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Hartöl richtig anwenden – ganz anschaulich

Die Oberflächenbehandlung mit Hartöl ist – richtig angewendet – eigentlich eine ganz einfache Sache. Trotzdem erreichen mich immer wieder Leserfragen zu diesem Thema weil zum Beispiel die behandelte Holzoberfläche „klebrig“ bleibt.

Hier zeige ich deshalb, worauf es nach meiner Erfahrung bei der Anwendung von Hartöl ankommt.

Es gab im vergangenen Jahr schon einmal einen Artikel zum Thema Oberflächenbehandlung mit Hartöl von mir, aber dennoch sind hier noch Fragen offen. Insbesondere wird mir immer wieder die Frage gestellt, wie der Ölauftrag denn aussehen soll. Deshalb folgen hier einige ergänzende Informationen und entsprechende Bilder dazu.

Die Ausstattung

Um ein Hartöl zu verarbeiten, benötigt man eigentlich nur das Hartöl, einen weichen Pinsel und einen sauberen Baumwoll-Lappen der möglichst nicht fusselt. Für das spätere Abwischen ist das Tragen von Einmalhandschuhen empfehlenswert.
Wichtig ist auch eine nicht zu kalte Werkstatt – die meisten Hartöle sollten bei Temperaturen über 12 Grad verarbeitet werden.

Vorbereitung der Holzoberflächen

Die Holzoberflächen sollten fein gehobelt oder geschliffen sein. Wenn verschiedene Bauteile aneinander stoßen, so sollten auch deren Oberflächen gleich behandelt sein. Also entweder alles gehobelt oder alles geschliffen. Grund ist die unterschiedliche Aufnahmefähigkeit – das Hartöl zieht dann unterschiedlich tief ins Holz. Das kann leichte Farbunterschiede zur Folge haben.

In der Regel sind die Oberflächen geschliffen. Ich beginne hier mit 80er Körnung und arbeite mich dann über 120er und 180er bis 240er hoch.

Nach dem Schleifen ist es sinnvoll die Oberfläche zu entstauben, insbesondere wenn man während des Schleifens nicht mit einem leistungsfähigen Staubsauger abgesaugt hat. Hierzu haben sich handelsübliche Staubbinde-Tücher für den Haushalt bestens bewährt.

Auftragen des Hartöls

Es empfiehlt sich das Hartöl portionsweise in einen kleinen Becher zu geben. So ist sichergestellt dass die große Dose mit dem Hartöl nicht verschmutzt wird. Kommt Sägestaub und anderer Schmutz in die Hartöldose, so kann dieses verklumpen oder sich verfärben. In jedem Fall leidet die Verarbeitbarkeit.

Ich trage Hartöl immer mit einem weichen, breiten Qualitätspinsel auf. Dabei wird das Hartöl richtig dick aufgetragen, sodaß unmittelbar eine glänzende Schicht entsteht.

Idealerweise sind die Fläche alle waagerecht. Aber das ist natürlich nicht immer möglich. Wichtig ist dann, dass man senkrechte Flächen immer zuerst bearbeitet und erst danach die darunterliegenden waagerechten Flächen. So kann das herablaufende Hartöl dann auf der waagerechten Fläche weiterverteilt werden. An den Kanten muss man darauf achten, dass sich an der Unterseite keine Tropfnasen bilden.

Besondere Aufmerksamkeit gilt den Kanten mit Hirnholz. Da hier besonders viel Hartöl von den Holzfasern aufgenommen wird, sollte man diese Stellen mehrfach einstreichen.

Danach gilt es zwischen 15 und 30 Minuten zu warten. bis sich in der Fläche erste matte Stellen bilden. Mit dem Finger kann man prüfen, ob das überstehende Hartöl eine etwas klebrige Konsistenz hat.

Jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, das überstehende, nicht ins Holz eingezogene Hartöl abzuwischen. Und die Sorgfalt mit der dieser Vorgang des Abwischens ausgeführt wird ist entscheidend für die resultierende Oberfläche.

