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American Diner – der neue Pausenraum

Hier folgt ein kurzer Bericht vom Aufbau eines American Diner, bei dem die letzte Woche angefertigten Sockelplatten zum Einsatz gekommen sind.

Der neue Pausenraum in unserer Firma sollte im Stil eines American Diner eingerichtet werden. Dazu haben wir entsprechendes Mobiliar bei einem Restaurant-Ausrüster preiswert erworben. Es handelt sich dabei um original amerikanische Einrichtungsteile, die auch schon im Einsatz waren. Bestellt haben wir entsprechende Sitzbänke, Stühle und Tische.

Die Sockelplatten waren nötig geworden, weil die Tische eigentlich mit dem Boden verschraubt werden sollen. Allerdings haben wir einen hohlen Boden in dem die gesammte Verkabelung des Büros geführt ist und da wollten wir keine Schrauben hineindrehen. Außerdem sollten die Tische beweglich bleiben, um im Falle eines Falles das Mobiliar auch mal verschieben zu können.

Also erst mal die Tische inspiziert und geprüft, ob die Abmessungen der Sockelplatte stimmen. Alles passte. Nun wurden die Ständer abgeschraubt und genauer inspiziert. Innen ein wenig rostig, aber sonst in gutem Zustand.

Dann die Frage wie man die Ständer auseinander bekommt. Nach einigem herumprobieren war schnell klar, dass hier ein dicker Gewindebolzen an der Bodenplatte sitzt, der dann mit dem Schaft verschraubt ist.

Hält man die untere Glocke fest, kann das Oberteil abgeschraubt werden.

Jetzt wurden die Positionen für die unteren Halteplatten auf der Unterseite der Sockelplatte angezeichnet. Dazu wurde die Mitte der Sockelplatte ermittelt und dann jeweils die Strecke zwischen Mitte und Rand halbiert. Das ist dann der Punkt, an dem die Mitte der Halteplatte liegen muss. Danach konnte ich einfach mit dem Bleistift die Löcher der Halteplatte anzeichnen.

Dort wurde zuerst mit dem Forstnerbohrer vorgebohrt und anschließend mit dem 5,5mm Bohrer durchgebohrt.

So konnten die M5-Schloßschrauben bündig eingeschlagen werden, die dann dank ihres vierkantigen Schaftes sich verklemmen und nicht mehr herausfallen können.

Es wurde die Sockelplatte umgedreht und die Halteplatten mit M5-Muttern und Unterlegscheibe verschraubt.

Anschließend wurden die Rohre wieder aufgeschraubt und die ganze Einheit bestehend aus Sockeplatte und den beiden Tischbeinen auf die Unterseite der Tischplatte gelegt.

Jetzt musste alles nur noch mittig ausgerichtet werden und konnte dann mittels ein paar SPAX-Schrauben 4,5*30 wieder verschraubt werden.

Hier hat sich der kleine und handliche 10,8V Makita-Schrauber mit seiner feinfühlige Ratsche wieder einmal bewährt. Die Schrauben waren sauber eingedreht, aber eben nicht überdreht, was gerade bei Spanplatten ein wichtiger Punkt ist.

Weiter ging es mit dem Zusammenbau der Bänke. Hier konnte ich die zeitgenössische, amerikanische Möbelbautechnik gut studieren.

Als Material für die Sitzbänke wurde 3/4″ starkes Seekiefer-Sperrholz verwendet. Die Teile sind verleimt und mit dem aus unzähligen amerikanischen Holzwerker-Videos bekannten Drucklufttacker zusammengenagelt.

Die Polster sind auf Spanplatten getackert und waren durch den Transport ein wenig lose geworden. Das Problem konnte aber durch das gezielte Setzen einiger Spax-Schrauben behoben werden.

Die Halter für die Polster waren lose und wurden ebenfalls mit SPAX Schrauben wieder befestigt. Danach waren die Bänke fertig um zusammengesetzt zu werden.

Hier noch ein Blick in die Sitzpolster. Dank der „Federung“ im Inneren sind die Bänke auch sehr bequem.

Nun erscheinen die Bänke auf den ersten Blick primitiv gebaut, aber sie sind doch erstaunlich stabil und robust. Das zeigt wieder einmal, dass man mit einer dem verwendeten Material entsprechenden Konstruktionsweise eben doch haltbares Mobiliar erschaffen kann.

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