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Building a Workbench – Fertigstellung der Hobelbank Teil 2

Es geht weiter mit der Fertigstellung meiner Hobelbank, welche ich im DICTUM Kurs mit Chris Schwarz gebaut habe. Mit großen Schritten ging diesmal es voran.

Da der nächste Schritt die Fertigstellung der Vorderzange ist und dazu eine Hobelbank die Arbeit doch erheblich erleichtert, wurde erst mal die Hobelbank einsatzbereit gemacht. Damit kann die Hobelbank für ihren eigenen Bau benutzt werden.

Beim Zubehör für die Hobelbank habe ich mich für die Teile von VERITAS entschieden und noch während des Kurses mir 4 Messing Bankhaken und den VERITAS Niederhalter gekauft. Der ist zwar nicht ganz billig, aber die von DICTUM angebotenen China-Niederhalter sind aus billigem Gusseisen und damit unbrauchbar, weil nicht wirklich flexibel. (Warum DICTUM diesen Ramsch im Sortiment hat, ist mir schleierhaft..)
Leider hatte ich es im Kurs nicht mehr geschafft, die 3/4′ Löcher (entsprechend 19mm) in die Bankplatte zu bohren.

Daher hatte ich mir in der vergangenen Woche einen einen 19mm FAMAG-Schlangenbohrer in Profiqualität beschafft, mit dem ich die Löcher problemlos in die doch sehr harte Eichenplatte bohren kann. Einen billigen  Schlangenbohrer aus dem Baumarkt kann man sich hier sparen, die Löcher reißen aus und der Bohrer quält sich nur langsam ins harte Holz.

Um die Löcher senkrecht zu herkommen, kam mein WABECO Bohrständer mit der FEIN BOP10 zum Einsatz. Dazu wurde der Maschinenhalter einfach umgedreht, sodaß hinter dem Bohrständer gebohrt werden kann.

Im 1. Gang mit niedriger Drehzahl ging des dann ans Bohren. Alle Löcher sind durchgebohrt, um den VERITAS Niederhalter einsetzen zu können, Auch wenn einer der Bankhaken mal klemmen sollte, kann der so von unten wieder herausgedrückt werden.

Zum Schluß wurde noch die Holzbacke an die Hinterzange montiert und ebenfalls mit Löchern versehen. Dazu habe ich einfach Holzschrauben 6*60mm mit Sechskantkopf durch die Löcher in der Metallbacke des Schraubstocks ins Holz geschraubt.

Nach knapp 2 Stunden war es vollbracht, insgesamt 26 Löcher gebohrt und die Bank für den ersten Einsatz bereit. Ein Akkubohrer wäre da sicher gestorben, aber die FEIN hat es problemlos gemeistert.

Noch paar Anmerkungen zur Positionierung der Löcher: Die vordere Reihe ist knapp 5cm von der Vorderkante entfernt, um später auch schmale Hölzer randnah spannen zu können. Das ist z.B. dann nötig, wenn man einen Falz hobeln will. Der Abstand der Löcher beträgt rund 10cm, außer im Bereich der Beine, hier beträgt der Abstand 20cm.
Die hintere Reihe ist in ihrer Position durch die hintere Bohrung der Hinterzange vorgegeben. Die Löcher sind dann im Abstand von rund 30-40 cm platziert. Im Normalfall werden diese wohl meist für den Niederhalter benutzt, sie können aber für größere Hölzer auch zusammen mit Bankhaken in der Hinterzange benutzt werden.
Ich hoffe mal, damit für die meisten Spannaufgaben gerüstet zu sein.

Endlich konnte die Hobelbank nun ihrer Bestimmung zugeführt werden – das erste Teil wurde In die Hinterzange gespannt und gehobelt – das Führungsbrett für die Vorderzange

Nächster Schritt war dann die Fertigstellung der Backe für die Vorderzange, was jetzt dank der Spannmöglichkeiten wunderbar möglich war. Nichts wackelt, nichts vibriert und auch mit dem Stechbeitel kann komfortabel gearbeitet werden.

Aus einem Reststück Buchenholz der Vorderzange wurde ein Griff für die Spindel gehobelt. Die Aufnahme hat einen Durchmesser von 30mm, daher wurde das Reststück auf ca. 32*32mm im Quadrat zugesägt. Zwischen zwei Bankhaken eingespannt wurde das Kantholz schrittweise rund gehobelt.

Und hier das Endergebnis des heutigen Tages, die fast fertige Hobelbank.

Was steht jetzt noch aus? Nun zum einen muß die Bankplatte noch gehobelt werden. Dazu warte ich noch auf die Lieferung zweier Hobel – einen Nr5 als Schrupphobel und einen Nr6 als Raubankhobel.
Dann werde ich auf jeden Fall noch eine Ablage unter die Bank montieren – es braucht einen Platz zum Ablegen von Werkzeug. Das war schon nach den ersten Arbeiten am heutigen Tage klar.

Und ganz zum Schluß muß ich mir noch etwas für die Oberflächenbehandlung überlegen. Evtl. eine Behandlung mit einem Öl oder aber der gute alte transparente Clou-Cellulose-Lack? Mal sehen.

3 Kommentare

  1. Looking good Wolfram!
    I think you shoud stick to a coat or two of linseed oil for the top. You don’t want it too slippery but on the other hand you don’t want glue to stick too easily either.
    take care
    Bengt

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  2. Nice!

    You are making a bit faster progress than I am. I’ll put some photos up on my blog soon of my progress.

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  3. Hallo Wolfgang, gratuliere zur Fertigstellung. Bewundere deinen Elan und wünsche mir auch schon so weit zu sein. Bin gespannt auf deine nächsten Einträge, lg Alex

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