Abnehmen des Überstandes

Dieser Arbeitsschritt ist der wichtigste, denn er entscheidet über die Qualität der resultierenden Oberfläche. Das Abwischen muss immer mit einem sauberen, saugfähigen Lappen erfolgen, Ich persönlich erhalte die besten Resultate mit feinen Baumwollstoffen die z.B. von alten T-Shirts oder Unterhemden stammen.

Besondere Aufmerksamkeit sollte man den Kanten widmen. Gerade hier muss überschüssiges Hartöl sorgfältig entfernt werden, um später keine klebrigen Ecken zu bekommen. Ebenso sollte Hartöl das auf die Unterseite gelaufen ist, entfernt werden.

Als Auflage benutze ich hier Dreikantleisten, auf denen ich das Werkstück abstütze, ohne dass die mit Hartöl benetzten Flächen auf der Werkbank wieder verschmiert werden.

Beim Abreiben muss man regelmäßig den Lappen wechseln. Nur ein trockener Lappen hat genügend Saugkraft um das überschüssige Hartöl aufzunehmen. Sobald sich der Lappen dunkel färbt, ist es Zeit diesen durch einen trockenen Neuen zu ersetzen.

Alle Stellen die jetzt noch glänzen, müssen solange durch Reiben bearbeitet bis diese seidenmatt werden. Genauso müssen ganz matte Stellen noch ein wenig nachgerieben werden. Das Abreiben ist dann fertig, wenn die gesamte Oberfläche einen gleichmäßigen, seidenmaten Glanz hat.

Jetzt muß nur noch gewartet werden, bis das Hartöl entsprechend getrocknet ist. In der Regel sind hier 12-24 Stunden nötig, bis ein zweiter Auftrag erfolgen kann. Je nach Anspruch kann aber auch schon ein einmaliger Auftrag ausreichend sein.

Sonstige Hinweise

Beim zweiten Auftrag ist die Vorgehensweise identisch, allerdings wird in der Regel deutlich weniger Hartöl aufzutragen sein, um den glänzenden Auftrag zu erhalten.

Bei schmalen Bauteilen wie z.B. Schranktüren empfiehlt es sich, immer zuerst die sichtbare Aussenseite zu behandeln. Der Grund dafür ist ganz einfach: Falls doch übergelaufenes Hartöl Tropfen bildet, so sind diese an der Innenseite.

Zudem ist es sinnvoll, die Rückseite auf jeden Fall binnen 12-24 Stunden zu behandeln. Dann sind die übergelaufenen Hartölreste noch frisch genug, dass diese durch den nachfolgenden Auftrag des neuen Hartöls wieder angelöst werden. So sind diese beim nachfolgenden Abnehmen des Überstandes wieder wegzureiben.

Klebrige Oberflächen

Wenn eine mit Hartöl behandelte Oberfläche klebrig und stumpf bleibt, so hat dies zwei mögliche Fehlerursachen:

  • Es wurde beim Abreiben nicht sorgfältig genug gearbeitet. Gerade wenn der Lappen nicht rechtzeitig ersetzt wird kann es Probleme geben. Denn wenn dieser nicht mehr genügend aufnahmefähig ist, bleibt zu viel Hartöl auf der Oberfläche zurück, das dann nicht ordentlich aushärten kann.
  • Bis zum Abreiben des Überstandes wurde zu lange gewartet. Hier sollte man im Zweifelsfalle eher früher als später mit dem Aufnehmen des überstehenden Hartöls beginnen. Falls dann doch ungesättigte Stellen bleiben, kann man diese mit einem zweiten Auftrag behandeln.
  • Das verwendete Hartöl ist überaltert oder verschmutzt. Wenn bereits Verklumpungen im Hartöl schwimmen, ist das Risiko groß, dass das Gebinde überaltert ist.

War die Holzoberfläche zuvor schon einmal mit Lack oder Lasur behandelt worden, empfehle ich vom Einsatz von Hartöl Abstand zu nehmen. Selbst wenn der Lack von Oberfläche zuvor vollständig abgeschliffen wurde, gibt es immer wieder fleckige Resultate. Grund sind die tief im Holz steckenden Lösungsmittelreste.

