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Garderobe selbst gebaut – Teil 3

Weiter gehts mit dem Garderobenbau. Nachdem der Korpus fertiggstellt ist, sind jetzt die Türen,  die Oberflächenbehandlung und dank des verlängerten Wochenendes schlussendlich die Montage an der Reihe.

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Die Türen bestehen aus 15mm dickem Multiplex. Diese Materialstärke ist gerade ausreichend um das Topfscharnier einzulassen. Die dafür nötigen Löcher werden mit einem Forstner-Bohrer gebohrt.

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Beim letzten Loch ist mir allerdings durch Unachtsamkeit der Bohrer verkantet und heißgelaufen. Das Loch war dann nicht wirklich rund und auch nicht Tief genug.

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Mit einem Schaftfräser habe ich die Ränder der Bohrung dann freihand nachgearbeitet.
Der letzte Bearbeitungsschritt war auch bei den Türen die Kanten mit der kleinen Makita-Oberfräse abzurunden.

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In Anbetracht des zu erwartenden Gewichts und der Tatsache, dass die Rückwand nur 12mm dick ist, habe ich in den Ecken der beiden äußeren Fächer und dem mittleren kleine 5x5cm große Aufdoppler aus 15mm Birkensperrholz aufgeklebt. Dort werden später Löcher für die Verschraubungen  gebohrt.

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Die Oberflächenbehandlung aller Holzteile erfolgte über mehrere Tage verteilt mit 3 Anstrichen CLOU Holz-Siegel. Dies ist ein sehr strapazierfähiger Klarlack der vor allem recht schnell trocknet. Nach den ersten beiden Anstrichen wurde jeweils mit dem Exzenterschleifer und 320er Papier nachgeschliffen. Das Ergebnis ist eine sehr glatte, seidenmatte Oberfläche.

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Nach dem die Oberflächenbehandlung abgeschlossen ist können die Montageplatten für die Topfscharniere montiert werden. Die Scharniere werden mit Montagekleber in die Türen geklebt und dann mit zwei Schrauben gesichert. Normalerweise ist kein Kleber nötig, aber wegen der zu erwartenden häufigen Nutzung bin ich hier auf Nummer sicher gegangen.

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Zum Öffnen haben die Türen anstatt eines hervorstehenden Griffes ein Griffloch bekommen.

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Die Rückseite des Korpus wurde nur einmal mit Holz-Siegel behandelt, um zu verhindern dass sich hier Feuchtigkeit ins Holz ziehen kann. Die Wand an der die Garderobe später hängt ist eine Außenwand und damit relativ kalt.

Garderobe0235Um die Jacken und Mäntel aufhängen zu können, habe ich an die Unterseite 10 Stück dieser drehbaren Haken montiert. Diese sind aus Aluminum-Druckguss und sehr robust – also genau das richtige für unsere Teenager.

Garderobe0237Mit einem Restholz als Anschlag werden die Positionen von zwei der drei Bohrlöcher für die Haken markiert. So ist sichergestellt dass alle Haken später in einer Linie liegen werden.

Die Montage

Und dank des zusätzlichen Feiertages an diesem verlängerten Wochenende war es endlich soweit: Die Garderobe konnte an ihren Platz montiert werden. Mit vereinter Hilfe meiner Söhne wurde die Garderobe ausgerichtet, die Bohrlöcher markiert und gebohrt. Es kommen 4 Dübel der Größe 12 und dazu passende 8*100 Schlosschrauben mit Sechskantkopf zum Einsatz.

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Ansicht auf die Garderobe von vorn. Leider ist das Ganze nicht so einfach zu fotografieren.

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Die Türen der Garderobe öffnen nach oben. So ist sichergestellt dass diese nicht offen bleiben sondern gleich wieder geschlossen werden. Die verwendeten HETTICH-Topfscharniere haben einen Öffnungswinkel von 130Grad, können also sehr weit nach oben geschwenkt werden.

Garderobe320Nach wenigen Minuten beginnt sich die Garderobe zu füllen. Damit ist die Misson „Garderobenbau“ erfüllt!

 

 

2 Kommentare

  1. Echt super, ich find’s richtig schick! Sieht gut aus und bietet viel Stauraum, was wünscht man sich mehr? Das wär auch ein super Projekt für unseren aktuellen Wettbewerb „Mach mal Ordnung“ – klick doch mal rein, vielleicht gewinnst du ja was! Liebe Grüße, Maral von „Mach mal“

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    • Hallo Maral,
      das hab ich gestern probiert, aber irgendwie wurden meine hochgeladenen Bilder nicht gespeichert 🙁 da hab ich erst mal abgebrochen. Und dann muß man ja den ganzen Artikel gleich in einem Rutsch eingeben – da muß man also viel Zeit mitbringen. Schrittweises eintragen wäre eine echte Erleichterung. Ich probier das aber vielleicht nochmal

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