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TV-Wohnwand aus Buche – Teil1 der Planung

Mit dem Selbstbau der TV-Wohnwand beginnt ein großes, sicherlich über einen längeren Zeitraum andauerndes Projekt. Meine am Möbelbau interessierten Leser werden hier in den kommenden Wochen hoffentlich interessante Lektüre finden.

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Und da es sich hier um mehrere Möbelstücke handelt, die miteinander zu kombinierten sind, werde ich hier eine etwas anschaulichere und umfangreichere Planung vornehmen.

Begonnen hat dieses Projekt ursprünglich in Form verschiedener Skizzen für ein TV-Lowboard. Allerdings wurde bei der Diskussion der Details sehr schnell klar, dass das mit den sonstigen Möbeln nicht wirklich harmonieren würde. Dieser Umstand und die Situation dass hier „über Eck“ gedacht werden muss verstärkten den Entschluß, die ganze Ecke des Wohnzimmers planerisch umzugestalten.

Für alle Holz- und Heimwerker die so ein ähnliches Projekt umsetzen wollen, beschreibe ich hier meine Vorgehensweise.
Als Software kommt das bekannte CAD-Programm Sketchup von Trimble in der kostenlosen Maker-Version zum Einsatz. Wer dazu mehr lernen möchte, dem empfehle ich unbedingt einen Blick in das Sketchup-Tutorial von Heiko Rech zu werfen.

Schritt 1: Planung der Proportionen

Der erste Schritt ist eine Planung der einzelnen Möbelteile und deren Proportionen. Für den Gesamteindruck einer solchen Wohnwand ist dies in meinen Augen der wichtigste Schritt. Dementspechend lang war hier auch die gedankliche Planungsphase und die Diskussion im Kreise der Familie.

Begonnen habe ich mit dem Erstellen eines maßstäblichen Modells des Bereiches im Wohnzimmer, an dem die TV-Wohnwand aufgestellt werden soll. Fläche der Wände, Höhe der Zimmerdecke, verfügbare Bodenfläche sind dargestellt.

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Zudem sind hier alle wichtigen baulichen Parameter berücksichtigt. Dies sind bei mir ein großer Heizkörper und die Lage der Anschlüsse für Strom und TV/Internet. Hier habe ich mit Hilfslinien die Lage dieser Dosen markiert.

Auf Papier habe ich mir dann die grundsätzlichen Möglichkeiten einer Aufteilung als Frontalansichten skizziert. Der Grund ist dabei ganz einfach: Ich kann auf Papier doch wesentlich mehr Varianten in kurzer Zeit durchspielen.

Wenn es aber um die Gesamtwirkung geht, ist natürlich eine 3D-Ansicht die bessere Wahl. Das macht die Planung visuell anschaulicher und erlaubt es, das Gesamtkonzept mit dem Rest der Familie zu besprechen. Es wurden also die „besten“ Skizzen der Frontalplanung ausgewählt und bildeten die Grundlage für das nachfolgende 3D-Modell.

Mit verschiedenen Hilfslinien werden die zugrunde gelegten Grundproportionen festgelegt. In dieses Raster habe ich nun die einzelnen Möbelteile positioniert.

Da es hierbei zunächst nur um die Größenverhältnisse und die grundlegende Anordnung geht, sind die Möbelteile erst einmal nur als einfache Quader gezeichnet. Auf eine tiefergehende Detailierung habe ich in diesem Planungsstadium weitestgehend verzichtet.

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Die einfachen geometrischen Körper lassen sich recht einfach verschieben und platzieren, in der Größe ändern usw. um die verschiedenen Möglichkeiten zu visualisieren.
Mit entsprechender Textur und Farbe versehen vermittelt auch so ein einfaches Modell einen guten Eindruck wie die geplante TV-Wohnwand in Ihren Dimensionen später einmal aussehen wird.

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Das hier gezeigte Bild ist der vorläufig „finale“ Planungsstand der Proportionen.

Das Ergebnis der bisherigen Planung besteht aus zwei Hängeschränken, einem Unterbau der über Eck geht und einer Rückwand für die Montages des TV-Gerätes. Der rechte Hängeschrank wird auf jeden Fall mit Glastüren versehen, beim linken Schrank ist das noch unklar.

Als Material ist passend zum Wohnzimmertisch die Verwendung von Buchenleimholz mit durchgehenden Lamellen vorgesehen.

Der nächste Schritt ist jetzt die Detailplanung der einzelnen Möbelteile. Dabei wird grundsätzliches wie z.B. die Materialstärken der einzelnen Bauteile geklärt werden. Daraus abgeleitet  wo und mit welchen Maßen Schubladen, Türen, Ablagen usw. eingeplant werden.

Auch verschiedene konstruktive Fragestellungen zum Aufbau und der Befestigung an der Wand werden zu untersuchen sein.

3 Kommentare

  1. Hallo Wolfram,

    das ist ein tolles Thema, ich bin mega-gespannt wie sich dein Projekt weiterentwickelt, da mich gerade auch ein TV-Lowboard beschäftigt. 🙂

    Schöne Anordnung der Möbel über zwei Wände, die vielen hängenden Elemente gefallen mir auch.

    Viele Grüße
    Lena

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