Typische Fehler beim Arbeiten mit Hartöl

Als kurze Zusammenfassung hier eine Auflistung meiner Fehl-Erfahrungen beim Anwenden von Hartöl. Folgende Punkte gilt es zu vermeiden:

Hartöl nicht auf senkrechte Flächen auftragen! Der Überschluß läuft nach unten und es ergibt sich eine ungleichmäßige Oberfläche. Oben hell und rauh, unten dunkel und übersättigt.

Frisch geölte Teile nicht in die Sonne legen! Das führt zu einem zu schnellen, ungleichmäßigen Verdunsten des Lösungsmittels. Als Ergebnis erhält man Stellen, die nur sehr langsam trocknen, teilweise erst nach mehreren Tagen nicht mehr klebrig sind. Auch besteht die Gefahr der Fleckenbildung.

Heruntergelaufenes Öl vermeiden! Auch wenn man nur waagerechte Flächen mit dem Öl behandelt, kann es passieren dass am Rand Öl an den Seiten hinunterläuft. Wenn das passiert, dieses Öl sofort abwischen. Wartet man damit bis das überschüssige Öl abgenommen wird, so entstehen schnell Laufspuren, die erst mit mehreren Nachölungen mühsam wieder entfernt werden können.

Tropfenbildung an den Unterkanten vermeiden! Wenn man z.B. eine Tischplatte zum zweiten Mal einölt, kann es passieren dass sich an den Ecken kleine Tropfen überschüssigen Öls bilden. Werden diese beim späteren Abnehmen des überschüssigen Öls nicht entdeckt und mit abgewischt, so bilden sich später kleine harzige Höcker. Diese kann man dann nur noch abschaben, z.B. mit einer Ziehklinge oder einer Cutter-Klinge. Anschließend die Fehlstellen wieder leicht nachölen. Wenn es sichtbare Stellen sind muss man dies ggf. mehrmals wiederholen bis die Verfärbungen wieder verschwinden.

Gereinigten Pinsel nicht auf Zeitungspapier ausstreichen! Das Lösungsmittel im Hartöl löst die Druckerschwärze aus dem Zeitungspapier und diese geht dann in den Pinsel über. Beim nächsten EInsatz bekommt das Holz dann graue Schlieren.

ClouHartoel - 7 Kopie

Besser einen alten Lappen nehmen um den Pinsel von Lösungsmittelresten zu befreien.

Nicht die Hartölmarke mitten im Projekt wechseln! Wenn man eine Gruppe von Möbeln baut, die später zusammen aufgestellt sind – oder gar Bauteile die miteinander verschraubt werden, dann sollte man diese alle mit einem Hartöl des gleichen Herstellers behandeln. Jeder Hersteller von Hartöl hat seine eigene Rezeptur und daraus resultieren auch immer etwas unterschiedliche Oberflächentöne.

 

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39 Kommentare

  1. Auch direkte Sonneneinstrahlung ist keine gute Idee – kann ich aus leidiger Erfahrung sagen 🙁
    Persönlich mache ich den zweiten Auftrag direkt, nachdem der erste „eingezogen“ ist, also nach ca. 20 Minuten. Danach geht es genauso weiter wie beschrieben.
    Das gute Abreiben ist m.E. wirklich sehr wichtig!
    Bei Innenseiten sollte man mit dem Ablüften nicht sparen. Viele Öle haben einen unangenehmen Geruch, den sie auf den Innenseiten leider nicht so schnell loswerden. 1-2 Wochen an der „frischen Luft“ hat bei mir geholfen – aber nicht im Herbst …

    Antworten
    • Ja, das mit der direkten Sonne ist auch ein häufiger Fehler – das Hartöl trocknet dann sehr unregelmäßig. Werde ich mal noch ergänzen.

      Antworten
  2. Danke für,die hervorragende Anleitung. Mit Hartwachsöl habe ich bisher noch nichts gemacht, allerdings viel mit Leinölfirnis, was im Prinzip ähnlich abläuft.

