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Bücherregal – selbstgebaut & superstabil (Teil 2)

Nachdem die Holzteile für das Bücherregal fertig bearbeitet sind, geht es mit der Oberflächenbearbeitung weiter.

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Der erste Schritt ist das Schleifen aller Flächen mit dem Exzenterschleifer und einer Schleifscheibe mit Körnung 240. Hier genügt es einmal mit wenig Druck über die Holzoberfläche zu gehen, da das   verwendete Birkenmultiplex eine sehr ebene Oberfläche hat.
Von mehrfachen Schleifdurchgängen in der Abstufung 80/120/240 ist hier abzuraten. Das Deckfurnier von Birkenmultiplex ist stellenweise sehr dünn und falls dieses durchgeschliffen wird, kommt die dunkelbraune Klebeschicht zum Vorschein.

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Eventuell vorhandene Bleistiftmarkierungen werden vor dem Schleifen mit einem weißen Radiergummi entfernt, Rote oder braune Radiergummis sind nicht empfehlenswert, da diese das Holz verfärben können.

Hier habe ich zum ersten Mal größere Flächen mit dem Excentersauger und Absaugung durch meinen Starmix-iPulse Sauger bearbeitet. Im Vergleich zu meinem bisher eingesetzten Festool-Midi Sauger hat der Starmix eine wesentlich besser Saugleistung. Es entsteht praktisch kein Staub. Das zeigt mir wieder einmal dass dieser Kauf die richtige Entscheidung war.

Als Lacksystem kommen die Produkte von CLOU zum Einsatz.Die Schnellschleifgrundierung und die dazu passende Holzsiegel-Lack.

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Ja, das ist ein lösungsmittelbasiertes System und ich habe mich bewußt dafür entschieden.

Grund Nr.1 ist der Umstand, dass die wasserbasierten Systeme auch nicht so viel besser sind, wie ich seit den Studium des Buches „Oberflächen behandeln“ weiß.

Grund Nr.2 sind die niedrigen Temperaturen die derzeit in meiner Garage herrschen. Wenn ich da ein wasserbasiertes System einsetze dauert das Trocknen noch länger als dies jetzt eh schon der Fall ist.

Zuerst werden alle Teile einmal mit Clou Schnellschleifgrund gestrichen. Dieser trocknet recht schnell und kann im Normalfall schon nach einer knappen Stunde erneut mit 240er Körnung geschliffen werden.  In diesem Falle mußte ich allerdings drei Stunden warten, bis es soweit war.

Danach folgt ein Anstrich mit Holzsiegel-Lack seidenmatt. Wichtg bei diesem letzten Ansrich ist die Verwendung eines hochwertigen Lackierpinsels in 3-Sterne-Qualität. Nur so ist sichergestellt dass der Pinsel nicht dauernd Haare verliert, die man dann mühsam wieder aus der frisch lackierten Oberfläche fischen muss.

Alles in allem hat die Oberflächenbehandlung der Holzteile einschließlich der Trockenzeiten das ganze Wochenende in Anspruch genommen.

Jetzt sind die Holzteile für das superstabile Bücherregal zur Montage bereit.

7 Kommentare

  1. Das sieht ja wieder spannend aus – immer wieder Interessant einen Einblick in den Arbeitsalltag zu erhalten, danke dafür! Ich freue mich schon auf das Ergebnis. Liebe Grüße, Kathreen von „Mach mal“

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  2. Hi;

    wenn man ein wenig zwischen den Zeilen liest, bekommt man den Eindruck dass du mit dem MIDI nicht ganz so glücklich bist… Ist das denn so?

    Grüsse
    David

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    • Ich habe drei Sauger – einen Einhell aus dem Baumarkt – das ist mein Trabi, saugt und brüllt, besser als nix. Das habe ich den Festool Midi – ein solides Ding – die Golf-Klasse der Werkstattsauger. Und dann den Starmix ipulse – das ist halt Mercedes S klasse. Ich hoffe damit ist es anschaulich beschrieben.

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  3. Hallo Wolfram,

    die Oberfläche kommt sehr schön zur Geltung. Mit dem Siegellack habe ich sehr gute Erfahrungen gemacht. Nach meiner Erfahrung ist der Auftrag mit einer Schaumstoffwalze sehr unkompliziert und hinterlässt tolle Oberflächen.
    Ich schleife dann i.d.R. mit Körnung 320 zwischen. Nach der letzten Schicht Siegellack verwende ich Schleifpads mit Körnung 800 oder feiner, diese werden vorher befeuchtet und es entsteht eine ziemlich perfekte Oberfläche.

    Viele Grüße
    Timo

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    • Hallo Timo,
      Danke für den Tipp. Aus Zeitgründen muß diesmal ein doppelter Anstrich reichen – die Wohnung der Tochter muß in diesen Tagen eingerichtet werden.

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    • Hallo Andreas,

      der „schließt die Poren“ – soll heißen der Schnellschleifgrund ist ein Lack mit Talkum o.ä. als Füllstoff und damit werden die kleinen Unebenheiten zwischen den Holzfasern gefüllt. Nach dem Schleifen hat man eine deutlich glattere Oberfläche als mit normalem Lack. Es erspart in der Regel ein bis zwei Lackschichten um eine glatte, glänzende Oberfläche zu bekommen.

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