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Building a Workbench – Fertigstellung der Hobelbank Teil 3

Und weiter geht es mit der Hobelbank – heute wurden eine Menge Detailarbeiten durchgeführt. Dabei war die Hobelbank das erste Mal so richtig im Einsatz.

Zuerst wurde die Fertigstellung der Vorderzange (Legvise) in Angriff genommen. Dazu wurde der gehobelte Zangenschlüssel auf 35cm gekürzt und mit zwei Querzapfen versehen, damit er nicht herausfallen kann. Die Zapfen sind 10mm Buchendübel, die nur eingepresst sind und so bei Bedarf wieder herausgedrückt werden können.

Das verbliebene Reststück des Zangenschlüssel wurde dann als Griff am Stift für die Vorderzange verwendet. Der Stift selber ist eine 10*160mm Beschlagschraube, deren Kopf ich abgesägt habe. Der Teil mit dem Gewinde ist dann in einer 8mm Bohrung in den Griff eingeschraubt.

Der Stift wird dann je nach Weite der Vorderzange in die passende Loch der Führung gesteckt, um ein verkanten der Backen zu verhindern.

Da die Vorderzange ein wenig schwergängig war, obwohl die Spindel nirgends schleift oder verkantet, habe ich zum guten Liquid-Molly Langzeitfett gegriffen. Mit einer etwa erbsengroßen Menge Fett in der Gewindebuchse war das Problem gelöst – die Spindel läuft butterweich

Nachdem die Vorderzange einsatzbereit war, ging es an den Einbau der Werkzeugablage. Hierzu habe ich ein paar über 15 Jahre alte Fichtenbretter verwendet, die noch vom Bau eines Sandkastens für meine Kinder vor vielen Jahren übrig waren.

Die Bretter waren total verwölbt, weil diese noch den Kern hatten. Um nun beim Hobeln nicht übermäßig viel Material wegnehmen zu müssen, habe ich die Bretter in der Mitte aufgesägt und den Kern entfernt. Dann wurde die Bretter glattgehobelt, was natürlich auf dieser Bank eine wahre Freude ist.

Beim anschließenden Zusägen der Bretter von Hand wurde mir dann schnell klar, welches Werkzeug als nächstes ersetzt werden muß: Meine Handsägen!
Derzeit verwende ich hier zwei Japansägen aus dem Baumarkt. Diese sind zwar erheblich besser als die Fuchsschwänze aus dem Baumarkt, aber von den Sägen die beim DICTUM Kursus im Einsatz waren, sind sie um Lichtjahre entfernt.

Da werde ich also demnächst investieren müssen. Fragt sich nur, ob ich japanische oder westliche Sägen kaufe. Mal sehen.

Der Zwischenboden selbst ruht auf Leisten, die rund um die unteren Streben innen angeschraubt wurden. Zusätzlich noch wenig Weißleim, denn wie sagte Chris Schwarz im Kurs: „The glue is cheap – use it!“

Die Bretter für den Boden sind dann nur lose eingelegt. Damit diese Raum zum arbeiten haben, habe ich rund herum 1-2mm Luft gelassen. Die beiden Abschlußbretter ruhen auf 3 Seiten auf den Leisten und sind so trotz der großen Aussparungen recht stabil.

Damit ist die Bank nahezu fertig. Jetzt muß nur noch die Bankplatte gehobelt werden und dann die Oberflächenbehandlung durchgeführt werden.

Sobald die neuen Hobel eingetroffen sind, geht es weiter.

 

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