    Eine Frage: Wie reinigst Du den Pinsel oder bewahrst ihn auf?

    Antworten
    • Ich reinige den Pinsel mit dem passenden Lösungsmittel – in vielen Fällen ist da bei Hartöl einfaches Testbenzin geeignet. Dann auf einem sauberen Tuch ausstreichen bis der Pinsel wieder trocken ist.

      Antworten
  3. Hab vor kurzem eine Holzkiste gebaut und mit dem Hartwachs ÖL behandet. Allerdings ist das ergebnis nicht so geworden wie bei dir. Allerdings habe ich auch nicht so satt aufgetragen wie du. Und ich habe nur ein tuch zum abnehmen genommen.
    Das war vor ca. 2 wochen. Lohnt jetzt noch ein dritter versuch??

    Antworten
    • Hallo Alexander, wenn Du das gleiche Öl aufträgst, lohnt das auf jeden Fall. Ich weiß ja nicht, was da nicht so toll geworden ist, aber wenn es fleckig ist ggf. mal mit 240 Papier kurz anschleifen und dann nochmal auftragen. Wenn die Oberfläche noch klebrig ist, kannst Du mal versuchen, das mit einem mit Waschbenzin getränkten Lappen abzureiben. Am besten im Freien, weil das schon recht ordentlich riecht..

      Antworten
      • Schifter Alexander

        21/09/2017 @ 10:34

        Danke Wolfram für die Rückantwort!
        Mit nicht so toll hab ich gemeint, dass die Oberflächen bei mir nicht so schön glänzen wie die auf Deinen Fotos hier oben.
        Es klebt nichts, Gottseidank, und nicht ist fleckig, daher brauch ich den Schritt nicht machen.

        Ich werd es nochmals probieren und auch ordentlich Tücher verbrauchen. Auch das Abreiben hab ich nicht gemacht, stand aber auch nicht auf der Dose.

        Das von Dir ebenfalls empfohlene Buch „OBerflächen behandeln“ hab ich bereits bestellt, da ich auf diesem Gebiet doch erheblichen Nachholbedarf habe.

        Antworten
  4. Hallo Wolfram,
    danke für den ausführlichen und hilfreichen Artikel! Finde es echt klasse, dass du so viele Bilder gemacht hast.
    Hatte auch das Problem, dass mein Tisch nach der Hartölbehandlung klebrig war. Es lag einfach daran, dass ich zu lange bis zum Abreiben gewartet habe.
    Viele Grüße 🙂

    Antworten
  5. Klaus Moerders

    20/10/2017 @ 10:30

    Hallo Wolfram,
    wenn ich die Hölzer zugeschnitten, geschliffen (meist 180-Korn) und entstaubt habe, streiche ich die Flächen ein mal. Die Kontaktflächen öle ich nicht ein !!!
    Dann verleime ich die Konstruktion.
    Im zusammengebauten Zustand erfolgt der zweite Anstrich in der Art wie von dir geschrieben.
    Auf diese Weise erhält man einen gleichmäßigeren Auftrag, insbesondere bei komplizierten Gewerken.

    Was hältst du von meiner Vorgehensweise ?
    LG
    Klaus

    Antworten
    • Hallo Klaus,

      das kann man so machen – ich habe da nur immer Sorge wegen überquellendem Leim. Aber ich werde da für mein aktuelles Projekt des Beistelltisches mal in Betracht ziehen.

      Antworten
  6. Lässt sich denn geöltes Holz noch leimen? Ich habe einen Schrank, den ich ölen möchte. Aber natürlich nicht in der Wohnung. Zusammengebaut bekomme ich ihn aber nicht dahin. Deswegen würde ich jetzt die Leim Flächen abkleben mit crepband vor dem ölen. Reicht das?

    Antworten
    • Hallo Stefan,

      geöltes Holz lässt sich mit normalem Holzleim nicht mehr kleben. Das Abkleben der Leimflächen vor dem Ölen funktioniert, erfordert allerdings ein hochwertiges und vor allem frisches Kreppband. Gute Erfahrungen habe ich mit TESA Malerkrepp gemacht, da sind die Kanten nach dem Anreiben schön dicht und es kann kein Öl unter das Klebeband wandern. Das Kreppband muß beim Aufkleben aber in jedem Fall auf einer glatten, entstaubten Oberfläche gut festgerieben werden.

