die ab Ende des Monats in den Handel kommt. Darauf haben ja viele Verwender eines Starmix-Saugers gewartet.

Dieser Aufsatz erlaubt es endlich, nicht nur die Tanos Systainer und die Makpaks zu montieren, sondern auch die L-Boxen von Bosch, die neuen Systainer von Festool sowie die Hikoki Boxen und noch eine drittes, derzeit “geheimes” Boxensystem.

Der neue Akkusauger Starmix Quadrix ist ebenfalls jetzt erhältlich. Ein kompaktes Geräte für ein Einsatz auf der Baustelle und bei Montagearbeiten mit einer für einen akkubetriebenen Sauger wirklich sehr starken Saugkraft.

Und da Starmix bei der Akku-Standardisierungs-Initiative von METABO mitmacht, wird der neue Akkusauger Starmix Quadrix mit diesen Akkus ausgestattet. Das finde ich sehr gut, denn das reduziert den doch teilweise sehr ärgerlichen Akku-Wildwuchs bei den verschiedenen Herstellern.

 

3 Kommentare

  1. Hallo Wolfram,
    vielen Dank für deinen Bericht.
    Ich nutze meinen Starmix iPulse nun schon über ein Jahr und bin sehr zufrieden. Er kommt bei mir zwar überwiegend im Holzbereich zur Anwendung, aber ich habe ihn auch schon beim kompletten Umbau eines Badezimmers eingesetzt. Den Kauf habe ich nie bereut und würde mir auch immer wieder einen Starmix Sauger holen.

    Beste Grüße
    Frank

    Antworten
  2. Ich habe eine Pellet Anlage mit einem Löschwassertank, sollte es einmal dort brennen, wo es nicht brennen soll. Jedesmal wenn ich sie reinige, stelle ich mir die Frage, ob es auch Sauger mit einer solchen Einrichtung gibt. Aus gutem Grund.

    Ich nutze u.a. einen Dustcommander mit einem Festtool Sauger. Wenn ich an zwei Stellen absaugen will, z.B. an der Tischkreissäge oder am Frästisch, schalte ich über eine Master-/Slave-Steckdose noch einen Kärcher Sauger dazu. Der Dustcommander steckt auf einer MDF-Kiste. Die Kiste reicht einige Monate aus.

    Vor einiger Zeit habe ich Buchenholz gefräst. Die Tiefe lag bei ca. 2mm. Der Fräser war sehr scharf, man hatte nicht das Gefühl, dass man den Fräser oder die Maschine quälen wurde.
    Als ich fertig war, roch es im Keller nach Holz. Das war am Samstag gegen 14:00. Der Geruch ging nicht weg und war auch noch am Sonntag zu riechen. Am Montag morgen wurde ich durch ein Geräusch geweckt. Es war ein Rauchmelder vor meinem Schlafzimmer. Ich dachte zuerst an einen Fehlalarm, aber im Treppenhaus war tatsächlich Rauch. Als ich die Kellertür geöffnet habe, konnte ich kaum noch etwas sehen. Am Ende war die Ursache die Holzkiste mit dem Dustcommander. Feuer war nicht zu sehen. Ich habe in die Kiste Wasser geschüttet und nach draußen gerollt. Der Boden war durchgebrannt, Staub und Späne praktisch komplett verkohlt.
    Die Ursache habe ich erst nach ca. 35 Stunden bemerkt. Nun stelle ich mir natürlich die Frage, wie man das verhindern kann. Ohne Gedanke darüber zu verlieren, will ich nicht weiter machen.

    Gibt es Sauger, die so etwas verhindern können?

    Verzichte ich auf die Dustcommander Lösung, da dort natürlich eine Menge Staub vorhanden ist und ein Funke ausreicht. Die Kiste ist noch zu retten, wenn man auf den Rest des Bodens eine Platte legt. Nun kam mir der Gedanke, etwas höher einen dünnen Boden einzubauen, der schnell durchbrennt und darunter einen Wassertank einzubauen. Brennt der Boden durch, würde das Feuer ins Wasser fallen.

    Hat einer Ideen oder Tips dazu

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    • Hallo Peter, Danke für den Bericht was bei Dir so in der Werkstatt passiert ist. Ich denke dass da der Dustcommander trotzdem irgendwo ein glühendes Teilchen abbekommen hat. Woher das kommt ist natürlich schwer zu sagen. Ich benutze nur den Starmix-Sauger ohne Beutel und bei größen Fräs- und Sägeaktionen wird der hinterher auch immer gleich entleert.

      Antworten

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