      Antworten
  7. Vielen Dank für die super Erklärung. Eigentlich wollte ich nun zur Tat schreiten da muss ich lesen das es bei vorher lackierten Flächen nicht geeignet ist diese mit Hartöl zu behandeln. Was soll ich denn dann verwenden?
    Würde mich freuen wenn sie einen Rat für mich hätten!

    Antworten
    • Hallo Alex, bei lackierten Flächen geht nur neu lackieren oder halt den Lack komplett abschleifen, dann kann man auch wieder mit Hartöl arbeiten…

      Antworten
  8. Pingback: WIE… öle ich richtig mit Hartwachs-Öl? – Timberlove

  9. Hallo zusammen,
    was mache ich wenn die Holzplatte Schrammen hat?
    Jetzt will ich neues Hartoel auftragen, muss ich die alte Schicht ganz flächig abschleifen?
    Gruss Josef

    Antworten
    • Hallo Josef, kommt drauf an wie tief die Schrammen sind. Wenn es eher Kratzer sind, reicht oftmals einfaches nachölen – wenn es tiefe Kratzer sind, würde ich erst mal einen feuchten Lappen auflegen und mit dem Bügeleisen erhitzen. So wird eingedrücktes Holz wieder etwas herauskommen, dann trocknen lassen, überschleifen und wieder Ölen. Wenn es echt tiefe Schrammen sind, dann hilft nur flächiges Abschleifen.

      Antworten
  10. Kreidezeit empfiehlt für ihr Hartöl, das Holz maximal bis 100er Körnung zu schleifen, da die Oberfläche sonst verdichtet wird und weniger Öl aufnehmen kann.

    Hast du vielleicht mal Versuche gemacht bzw. Erfahrung, welche Körnung bei welchem Holz sinnvoll ist?

    Antworten
  11. Moin und danke für die Tipps,

    ich arbeite gerade an zwei Platten für einen Couchtisch. Habe ein Teststück gebeizt und die erste Lage Hartöl nach deiner Anleitung drüber gepinselt und abgerieben..soweit so gut, aber was mache ich mit den genutzten Lappen? Du hast geschrieben, dass sie bei dir in ein Gurkenglas wandern..und dann? kann man die irgendwann wieder verwenden? Das werden bei zwei Platten ja sicher noch mehr die dann mit dem Öl benetzt irgendwie gereinigt oder entsorgt werden müssen…ich verstehe ja die Notwendigkeit des Abreibens, aber Gedanken über eine fachgerechte Entsorgung mache ich mir da irgendwie auch^^

    Antworten
    • Hallo Arne,

      die öligen Lappen kommen in ein luftdichtes Glas, damit diese sich nicht selbst entzünden können. Man kann solche Lappen 2-3 Tage nach dem ersten Gebrauch ggf. nochmals einsetzen, danach allerdings härtet das Öl aus und der Lappen wird steif. Dann einfach nass machen und in den Mülleimer werfen. Man kann die Lappen natürlich auch gleich nach Gebrauch nass machen und wegwerfen.

      Antworten
  12. Hallo, unser vermieter hat in Wohnzimmer Parketen mit Hartöl geschmiert. Es war for einen Monat. Wir haben geluftet, es war besser, aber jetzt nach dem Urlaub, stinkt es sehr schreklich. Auf dem Boden sind auch Flecken. Gibt es etwas was können wir damit machen? Den Geruch ist echt stark. Vielen Dank

    Antworten
    • Möglicherweise hilft es, den Boden zu erwärmen, damit das Lösungsmittel schneller ausdünsted. Z.B. Mit einem Warmluftgebläse. Viel Lüften dabei nicht vergessen.

      Antworten
  13. Hallo Wolfram
    wir haben das Problem, dass unser Eichetisch (stabverleimt) auch 3 Tage nach dem Ölen immer noch Öl (Pflege-Öl Premium vom Dänischen Bettenlager) abgibt. Gut zu sehen wenn man z.B. eine Zeitung darauflegt oder wiederholt mit Tuch drüberreibt. Streicht man mit der Hand darüber scheint er nicht ölig zu sein, auch optisch wirkt er trocken. Hast Du da einen Tipp?

    Antworten
    • Hallo Det,
      kann es sein dass Euere Tischplatte lackiert oder lasiert war? Dann kann das Öl nicht einziehen. Da hilft nur abwaschen mit einem Löungsmittel (Spiritus oder ggf. Waschbenzin)
      Oder habt Ihr das Öl auf rohes, geschliffenes Holz aufgetragen? Dann dürfte das eigentlich nicht passieren, vorausgesetzt es ist wirklich ein Hartöl und nicht nur ein Pflegeöl zum polieren.
      Leider konnte ich über das genannte Öl vom Bettenlager online keine weiteren Infos finden.

      Antworten
  14. Hallo Wolfram,
    danke für die schnelle Antwort! Der Tisch ist auch vom Dän. Bettenlager („Goliath“) – war ein Ausstellungsstück. Der kompetent wirkende Verkäufer hat uns das Equipment mitgegeben. Das Öl findest Du unter https://www.actonacompany.com/care/products-de/
    Interessant ist es, wenn man eine Plastiktüte darauflegt, dann ist diese nach wenigen Sekunden ölig. Vorher habe ich mit mehreren Baumwolllappen noch mal ordentlich drüber gewischt (mit Druck).
    Braucht es evt. nur noch ein wenig Zeit!?

    Antworten
    • Hallo Det, hattet Ihr den Tisch vor dem Ölen abgeschliffen so wie es in der Anleitung steht? Mir schein dass da einfach das Öl nicht einziehen kann. Ich würde da jetzt Küchentücher auflegen und mal über Nacht mit Folie abdecken. Das saugt möglicherweise das überschüssige Öl auf. Oder halt mal probieren die Tischplatte mit Spiritus abzureiben… Auf jeden Fall muss das nicht eingezogene Öl wieder runter.

      Antworten
  15. Margarete Düsterhöft

    19/05/2019 @ 17:47

    Supertolle Anleitung. Selbst ich Alte (knapp 70) habe mich danach befreit an die Arbeit gemacht – was sollte denn auch schiefgehen?. Ergebnis: suuuperschön! War mit der Anleitung u. den vielen Tipps überhaupt kein Problem. Nochmal vielen Dank

    Antworten
  16. Thomas Keil

    16/06/2019 @ 21:00

    Hallo,
    ich baue gerade ein CD Regal mit recht engen Fächern aus Kiefernholz und möchte es mit Hartöl versiegeln. Nun stellt sich mir die Frage: zuerst ölen oder zuerst kleben?
    Einige Klebeflächen sind an den Stirnseiten des Holzes, und Stirnholz bekomme ich wohl selbst mit gutem Krepp nicht ordentlich abgeklebt – was daher GEGEN zuerst ölen spricht. Auf der anderen Seite stellen sich erfahrungsgemäß nach dem ersten Ölen Holzfasern auf und müssen durch Zwischenschleifen gebrochen werden – was sehr viel leichter geht wenn das Regal noch nicht verleimt ist – also DOCH zuerst Ölen?
    Ich bin unschlüssig.. irgendwelche Empfehlungen?

    Antworten
    • Hallo Thomas,
      Ich würde hier wie folgt vorgehen: zuerst alle Holzteile mit einem reichlich feuchten Tuch abreiben. Dann trocknen lassen. Jetzt stellen sich alle Fasern auf, und du kannst die Holzteile nach dem Trocknen einfach noch mal über schleifen. Danach zusammen bauen, verkleben und erst dann Ölen. Auf diese Art und Weise bekommst du schon nach dem ersten Ölen eine sehr glatte Oberfläche.

      Antworten
  17. Hallo, danke für die Anleitung!

    Aufgrund der Tatsache, dass ich mir eine schwarz durchtränkte MDF bereits einmal mit einem Klarlack (matt, farblos) komplett versaut habe (zu dick aufgetragen, absolut fleckig geworden, mehrfach abgeschliffen, erneut aufgetragen, noch schlimmer geworden), habe ich mich diesmal an eine andere MDF Platte gewagt.

    Bei diesem Versuch entschied ich mich für die Behandlung mit Hartöl. Das Hartöl wurde nahezu genau so wie in Deiner Anleitung aufgetragen und das Ergebnis ist sehr gut! Jedoch habe ich den Vorgang bereits nach 2-3 Stunden erneut durchgeführt und nicht erst am nächsten Tag. Es hat dennoch sehr gut geklappt. Von mir wurde das Hartöl auf die Platte gegeben und anschließend zügig mit einem Geschirrtuch verrieben, da ich keinen Pinsel zur Hand hatte.

    Ich würde nun gerne wissen, wie oft ich die MDF Platte behandeln muss, damit sie vor Kondenzwasser von Gläsern mit Eiswürfeln geschützt ist. Nach meinem Kenntnisstand ist MDF nämlich bekannt dafür, dass es sehr schnell aufquillt, wenn Feuchtigkeit einzieht. Kannst Du das so bestätigen?

    Mit freundlichem Gruß
    Andreas

    Antworten
    • Hallo Andreas,
      bei MDF wirst Du sicher 3-4mal Hartöl auftragen müssen bis da eine Sättigung eintritt. Ich empfehle ein Hartöl für Arbeitsplatten, weil das bildet deutlich „dickere“ Schichten. Allerdings solltest Du nicht zu viel erwarten. Wirklich „wasserfest“ wird das mit geöltem MDF nicht werden, für Kondenswasser das nicht Stundenlang einwirkt sollte es aber reichen.
      Du kannst ja später mal Deine Erfahrungen berichten.

      Antworten
      • Hallo Wolfram,
        Hut ab für Deine zügigen Antworten. Ich werde Dich auf jeden Fall über das Ergebnis informieren.
        Grüße

        Antworten
          • Servus,
            die MDF Platte hat bei den ersten beiden Auftragungen das Öl schnell und vollständig aufgesogen.
            Beim dritten Durchgang wurde viel viel weniger von der Platte aufgenommen. Aufgrund dessen musste ich recht viel „nachpolieren“.
            Nach dem Trocken habe ich ein wenig Wasser auf die Platte gekippt und siehe da, es ist in Gänze abgeperlt.

            Werde die kommenden Tage noch einmal einen vierten Durchgang mit wenig Öl durchführen.
            Die Optik ist echt super!

            Mit besten Guss
            Andreas

  18. Wir haben einen Parkettboden mit Hartöl (Clou) geölt. Weil ich dachte, es handelt sich um ein „normales“ Holzbodenpflegeöl, das man mit einem Lappen aufträgt, haben wir das Öl (wie bei unseren anderen Holzböden auch) mit ein und demselben Lappen dünn aufgetragen (nichts abgenommen). Nun klebt er stellenweise am Tag danach etwas und und hat eine unregelmäßig glänzende Oberfläche. Es sieht eher aus wie nach einer erstmaligen Behandlung mit einem Ölsiegel. Ich würde diesen unerwünschten unregelmäßigen Glanzeffekt gerne wieder wegbekommen. Mit einem grünen Schleifpad und viel Mühe würde das gehen (Testversuch). Gibt es noch eine einfachere Methode?
    Vielleicht mit Holzbodenseife und Microfasertüchern? Ein vom Parkettleger zu stark geölter Holzboden haben wir so wieder begehbar hinbekommen. Klappt das bei Hartöl auch?

    Antworten
    • Hallo Regine, ich würde versuchen mit Waschbenzin und Microfastertuch das überschüssige Hartwachs zu entfernen. Damit habe ich zumindest bei Möbeln recht gute Ergebnisse erzielen können. Möglicherweise ist Cloud EV-Verdünnung besser, weil weniger streng im Geruch. Einfach mal ausprobieren.

      Antworten

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